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Adelaide Travel Blog

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2400 Kilometer
Mit rund 2400 Kilometern im Sitzleder bin ich nach 5 1/2 Tagen zurueck in der Zivilisation in Adelaide angekommen. Meine Outback-Erfahrungen waren vielfaeltig, eindruecklich und anstrengend. Vier Naechte schlief ich im Swag unterm Sternenhimmel und eine Nacht unterm Boden. Der Swag besteht aus einer einer dicken Aussenhuelle mit integrierter Matratze und einem Schlafsack. Bereits in der ersten Nacht ging ploetzlich eine hollaendische Kreischerei los. Die Stimmbaender beruhigten sich erst wieder, als Mike, der Tourguide, den ausgewachsenen Skorpion von unserem Schlafplatz wegschleuderte. Seine Aussage, dass das Tierchen sicher nicht wieder kommen werde, war wohl psychologisch die einzig richtige Antwort.
Watarrka I
Ich entschied mich trotz Hitze, meinen Swag auch ueberm Kopf zu schliessen und liess nur noch einen Spalt offen, um etwas Frischluft zu erhalten.
 
Waehrend unserer ersten Wanderung im Watarrka (Kings Canyon) begann es sogar etwas zu regnen. Die Farben der Sand- und Felsformationen waren in ihrer Vielfalt dennoch nicht zu uebertreffen und schoen anzuschauen. Ueber die leichte Abkuehlung war ich froh, jedoch haette es mit der Morgensonne natuerlich schoenere Erinnerungsfotos gegeben. Anschliessend fuhren, fuhren und fuhren wir dem Uluru (Ayers Rock) entgegen. Mike hatte den Bus mit 20 Insassen stets unter Kontrolle, erzaehlte uns zwischendurch spannende Geschichten ueber die Gegend und hatte auch den Kochloeffel fein im Griff. Ich staunte immer wieder, woher Mike seine Energie nahm.
Watarrka II
Er stand jeweils wie wir um 4:30 auf, machte dieselben Wanderungen und fuhr daraufhin noch 10 Stunden mit dem Bus durch das Niemandsland.
 
Und irgendwann nach Stunden vorbeiziehender Wuestenlandschaft tauchte er auf...der Uluru (Ayers Rock). Ich kannte ihn von Bildern, ihn jedoch in Realitaet vor mir zu sehen, war echt bewegend. Wir bezogen unser Camp fuer die naechsten zwei Naechte und fuhren anschliessend zum ersten Sonnenuntergang am Uluru. Es war ein richtiger Menschen-/Busauflauf. Die einen packten Campingstuehle aus, andere tranken Champagner und ich suchte mir mit Kamera und Bierchen einen etwas ruhigeren Platz. Vom Resultat habe ich ein paar Fotos runtergeladen. Am naechsten Morgen ging der Wecker bereits um 3:40 ab. Sonnenaufgang am Uluru sowie Wanderung durch die Kata Tjuta (Olgas) stand auf dem Programm.
Watarrka III
Vom Sonnenaufgang war ich allerdings etwas enttaeuscht und hatte mir ein groesseres Farbenspiel erwartet. Den meisten Fruehaufsteher ging es aehnlich. Jedoch stand ein sonnig heisser Tag bevor und es war angenehm, die Kata Tjuta unter der Morgensonne zu durchwandern (8 km). Bei Temperaturen ueber 36 Grad werden die Wanderweg geschlossen, weil in dieser Gegend Temperaturen von bis zu 50 Grad erreicht werden koennen. Tagsueber hingen wir im Camp herum und machten uns Mitte Nachmittag wieder auf die Socken, um den Uluru zu umwandern (11 km). Das war fuer mich das Highlight dieser Tour und zerrte gleichzeitig ziemlich an meinen Kraeften. Der Uluru ist wirklich ein mystischer Berg und verdient entsprechenden Respekt. Auf das Besteigen dieser heiligen Aboriginis-Staette sollte meines Erachtens verzichtet werden.
Mike
 
Nach einem weiteren Sonnenaufgang diesmal aus der Ferne von unserem Camp aus, fuhr uns Mike weitere Hunderte von Kilometern nach Coober Pedy. Dieser Ort nennt sich die Opal-Hauptstadt der Welt. Tausende von Menschen schuerften im vergangenen Jahrhundert nach diesem wertvollen Edelstein. Im Umkreis von 40 Kilometern befinden sich unzaehlige kleinere und groessere Maulwurfshuegel, welche die Gegend wie nach einem anderen Planeten aussehen lassen. Die Einwohner schlafen wegen der Hitze unterm Boden. Wir taten es mit ihnen gleich und schliefen im Bunkerhouse. Heute leben noch etwas 3500 Einwohner mit 45 verschiedenen Nationalitaeten in Cobber Pedy (Aboriginal-Begriff fuer "weisser Mann im Loch"). Wir besuchten das interessante Minen-Museum und machten uns mit Pizza-Essen und Pub-Besuch einen gelungenen Abend.
Niemandsland
 
