Nest mit Loch....
January 29, 2009
Hab ich gesagt Be´er Sheba sei ein Nest? Meine Güte..... Nach einer zweistündigen Busfahrt kommt der Bus mit mir als letztem Fahrgast in Mitzpe Ramon an. Endhaltestelle, von hier aus geht es nur noch wieder zurück. Ein paar Häuser, sonst nix. Ich frage den Busfahrer, in welcher Richtung denn das Stadtzentrum liegt. Da lacht der nur......
Ich sammle also mein Gepäck ein, der Bus dreht und verschwindet in einer Staubwolke... Ich stehe zwischen ein paar Plattenbauten mitten in der Wüste und in alle Richtungen ist nix. Auch kein Krater... Mitzpe Ramon hat so etwa 1000 Einwohner und die höchste Arbeitslosenquote im ganzen Land. So sieht es hier auch aus. Fehlt eigentlich nur noch der Ginsterbusch, der über die Straße geweht wird, während der Bus am Horizont verschwindet.
Mir fällt die Geschichte aus dem Reiseführer ein: Ein englischer Jude kommt nach Mitzpe Ramon. "Herr!" ruft er, "Herr, in was für einen gottverlassenen Ort hast du mich geführt?" "Mach doch einfach das was du immer machst, bau ein Hotel!" antwortet Gott.
"Hier ist doch nichts, überhaupt nichts, wieso ein Hotel?" fragt der Jude.
"Hier habe ich vor 20 Millionen Jahren diesen tollen Krater geschaffen, ist das denn nichts? Bau ein Hotel!" sagt Gott.
Also baut der Jude ein Hotel und siehe da, der Laden brummt mit Touristen, die wandern, klettern und gucken wollen. Das bischen Stadt was es hier gibt, lebt ausschließlich vom Tourismus. Gott hätte aber auch noch Restaurants, Supermärkte und so weiter in Auftrag geben können.... Und das angebliche Hotel aus der Geschichte ist seit Jahren auch schon wieder zu.... Und der Krater? Wo ist das Ding? Auch zu?
Nach einer Weile entdecke ich zwischen den Plattenbauten ein Café mit so ca. 20 Sitzplätzen. Hoffentlich haben die ein WLan!
Nein sagt der Gastronom, Wlan haben sie noch nicht. Mit Betonung auch NOCH...
Mist....
Ich fahre das Netbook trotzdem hoch und siehe da, vier WLan Netze und zwei davon sogar offen! Google Earth gestartet und das Visitor Center des Ramonkraters gesucht. GPS-Koordinaten in den Garmin gefüttert und los. GPS sagt, das Center liegt 500 Meter hinter mir. Also wohl hinter der Hügelkuppe.
Kaffee ausgetrunken und los, mitten zwischen den Plattenbauten durch. Auf den Hügel rauf und ich bekomme fast n Herzinfarkt. Oben auf dem Hügel angekommen geht es so hundert Meter tief fast senkrecht runter, ich stehe direkt am Rand des Ramon Kraters. Der Anblick ist fantastisch. Der Krater ist drei Kilometer breit und elf lang, wenn ich das richtig geslesen habe. Und ist ca 300 Meter tief. Alter, und da soll einem nicht schwindelig werden. Es gibt sogar für die ganz Mutigen eine Rampe, die über den Kraterrand rausragt.
Nachdem ich die Aussicht eine Weile genossen habe mache ich mich auf die Suche nach der Jugendherberge, die in der Nähe des Visitor Centers liegen soll. Im Visitor Center weist man mir auch freundlich den Weg und schon nach kurzer Zeit stehe ich unter dem Schild der Herberge. Und zwar vor einem verrammelten Tor das zweifach mit schweren Schlössern abgeschlossen ist. Abgeschlossen in einer Art, die nicht sagen will "Sorry, wir sind grade mal eben Essen" sondern eher "Hier ist zu, geschlossen, verriegelt, njente, nada, gehen Sie weg!!"
Ups.... das ist die einzige Herberge hier, es gibt noch einen Campingplatz im Krater, aber der ist 10 Km entfernt und ich hab noch nicht mal ein Zelt. Hotel oder sowas ist auch Fehlanzeige. Was nun? Busse fahren wahrscheinlich auch nicht mehr. Mist...
Aber Glück gehabt! Nachdem ich ein paar paar Minuten ratlos vor dem Tor gestanden habe komme ich auf die Idee, einmal um die ziemlich große Herberge herumzugehen. Und siehe da, hinten ist ein Tor und das steht offen. Und wenn man da durch geht und am Zaun entlang wieder zum abgeschlossenen Tor zurück, dann steht man plötzlich vor dem Eingang. Na toll. Zimmer ist zwar etwas teuer und ich habe in meinem 6er Schlafraum auch augenscheinlich noch einen Mitbewohner, aber dafür ist die Anlage ziemlich nett. WLan gibts in dem Lannden allerdings nicht. Also noch mal zurück in das Café vom Anfang und Tagebuch updaten. Allerdings habe ich die Kamera vergessen und daher gibts die Bilder zu diesem Eintrag erst morgen!
