Nord of Peru

Peru Travel Blog

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Nach 3 Monaten Venezuela landete ich Samstag Abend um 21:00 in Lima. Als ich um kurz nach 22:00 Uhr im Hostel angekommen bin, war da schon eine Party am laufen. Ich habe mir dort auch ein Bierchen gegoennt und wollte eigentlich auch gleich danach schlafen gehen. Aber kaum hatte ich meine Flasche halb leer hab ich auch schon wieder einige Maedels kennengelernt und die haben mich dann auch gleich in eine Disco gezerrt. Nach einer durchgefeierten Nacht konnte ich mich um 04:00 Uhr endlich zum schlafen legen.
 
Tags darauf habe ich mir die Stadt angeschaut, der Stadtteil Miraflores ist ziemlich modern und hat einige nette Parks. In einem von diesen Parks war eine Vernissage mit vielen Landschaftsfotos von der ganzen Welt.
Den restlichen Tag hab ich ziemlich gemuetlich verbracht. Am naechsten Morgen ging ich zur LAN Fluggesellschaft um meine Fluege zu verschieben, da ich mich fuer einen laengeren Aufenthalt in Suedamerika entschieden habe. Die haben mich dann aber zu Iberia weiterverwiesen. Dort hatte ich mehr Glueck und konnte innerhalb einer Stunde saemtliche Fluege umbuchen und das kostenlos. Ich lief danach noch ein wenig in den Parks in Miraflores umher, bis ich irgendwo von einer Peruanerin angesprochen wurde. Es stellte sich heraus, dass sie ein Turismus Studium absolviert und Personen sucht um ihr englisch zu verbessern. Kurz darauf ging ich mit Maritza etwas trinken, spaeter waren wir gemeinsam Abendessen und zum Abschluss noch in eine Bar mit Live Musik. War eine gute Unterhaltung mit ihr und ich habe einiges ueber das Leben der Peruaner erfahren.
The Boat to Iquitos
 
Am naechsten morgen fuhr ich mit dem Bus 8 Stunden nach Huaraz. Dort angekommen habe ich Informationen gesammelt fuer eine Trekkingtour in den Cordileras Blancas und ging frueh schlafen. Am morgen habe ich dann eine Tour gebucht und um 11:00 Uhr ging ich mit dem Guide auf eine Vorbereitungswanderung um mich anzuklimatisieren. Danach ging ich noch ins Thermalbad schwimmen.
 
Am folgenden Tag ging es dann auf den Santa Cruz Trek. Am morgen lernte ich die anderen von meiner Wandergruppe kennen, 3 Polen. Danach fuhren wir ungefaehr 2 Stunden mit einem Colectivo in welchem es sehr eng war. Wir mussten dann auf ein anderes Colectivo umsteigen in welchem wir noch weniger Platz hatten.
The Boat to Iquitos
Im zweiten Fahrzeug fuhren wir nochmals ungefaehr 3 Stunden meistens auf Naturstrassen. Auf diesem Weg fuhren wir an einer schoenen Lagune vorbei und hatten einen fantastischen Ausblick auf den Huacharan dem hoechsten Berg von Peru. Danach ging es im Zickzack eine Bergstrasse hoch, welche auf dem letzten Abschnitt mit Schnee bedeckt war, danach ging es auf der anderen Seite wieder ein wenig runter zum Ausgangspunkt unseres Treks. Nach dem Mittagessen wurden die Esel beladen und wir konnten loslaufen. Nach ungefaehr 3 Stunden laufen erreichten wir den Lagerplatz auf beinahe 4000m fuer die erste Nacht wo wir die Zelte aufschlugen. Danach spielte ich mit den Polen noch ein wenig Karten. Das Abendessen wurde im Zelt serviert danach legten wir uns auch schon aufs Ohr.
 
Nach einer saumaessig kalten Nacht erhielten wir ein ausgiebiges Fruehstueck und starteten den 2.
Wandertag. Dieser Tag fuehrte durch eine wunderschoene Gegend und wir kamen zu unserem hoechsten Punkt der Wanderung auf 4750 Meter. Beim letzten Anstieg hatte ich ziemliche Schwierigkeiten mit der Hoehe und konnte das Tempo der Gruppe nicht mehr ganz mithalten. Beim Abstieg ging es dann wieder und wir liefen weiter als geplant. Immer noch auf ueber 4000 Metern haben wir schliesslich die Zelte fuer die 2. Nacht aufgebaut. Auch diese Nacht war Eisigkalt aber wir kriegten einen schoenen Sternenhimmel bei Vollmond zu sehen. Die Schneebedeckten 6000er rundherum leuchteten vom Mondlicht, die war ein unveregsslicher Augenblick.
 
