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Tibet Travel Blog

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Bin euch noch den bericht zu tibet schuldig, muss gestehen, dass mir in den letzten wochen die luft ausgegangen ist, was das schreiben betrifft.

Seitdem Heinrich Harrar sein buch "sieben jahre in tibet" veroeffentlicht hatte, wollte ich einmal nach tibet. das war noch lange bevor brad pitt mit seiner tiefblonden frisur im film die himalayas ueberquerte. ich wollte meine nepalreise also mit einem trip nach tibet verbinden. viele leute mit denen ich in nepal am anfang meines aufenthalts gesprochen hatte, erklaerten mir, dass das zur zeit nicht moeglich sei, da die grenzen geschlossen seien. die chinesen lassen niemanden rein. ich hab mir gedacht, dass das, bis ich meinen trip machen will, wohl geklaert sein wird, denn es kann ja wohl nicht sein, dass ich endlich da bin und dann nicht reinkann.

anfang april feierten die chinesen auch noch das 51. jubilaeum ihrer uebernahme tibets, was, dachte ich mir, wahrscheinlich ein noch unguenstigerer zeitpunkt ist ein visum zu beantragen, da die chinesischen sicherheitsmassnahmen noch schaerfer sein wuerden. nichtdestotrotz hab ich die reise gebucht und gewartet. eine woche lang. und siehe da, ich hab das visum bekommen. eigentlich erstaunlich, dass es nur eine woche gedauert hat. ich konnte meine schweizer reisebegleiterin claudia ueberzeugen mit mir zu kommen, also haben wir die reise zusammen gebucht. leider wurde sie einen tag vor der abreise krank und konnte somit nicht mit. man darf nur einreisen, wenn man in einer gruppe von mindestens 5 leuten ist. alleingaenge sind verboten. nachdem die grenzen so lange nicht offen waren, ergab es sich, dass wir eine gruppe von 42 leuten waren.
wir fuhren mit dem bus von kathmandu bis zur grenze (4 stunden fahrt). Die chinesen an der Grenze machen ein ziemliches theater, um ihre macht zu beweisen. man erklaerte uns, dass wir keine buecher ueber den dalai lama oder den buddhismus generell oder reisefuehrer ueber tibet mitfuehren duerften, geschweige denn waffen aller art. das heisst, die chinesen wuerden uns diese sachen abnehmen. wie es der zufall will, hab ich mir gerade 2 tage vorher ein buch ueber den dalai lama gekauft, dass ich dann ungelesen wegschmeissen konnte.... ausserdem durchwuehlen sie das gepaeck, auch die unterwaesche...hallo, ich habs nicht so gern, wenn jeder meine unterwaesche begutachten kann. man hat mich an der grenze auch wie eine spionin oder so was behandelt, weil auf dem zettel mit meinem visum auch claudias visum eingetragen war.
die haben mich mehrmals gefragt, wo denn die 2. person sei, dass sie krank ist und nicht mitkommen konnte, haben sie so nicht akzeptieren koennen. ich glaub die dachten, ich haette sie irgendwo auf dem weg gekillt. das wuerd auch erklaeren, warum ich die ganze woche so mistrauisch beobachtet wurde. man stelle isch vor, die machen auch innerhalb des landes passkontrollen, mag sein, dass das auch in anderen laender ueblich ist, ich hab so was jedenfalls zum ersten mal erlebt und es nervt. drei passkontrollen am tag! nach der grenze stiegen wir in landcruiser um, mit welchen wir dann die ganze woche unterwegs waren. die landschaft war schon nach der grenze faszinierend. als erstes fuhren wir auf einer bergstrasse eine schlucht entlang, die so tief war, das ich den boden nicht sehen konnte.
ganz andere dimensionen als ich sie gewohnt bin. Mit der hoehe hatte ich allerdings zu kaempfen. abgesehen von den Paessen (5000-5300m), die wir ueberqueren mussten, bewegten wir uns die ganze woche auf einer hoehe von 3500 - 4000 m . allein stiegen steigen war da schon schwierig. am ersten Pass mit den 5300m ging mir fast das licht aus. ich hatte kopfschmerzen, schlecht war mir, atemnot und meine lippen waren blau. jeder schritt ist extrem anstrengend. ich war noch nie in so einer hoehe. nachdem ich aber eine parkemed eingeworfen hatte, gings. der zweite pass machte gar kein problem mehr. erstaunlich wie schnell sich der koerper an die umgebung gewoehnen kann.

In Tibet koennen nur die wenigsten leute englisch. die tibeter selbst werden stark unterdrueckt und leben in Armut.

ich war erstaunt wie viele bettelnde kinder es hier gibt, im gegensatz zu nepal, wo ich mir mehr erwartet haette. auch die moenche in den kloestern haben ein schweres leben unter den chinesen. in meinem eintrag zu den nepali moenchen hab ich mich noch beschwert, dass die kinder so wenig englisch koennen und man dagegen etwas unternehmen muesste. hier in tibet sehe ich erst wie gut es den nepali moenchen geht...von den tibetischen staedten oder viel mehr den chinesischen, bin ich sehr enttaeuscht. ich hab mir trotz chinesischer herrschaft eine halbwegs tibetische welt vorgestellt. das essen war schlimmer chinesischer einheitsbrei. manchmal fanden wir allerdings auch ein tibetisches lokal in dem man richtiges essen bekam. hatten auch die eine oder andere interessante begegnung.
z.b. hatten wir einmal ein lokal in dem es zwar eine englische speissekate gab, die wirtsleute aber kein wort englisch sprachen. bekammen somit etwas anderes als wir bestellt hatten und davon gleich alles doppelt. dazu buttertee..., der ja, bekanntlich grausm schmeckt. es ist generell verboten vom chinesischen militaer fotos zu machen. damit war es in lhasa schwierig gebauede zu fotografieren, da es dort soviele soldaten gibt, dass es fast unmoeglich ist, keinen auf dem foto zu haben. sie marschieren ununterbrochen auf dem grossen platz herum um eine "free tibet"-demonstation zu verhindern. in lhasa selbst gibt es erstaunlich wenig sehenswertes. bis auf den potala palast, in dem es verboten ist, fotos zu machen, gibt es nur noch den alten markt, wo souevenirs verkauft werden, der rest ist schwer kommunistische chinesische architektur.
kilometerlange "prachtstrassen"auf denen militaerische paraden abgehalten werden. auf dem potatala palast weht die chinesische fahne. in den kloestern haengen neben den bildern des dalai lama bilder von mao. ich bin mir sicher, die chinesen haetten auch die letzten kloester schon lange eliminiert, wenn sie nicht durch das geld, den der tibettourismus einbringt, auf den geschmack gekommen waeren. jetzt machen sie sogar werbung dafuer die kloester zu besuchen. naja, geld stinkt eben auch in china nicht.

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