Dschungel-Tour

Tanah Rata Travel Blog

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Wie geplant, sind wir heute morgen frueh aufgestanden und direkt mit gepackten Sachen zum Treffpunkt fuer unsere Tagestour gegangen. Ein amerikanischen Fruehstueck gab es direkt neben dem Kang Tours office, sodass wir im Anschluss nur noch schnell ein paar Dinge fuer den Tag einkaufen mussten. Abgeholt wurden wir mit einen Jeep, der bereits drei Gaeste an Bord hatte. Zu fuenft sind wir auch geblieben, was sich als eine sehr angenehme Groesse fuer eine solche Tour herausstellte. Nach einer ungefaehr 30minuetigen Fahrt, sammelte unser Guide einen Orang Asli (so heissen hier die Eingeborenen) aus einem nahegelegenen Orang Asli Dorf ein und weiter ging es offroad. Eine sehr turbulente Fahrt durch Riesenpfuetzen, schlammige Haenge immer weiter die Berge hinauf.
An einer Lichtung angekommen ging es zu Fuss weiter. Die Rafflesia waechst nur an ganz bestimmten Stellen im Jungle, sodass man laengere Fusswege in Kauf nehmen muss um eine sehen zu koennen. Wobei der Weg dorthin fast noch spannender war als die Blume an sich. Ueber kleine Bambusbruecken, durch Baeche, unter und ueber Baumstaemme, steile schlammige Anstiege gings immer tiefer in den Dschungel. Uns wurden wild wachsende Orchideen und perfekt getarnte Rieseninsekten gezeigt, die keiner von uns ahnunglosen Touristen ueberhaupt entdeckt haette. Nach ca. einer Stunde hatten wir die Blume, die eigentlich ein Pilz ist, erreicht. "Unsere" mass im Durchmesser ungefaehr 70cm, auch bis zu 1m ist moeglich. Nach zig Fotos neben der Blume rochen wir scheinbar mindestens genauso anziehend auf Fliegen, wie die Blume selbst.
Was sich auch nach hunderten von Metern nicht aenderte. Auf dem Rueckweg machten wir einen kleinen Stopp an einem Wasserfall, in dem gebadet werden durfte. Der naechste Stopp war das vorhin erwaehnte Orang Asli Dorf. Die Orang Asli gelten als die Ureinwohner Malaysias und leben im Verhaeltnis zu ihren Zeitgenossen noch recht urspruenglich in auf Stelzen gebauten Holzhaeusern. Von der Regierung haben sie das Recht erhalten (!) den Urwald wie jeher fuer sich nutzen zu duerfen, d.h. sie duerfen weiterhin jagen und geschuetze Pflanzen fuer ihre Beduerfnisse ernten. Aus der Rafflesiaknospe kochen sie beispielsweise eine Medizin, die den Woechnerinnen verabreicht wird. Einer der Dorfbewohner demonstrierte uns den Umgang mit dem Blasrohr, ihrer Jagdwaffe, bevor wir uns selber an der Zielscheibe versuchen durften.
 
Da die anderen drei Teilnehmer nur eine Halbtagestour gebucht hatten, waren wir fuer den Rest des Tages alleine mit unserem Guide unterwegs. Zunaechst ging es weiter zur BOH Tea Plantage. Im Grossen und Ganzen war dieser Stopp, genau wie die  Erdbeerplantage am Ende der Tour, eher ein Versuch die Touristen zum kaufen von Tee und Erdbeeren zu ermuntern. Die Fuehrung durch die Prozesshalle der Teeverarbeitung war SEHR kurz, wenig informativ und haette man sich sparen koennen. Trotzdem waren wir gute Touristen und der Plan ist voll aufgegangen. Vier Stueck Kuchen und zwei Kannen Tee auf der Terasse mit wunderschoenem Blick auf die Plantagen und ein Paeckchen frische Erdbeeren, sowie zwei grosse Erdbeermilchshakes gegen Ende des Ausflugs.
Achja, das Miniblasrohr fuer den Hausgebrauch nicht zu vergessen, das ich bereits im Orang Asli Dorf erstanden hatte.
Die Butterfly-Farm, die wir uns eigentlich erst sparen wollten, da wir sie fuer langweilig hielten, erwies sich doch als sehr amuesant. Neben Schmetterlingen, gab es noch zahlreiche andere Insekten, die wie in einem Streichelzoo aus den Terrarien geholt und, da ich mich vehement weigerte, Alex auf die Schulter gesetzt oder an die Brust gehangen wurden. Vom Hornfrosch, ueber Gekos, bis hin zu Gottesanbeterinnen und Riesenkaefern, nahm alles mal auf Alex Platz. Beim Skorpion wich dann doch seine Gesichtsfarbe ein wenig, aber er hat tapfer durchgehalten. :)
Insgeamt war es ein toller Tag! Nachdem wir zurueck im Hostel erstmal in einen totenaehnlichen Schlaf gefallen sind, hat uns der Hunger doch noch mal aus dem Haus getrieben. Es gab indisch vom Bananenblatt. Danach sind sind wir noch in ein Internetcafe, um unseren Blog weiter zu schreiben. Wie erfolgreich wir dabei waren kann ich nicht mehr sagen.
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Tanah Rata
photo by: o_mendfornd