Kathmandu/2

Kathmandu Travel Blog

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ich werd zu meinen fotos immer einen laengeren bericht dazu schreiben. dann muss ich weniger erzaehlen, wenn ich wieder zu hause bin. zu hause haett ich sowieso das meiste schon wieder vergessen.
Gleich nach meiner Ankunft in KAthmandu habe ich den kleinsten Mann der Welt gesehen. 18 Jahre alt und 30 cm hoch. Er kam gerade mit der Maschine aus Dehli, wo er sich ins Guiness Buch eintragen liess. Am Ausgang des Flughafens wurde ich von meiner Kontaktperson mit typischem nepalesischem Tee begruesst. Natuerlich wollte ich nicht unhoeflich sein und hab ihn getrunken. grosser fehler. Tee mit Yakmilch. Die Fahrt zur Unterkunft entwickelte sich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Einerseits hatte ich diesen Tee im Magen, der nicht dort bleiben wollte und andererseits haben die asiaten, wie hinlaenglich bekannt, keine Ahnung vom Autofahren. Jeder faehrt kreuz und quer, Asphalt gibt es kaum. Direkt am Strassenrand gibts feuerstellen und zelte. Hier leben Menschen. Kinder ohne Schuhe auf Muellhaufen, dafuer tragen sie aber schianzuege oder nur unterhosen, ich nehme mal an, was gerade zur verfuegung steht. Mir faellt allerdings auf, dass es hier kaum bettler gibt, auch die aermsten versuchen irgendetwas zu verkaufen, und sei es auch nur eine einzelne banane. Es gibt keine verkehrsschilder, keine Ampeln, keine kreisverkehre, keine Strassennamen. Dafuer aber Schlagloecher in kratergroesse. Hunde ueberall. Muesste ich allein die Strasse ueberqueren, ich waere nach dem ersten meter tot. jetzt war mir eh schon schlecht von dem tee und das erste, das ich bei der fahrt zu sehen bekam, war eine landestypische fleischerei. eine von der sorte, wo das fleisch ueberall aufgehaengt wird, teilweise direkt auf die strasse gelegt wird. ohne kuehlung. ich muss aber auch sagen, auf diese art fleisch zu verkaufen, ist viel ehrlicher, ich mein so direkten kontakt mit dem produkt hat der kunde in europa nicht. Es gibt einen einzigen Tisch, der einerseits zum Schlachten selbst da ist und andererseits zum verkaufen der ware. im hintergrund stehn die vieher- hauptsaechlich huehner - und warten auf den sicheren tod. fuer mich steht auf jeden fall fest, dass ich in asien kein fleisch essen werd, zumal die fleicher das fleisch alle 10 minuten anfassen, um die fliegen und den staub von der strasse zu entfernen....Unsere Unterkunft hat mich dann aber sehr ueberrascht, nachdem ich nach der fahrt vom flughafen nicht mehr viel erwartet hatte. Riesiges Haus, laessige familie. Fuer nepalesische verhaeltnisse sehr reich. Brahmanen, die hoechste kaste. Wir sassen keine 5 minuten auf der terrasse, da hat es zu hageln begonnen. asim, der hausherr, fand das sehr interessant, weil es bei ihnen schon seit mindestens 5 jahren nicht mehr gehagelt haette.... Der hagel hat die halbe stadt verwuestet, Baueme und Strommasten umgerissen. Jetzt gibts hier sowieso nur spaerlich strom und das unwetter hat es nur noch schlimmer gemacht. Tagsueber gabs eine Woche lang sprachunterricht in nepalesisch. Abends gingen wir in irgendein restaurant essen. ueber hygiene darf man sich unter gar keinen umstaenden gedanken machen, hier gilt das motto "augen zu und durch". An einem Abend gingen wir zu fuss. Das heisst auf eigene verantwortung durch den verkehr kommen. Abends scheinen die tore der hoelle geoeffnet zu sein. Da gehts um gar nix mehr. Der verkehr ist 10mal so stark wie am tag und das will was heissen. noch dazu muss man sagen, dass man ausser den fahrzeuglichtern kaum was sieht, da immer noch kein strom. Wir schreiten also voran, kommen an garkuechen und fleischereien vorbei. Dieser Anblick bekommt abends einen wirklich gruseligen touch. das gefuehl auf einem voellig anderen planeten zu sein, verstarkt sich kurzzeitig. Entlang des weges berge von muell, hier bin ich kurz foh, dass ich nicht alles sehen kann, nur fuer den fall, dass die ratten schon aus ihren loechern gekrochen sein sollten. Auf einem Muellhaufen eine kuh, hinter der kuh ein hund. Ein paar meter weiter schlaegt mir uringeruch entgegen. ist nicht weit vom eingagn unseres restaurants entfernt... wie gesagt "augen zu und durch". in dem restaurant konnte ich dann nur ein bier trinken. alles andere konnte ich keum identifizieren, so ohne licht. jetzt werden manche sagen, dass alles sind ganz normale erlebnisse, die man in asien eben so macht. ich bin allerdings das erste mal in einem asiatischen land (bis auf ein paar tage bangkok, das aber bei weitem nicht so schlimm war). hab ja schon vieles darueber gahoert, aber man muss das selbst erlebt haben. allein toiletten sind fuer die touristen hier ein grosses thema. es gibt ja nur diese loecher im boden. keine muscheln. speziell frauen sind da sehr im nachteil. und klopapier gibts sowieso keins. der nepalese verwendet seine linke hand...
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Kathmandu
photo by: sharonburgher