Am naechsten Morgen statteten wir einer Kaenguruh-Rehastation einen kurzen Besuch ab und fuhren ein paar Stunden bis nach Port Germain, wo wir zum letzten Mal unseren Swag auspackten. Mike zauberte ein leckeres Kaenguruh-Curry (Gruss an Rehastation) aus dem Kochtopf und nach Mitternacht legte ich mich schlafen. Es haette die laengste Nacht werden sollen, weil bis Adelaide nur noch 300 Kilometer zu fahren waren und ausschlafen angesagt war. Mein Schlaf dauerte jedoch keine 3 Stunden bis mich ploetzlich Taschenlampen und wirres Gerede aus den Uluru-Traeumen rissen. Ich befreite mich aus dem Swag, in welchem ich mich infolge starkem Wind dicht eingemurmelt hatte. Im Halbschlaf verstand ich erst nicht gleich was los war, stellte sodann schnell fest, dass mein Tagesrucksack mit Kamera, Natel, MP3-Player, Sonnenbrille etc.
Uluru im Abendlicht
nicht mehr am Kopfende meines Swags lag. Meine Swag-Nachbarin vermisste ebenso ihren Tages- und sogar den Hauptrucksack. Wir glaubten an einen schlechten Scherz und liefen wie von einer Wespe gestochen in der Gegend herum. Nach und nach erwachten mehrere Personen und stellten fest, dass ihnen Paesse, Kameras, Kreditkarten etc. gestohlen wurden. Pass, Kreditkarten usw. hatte ich zwei Tage zuvor von meinem Tages- in den Hauptrucksack gewechselt: zum ersten Mal waehrend meiner Reise! Ploetzlich rief jemand etwas am Boden aufgefunden zu haben. Ich traute meinen Augen nicht, denn es handelte sich um Material aus meinem Rucksack...unter anderem lag die Kamerahuelle am Boden. Den Moment, als ich feststellte, dass die Kamera noch im Etui lag, werde ich auch nicht so schnell vergessen.
Sonnenuntergang
 
Nun war als das eingetreten, was einem eine Reise so ziemlich vermiesen kann. An einen Happybett-Schlaf war natuerlich nicht mehr zu denken und irgendwann gegen den Morgen traf dann die Polizei ein, welche von allen Betroffenen einen Rapport aufnahm. Ich war sehr froh, noch meine Kamera und die Wertpapiere/Karten zu besitzen und dass ich nicht aufgeweckt wurde, als der Langfinger neben mir vorbeilief. Die Stimmung an diesem letzten Tag war sichtlich bedrueckt und jeder wollte diesen Ort raschmoeglich verlassen. Gegen Mittag meldete sich die Polizei, dass diverse Artikel neben einer Strasse gefunden wurden. Es kam mir vor, wie das Warten aufs Christkind, stellte jedoch keine grossen Erwartungen und hoffte vor allem fuer meine Swag-Nachbarin - welche ohne nichts da stand -, dass sie ihren Hauptrucksack wieder zurueckerhaelt.
3:40 Tagwach und warten auf Sonne
Die frohe Nachricht vorweg, sie hat ihre Kleider wieder und mir bescherte das Christkind einen Rucksack, eine Sonnenbrille (Hardegger Optik, Malters - von uns duerfen sie etwas erwarten!) und ein USB-Kabel! :-) Somit stehe ich nun ohne MP3-Player dafuer mit einem Kabel da. Muss immer wieder darueber lachen und werden nun meine Reise wiederum ohne Musik fortsetzen. Das Natel ist natuerlich auch weg, weshalb ich mich bereits dafuer entschuldige, wenn ich den einen oder anderen Geburi vergessen sollte. Weihnachts-, Neujahrs- oder Geburi-SMS sind somit leider kein Thema mehr. Einen Dank an meine Kollegen bei der Zurich, welche sich unbuerokratisch und rasch diesem Schadenereignis angenommen haben.
 
Nach diesen emotional intensiven 5 1/2 Tage, welche ich trotz allem in guter Erinnerung behalten werde, bin ich seit 2 Tagen in Adelaide, wo ich bis Ende Woche bleiben werde.
Sonnenaufgang
Ich war bereits shoppen und habe mir das eine oder andere Gestohlene wieder angeschafft. Es gibt einen tollen Park und das Meer ist mit dem Tram auch nicht weit entfernt. Besonders amuesant finde ich es, in der belebten Fussgaengerzone dem wilden Treiben vom Christmas-Shopping zuzuschauen. Wuensche einen frohen 4. Advent!
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2400 Kilometer
2400 Kilometer
Watarrka I
Watarrka I
Watarrka II
Watarrka II
Watarrka III
Watarrka III
Mike
Mike
Niemandsland
Niemandsland
Uluru im Abendlicht
Uluru im Abendlicht
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
3:40 Tagwach und warten auf Sonne
3:40 Tagwach und warten auf Sonne
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Uluru im Morgenlicht
Uluru im Morgenlicht
Imposant
Imposant
Kata Tjuta
Kata Tjuta
Uluru-Umwanderung
Uluru-Umwanderung
Klein und Gross
Klein und Gross
Richtig, ein weiterer Sonnenunterg…
Richtig, ein weiterer Sonnenunter…
Wueste im Sonnenuntergang
Wueste im Sonnenuntergang
...
...
...
...
Opalstadt der Welt
Opalstadt der Welt
Achtung, Achtung!;-)
Achtung, Achtung!;-)
Wohnzimmer fuer Einheimische
Wohnzimmer fuer Einheimische
Unterkunft fuer Touris
Unterkunft fuer Touris
Coober Pedy
Coober Pedy
Salzsee
Salzsee
Mittagslunch
Mittagslunch
Tatort
Tatort
Weihnachten 13.12.09
Weihnachten 13.12.09
Zentrum Adelaide
Zentrum Adelaide
Eine von vielen
Eine von vielen
Stadtfluss mit Konzerthaus
Stadtfluss mit Konzerthaus
Weihnachts-Shopping bei 36 Grad
Weihnachts-Shopping bei 36 Grad
Spiegelbild
Spiegelbild
Lichtspiel
Lichtspiel
Froher 4. Advent!
Froher 4. Advent!
39 Grad im Schatten!
39 Grad im Schatten!
Schulferien
Schulferien
Zurueck am Meer
Zurueck am Meer
Glenelg (20 Minuten von Adelaide)
Glenelg (20 Minuten von Adelaide)
Adelaide
photo by: shirlan