Wir haben uns dann entschlossen die 4 Tagestour auf 3 zu kuerzen und liefen an diesem Tag die restliche Strecke in ca. 6 Stunden durch.
Jungletrip
Unterwegs kamen wir bei einer Indiofamilie vorbei welche noch einen kleinen Kiosk betreibt. Auch an diesem Tag liefen wir in einer sehr schoenen Gegend wo man jede Minute geniessen konnten. Nach der Wanderung fuhren wir erst mit einem Privatauto eine Stunde eine Bergstrecke runter, wo es teilweise am Strassenrand beinahe senkrecht ins Tal runter ging. Nach dieser Fahrt mussten wir nochmals auf ein Colectivo umsteigen mit welchem wir ca. um 16:00 wieder in Huaraz ankamen. Ich hatte mich da entschieden mit den Polen nach Huanchaco zu fahren. So gingen wir gleich packen, duschen und noch Abendessen bevor wir auf den Nachtbus gingen.
 
In Huanchaco habe ich die Zeit mit Klaudia am Strand mit relaxen verbracht. Das Paerchen hatte staendig Streit und ging ihren eigenen Weg.
Jungletrip
Ich habe viel Ceviche (rohen Fisch) gegessen und sonst die 2 1/2 Tage nicht viel gemacht. Danach verabschiedete ich mich von Klaudia, sie musste wieder nach Polen zurueck.
 
Ich nahm dann den Nachtbus nach Tarapoto im Regenwaldgebiet von Peru. Diese Busfahrt war ein Horrortrip anstatt 16 Stunden dauerte die Fahrt 28 Stunden da die Strasse teilweise mit Geroell bedeckt oder gar weggeschwemmt war. In Tarapoto hatte ich dann keine Moeglichkeit mehr direkt nach Yurimaguas zu kommen und musste da einmal uebernachten. Den naechsten Tag verbrachte ich Hauptsaechlich mit warten da vor 16:00 Uhr keine Moeglichkeit bestand zur anderen Ortschaft zu gelangen. Wie ich spaeter herausfand ist dies Aufgrund der Bauarbeiten an der Strasse welche auch ziemlich Beschaedigt war.
Jungletrip
Als ich dann endlich angekommen war um 20:00 Uhr wollte ich ein Tuctuc (3 Rad Taxi) zu einem Hostel nehmen. Die Personen haben mir dann aber mitgeteilt, dass das Schiff fuer nach Iquitos noch am selben Abend losfaehrt. So fuhr ich also zum Hafen und ging aufs Boot wo ich meine Haengematte aufspannen konnte. Wie ich dann feststellte war die Abfahrtszeit doch erst fuer am naechsten Tag um die Mittagszeit. Aber so konnte ich wenigstens die Hostelkosten sparen. Ich lernte da noch einen Peruaner kennen, mit welchem ich dann noch ein Buer trinken war. Auf dem Boot lernte ich noch weitere Peruaner kennen welche alle mit ihren Instrument waren und bis spaet in die Nacht hoerte ich ihnen zu.
 
Am naechsten morgen wurde uns noch Fruehstueck gemacht und fuer die 3 Tage auf dem Boot mit 3 Mahlzeiten bezahlte ich gerade mal 24 Franken.
Jungletrip
Auf dem Boot hatten sich auch noch weitere Touristen eingefunden. Da waren noch 3 Amerikaner und eine Belgierin, die 3 Tage ging es gemuetlich den Fluss runter und die danze Zeit von Dschungel umgeben. Ich habe die Zeit viel mit lesen und Gespraechen mit den Peruanern und der Belgierin verbracht. Kurz vor Iquitos gelangten wir auf den Amazonas. Das Boot hat Tag und Nacht immer wieder in diversesten Indio Doerfern angehalten und immer sind Leute ein und ausgestiegen. Manchmal waren die Haengematten so Nahe aneinander, dass man keine Bewegungen durchfuehren konnte ohne eine andere Person anzustossen.
 
