Gran Sabana, Trek to Roraima

Gran Sabana Travel Blog

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Nach dem wir uns ausgiebig erholen konnten in Ciudad Bolivar fuhren wir am Montag frueh los in Richtung El Dorado. In der naehe von El Dorado uebernachteten wir auf einem Campingplatz eines Schweizers am Orinoco Fluss. Ein wenig Flussaufwaerts hat es eine alte Bruecke welche von Eiffel konstruirt wurde, daneben hat es noch eine neuere Bruecke. Bevor wir unsere Zelte aufbauten sprangen wir von der Eiffelbruecke welche immerhin 10 Meter hoch ist und liessen uns zum Zeltplatz treiben. Nach dem Zeltaufbau gingen wir nochmals zu den Bruecken, diesmal zur neueren welche mindestens 5 Meter hoeher ist als die Eiffelbruecke. Das Video von meinem Sprung koennt Ihr unter folgendem Link anschauen: http://www.
youtube.com/watch?v=3OI3qZv0Vro
 
Am naechsten morgen fuhren wir weiter und gelangten ueber eine kurvige Bergstrasse in die Gran Sabana wo wir noch einen Aussichtspunkt hochliefen mit einem super Ausblick auf ein grosses Tal. Danach gings weiter zum naechsten Campingplatz. Beim Campingplatz hatte es ein kleines huebsches Fluesschen mit einem Wasserfall und einem natuerlichen Pool, da hatte es auch die Moeglichkeit rein zu springen con ca. 7 Metern. Dies lies ich jedoch aus weil ich mich krank fuehlte. Tagsdarauf fuhren wir zu weiteren Wasserfaellen wo wir schwimmen gingen. An diesem Abend uebernachteten wir in einer Ebene wo weit und breit nichts war ausser einem Riesengebaeude, welches nur aus Saeulen und einem Dach bestand. Unter dieser Ueberdachung schlugen wir fuer diese Nacht unsere Zelte auf.
 
Am naechsten morgen machten wir einen Spaziergang in einem Fluss, ca. 2 Stunden wateten wir darin, danach spielten wir noch ein paar Wasserspiele und gingen weiter am Fluss zu Stellen mit natuerlichen Rutschen. Die ganze Flussgegend war sehr spektakulaer. Spaeter fuhren wir weiter zu einem Aussichtspunkt von welchem wir eine fantastische Aussicht und das Mittagessen genossen. Am Abend uebernachteten wir in San Francisco einer kleinen Siedlung, welcher als Ausgangspunkt fuer den Roraima Trek gilt. Den naechsten Tag verbrachte ich, noch immer Krank, im Bett, waehrend die anderen noch eine kleine Wanderung zu einem weiteren Wasserfall machten.
 
Am folgenden Morgen ging es dann auch schon los mit der Trekkingtour zum Roraima, dem hoechsten Tafelberg.
Erst mussten wir ca. 1 Stunde auf einer ziemlich abenteuerlichen Naturstrasse fahren bevor wir den Ausgangspunkt des Trekking erreichten. Dort wurden noch die ganzen Lebensmittel fuer die naechsten 7 Tage verteilt. Danach starteten wir mit ca. 15 - 20 Kg im Gepaeck die Wanderung. Am ersten Tag liefen wir ca. 4 Stunden bis zum ersten Lagerplatz. Waehrend diesen 4 Stunden mussten wir einige male Huegel rauf und runter gehen und zwischendurch kleinere Baeche ueberqueren, bei welchen wir unsere Wasserflaschen auffuellen konnten.
 
Am zweiten Tag hatten wir ebenfalls ungefaehr 4 Stunden zu laufen und zweimal mussten wir einen Fluss Barfuss durchqueren, da das Wasser Knie- bis Huefttief war. Wie am ersten Tag war es ein staendiges Auf und Ab und so ging es auch am dritten Tag weiter.
Waehrend der ganzen Wanderung hatten wir immer eine super Aussicht auf die umliegenden Tafelberge. Am Abend des zweiten Tages bekam ich noch eine 16 Haende Massage von 8 Maedels da ich mich noch immer nicht ganz von meiner Grippe oder was es auch war erholt hatte. Am Ende des dritten Tages uebernachteten wir am Fuss des Roraima mit dem Ausblick auf ein hartes Stueck Arbeit  fuer den naechsten Tag.
 
Am naechsten Tag ging es an die Besteigung des Roraima wo wir in knapp 2 Stunden die 1000 Meter Hoehenunterschied hinter uns brachten. Auf der Plattform oben hatten wir einen unvergessliche Sicht auf die Umgebung. Nach einer kurzen Erholungspause hatten wir noch ein ziemliches Stueck bis wir zu unserem "Hotel" kamen einer Hoehle wo wir unsere Zelte aufbauten. Auf dem Weg zum Hotel sahen wir einen kleinen schwarzen Frosch welcher nur auf diesem Tafelberg lebt.
Am Nachmittag liefen wir dann noch zu einer Schlucht in welcher Voegel leben, welche ziemlich spezielle Geraeusche von sich geben.
 
Die Nacht wurde saumaessig kalt auch wenn unser Schlafplatz einigermassen gut gegen den Wind geschuetzt war. Am morgen schloss ich mich der Gruppe an mit der langen Wanderung. Auf dieser Wanderung legten wir ein ziemliches Tempo hin, war so zwischen schnell gehen und joggen und das waehrend 6 -7 Stunden und immer wieder von Stein zu Stein huepfen. Man fuehlte sich auf dieser Wanderung als wuerde man einen Parcour durchlaufen. Auf diesem Weg sahen wir die unterschiedlichsten Steinformationen und gelangten dann zu einem Wasserloch wo man im eiskalten Wasser Baden konnte. Nach dem Baden ging es weiter zum 3 Laendereck Venezuela, Brasilien und Guyana wo wir uns auf den Grenzstein setzten.
Danach gings weiter zum Cristallvalley wo es tausende von Kristallen hat. In dieser Glitzerumgebung nahmen wir unser Mittagessen ein, bevor wir wieder zurueck liefen. Zurueck im "Hotel" liefen wir dann noch zur Kante des Tafelbergs wo wir einen schoenen Sonnenuntergang zu sehen bekamen. Und an der Kante legten wir uns hin und wagten einen Blick in den Abgrund welcher ca. 500 Meter beinahe senkrecht in die tiefe geht.
 
Am Tag darauf hatten wir ein grosses Stueck zu laufen und so gingen wir fruehmorgens los. Wir legten an diesem Tag ca. 2/3 der ganzen Strecke zurueck und Uebernachteten da nochmals bevor wir am letzten Tag nochmals ungefaehr 3 Stunden zu gehen hatten. Endlich wieder unten wurden wir mit Champagner und Literweise Bier erwartet und da ging die Party auch schon los...
 
Die Fauna auf den Tafelbergen ist einzigartig. Die Pflanzen und teilweise auch Tiere kommen nur auf der Hochebene vor und jeder Tafelberg unterscheidet sich wiederum von den anderen. Der Roraima ist ungefaehr 2800 Meter hoch und war eine meiner spektakulaersten Wanderungen.
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Gran Sabana
photo by: siri