In Iquitos hatte ich dann mit Magali der Belgierin eine 4 taegige Dschungeltour gebucht. Ansonsten haben wir uns die Stadt angeschaut. Am folgenden Tag unternahmen wir eine Kanu Tour durch die schwimmende Stadt, dem Armenviertel von Iquitos.
Jungletrip
Ist beindruckend wie das ganze Leben auf den Booten stattfindet, waren gekauft werden koennen oder einfach um sich zu waschen. Danach liefen wir noch ein wenig durch den Markt und am Abend schauten wir uns einen Film im Kino an.
 
Am naechsten Tag ging es los mit der Dschungeltour. Erst fuhren wir mit dem Bus zur naechsten Stadt (auch die einzige welche per Strasse zu erreichen ist) und stiegen da auf ein kleines Boot um. Nach einer laengeren Bootsfahrt, auf welcher wir einige Flussdelphine sahen, kamen wir in unserem Camp fuer die naechsten 3 Naechte an. Dort trafen wir die Amerikaner, welche mit uns auf dem Boot waren, wieder an. Nach dem Mittagessen fuhren wir ein Stueck den Fluss hoch wo wir unterwegs noch eine Gruppe Mini-Affen sahen.
Jungletrip
Danach unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang im Dschungel bevor wir zurueck gingen. Am Abend fuhren wir mit dem Boot zur Dschungeldisco, leider waren wir die einzigen Gaeste und so machte es nicht wirklich Spass.
 
Am naechsten Tag unternahmen wir einen 4 1/2 Stunden lange Wanderung durch Dschungel auf welchem uns die Pflanzen erklaert wurden. Unterwegs entdeckten wir noch eine kleine Schlange und ein wandernder Ast hat sich an meiner Hose festgeklammert. Nachmittags fuhren wir an eine Stelle wo wir mit den Flussdelphinen schwimmen konnten. Am Abend fuhren wir mit dem Boot und Stirnlampen bewaffnet hinaus auf Caimanjagd. nach kurzer Fahrt durch Buschwerk gelangten wir in eine Lagune wo wir nach kurzer Zeit Glueck hatten und einen kleinen Caiman zu fassen kriegten.
Jungletrip
 
Am dritten Tag ging es auf eine laengere Fahrt durch den Dschungel bis zu einer weiteren Lagune. An dieser Stelle lockten wir mit Crackern Affen an, welche schon nach kurzer Zeit unser Boot einnahmen. Teilweise liessen sie sich auch streicheln. Nach dieser Showeinlage versuchten wir uns mit Pirania fischen, leider gelang uns dies nicht. Den Nachmittag ruhten wir uns aus. Abends um 21:00 fuhren wir mit einem motorisierten Kanu eine halbe Stunde zu einer weiteren Lodge wo wir an einer Schamanen Zeromonie teilnahmen. Als erstes mussten wir da ein scheussliche Zeug trinken, danach kriegten wir eine Zigarre. Dann startete die Zeremonie mit einem Gesaenge mal lauter mal leiser. Insgesamt hatte die Zeromonie 3 Abschnitte, ich kriegte leider den 3. Teil nicht mit, da ich mir die Seele aus dem Leib kotzen musste.
Jungletrip
Nach der Zeromonie liefen wir wie betrunkene und mussten so wieder eine halbe Stunde mit dem Kanu zurueckfahren. Um 02:00 Uhr morgens waren wir zurueck im Camp, wo unser Guide vor dem Verlassen des Kanu noch 2 hochgiftige Korallenschlangen entdeckte. Diese Zeromonie war eine gute Erfahrung, aber naechstes mal wuerde ich eine angenehmere Atmosphaere vorziehen.
 
Am letzten Tag gingen wir nochmals mit den Delphinen schwimmen und fuhren zu einem Aussichtsturm welchen wir hochkletterten um die Aussicht auf den Regenwald zu geniessen. Danach versuchten wir nochmals Gluecklos Piranias zu fangen, bevor wir zurueck nach Iquitos fuhren.
 
Am Tag darauf schauten wir uns nochmal den Markt an, auf welchem wir die ekligsten und unglaublichsten Sachen zu sehen bekamen.
Jungletrip
Am Nachmittag fuhr ich dann zum Hafen wo ich aufs Boot fuer nach Leticia in Kolumbien ging. Dies waren 2 weitere Tage auf dem Boot auf welchem es noch enger zu und herging als auf dem letzten. Diese 2 Tage auf dem Amazonas waren ziemlich unspektakulaer. Und so gelangte ich schliesslich nach Kolumbien.
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The Boat to Iquitos
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