Ich werde jetzt noch ein bischen durch die Gegend wandern und den Sonnenuntergang am Krater bewundern!
Tüss!
Ich sammle also mein Gepäck ein, der Bus dreht und verschwindet in einer Staubwolke... Ich stehe zwischen ein paar Plattenbauten mitten in der Wüste und in alle Richtungen ist nix. Auch kein Krater... Mitzpe Ramon hat so etwa 1000 Einwohner und die höchste Arbeitslosenquote im ganzen Land. So sieht es hier auch aus. Fehlt eigentlich nur noch der Ginsterbusch, der über die Straße geweht wird, während der Bus am Horizont verschwindet.
Mir fällt die Geschichte aus dem Reiseführer ein: Ein englischer Jude kommt nach Mitzpe Ramon. "Herr!" ruft er, "Herr, in was für einen gottverlassenen Ort hast du mich geführt?" "Mach doch einfach das was du immer machst, bau ein Hotel!" antwortet Gott.
"Hier ist doch nichts, überhaupt nichts, wieso ein Hotel?" fragt der Jude.
"Hier habe ich vor 20 Millionen Jahren diesen tollen Krater geschaffen, ist das denn nichts? Bau ein Hotel!" sagt Gott.
Also baut der Jude ein Hotel und siehe da, der Laden brummt mit Touristen, die wandern, klettern und gucken wollen. Das bischen Stadt was es hier gibt, lebt ausschließlich vom Tourismus. Gott hätte aber auch noch Restaurants, Supermärkte und so weiter in Auftrag geben können.... Und das angebliche Hotel aus der Geschichte ist seit Jahren auch schon wieder zu.... Und der Krater? Wo ist das Ding? Auch zu?
Nach einer Weile entdecke ich zwischen den Plattenbauten ein Café mit so ca. 20 Sitzplätzen. Hoffentlich haben die ein WLan!
Nein sagt der Gastronom, Wlan haben sie noch nicht. Mit Betonung auch NOCH...
Mist....
Ich fahre das Netbook trotzdem hoch und siehe da, vier WLan Netze und zwei davon sogar offen! Google Earth gestartet und das Visitor Center des Ramonkraters gesucht. GPS-Koordinaten in den Garmin gefüttert und los. GPS sagt, das Center liegt 500 Meter hinter mir. Also wohl hinter der Hügelkuppe.
Kaffee ausgetrunken und los, mitten zwischen den Plattenbauten durch. Auf den Hügel rauf und ich bekomme fast n Herzinfarkt. Oben auf dem Hügel angekommen geht es so hundert Meter tief fast senkrecht runter, ich stehe direkt am Rand des Ramon Kraters. Der Anblick ist fantastisch. Der Krater ist drei Kilometer breit und elf lang, wenn ich das richtig geslesen habe. Und ist ca 300 Meter tief. Alter, und da soll einem nicht schwindelig werden. Es gibt sogar für die ganz Mutigen eine Rampe, die über den Kraterrand rausragt.
Nachdem ich die Aussicht eine Weile genossen habe mache ich mich auf die Suche nach der Jugendherberge, die in der Nähe des Visitor Centers liegen soll. Im Visitor Center weist man mir auch freundlich den Weg und schon nach kurzer Zeit stehe ich unter dem Schild der Herberge. Und zwar vor einem verrammelten Tor das zweifach mit schweren Schlössern abgeschlossen ist. Abgeschlossen in einer Art, die nicht sagen will "Sorry, wir sind grade mal eben Essen" sondern eher "Hier ist zu, geschlossen, verriegelt, njente, nada, gehen Sie weg!!"
Ups.... das ist die einzige Herberge hier, es gibt noch einen Campingplatz im Krater, aber der ist 10 Km entfernt und ich hab noch nicht mal ein Zelt. Hotel oder sowas ist auch Fehlanzeige. Was nun? Busse fahren wahrscheinlich auch nicht mehr. Mist...
Aber Glück gehabt! Nachdem ich ein paar paar Minuten ratlos vor dem Tor gestanden habe komme ich auf die Idee, einmal um die ziemlich große Herberge herumzugehen. Und siehe da, hinten ist ein Tor und das steht offen. Und wenn man da durch geht und am Zaun entlang wieder zum abgeschlossenen Tor zurück, dann steht man plötzlich vor dem Eingang. Na toll. Zimmer ist zwar etwas teuer und ich habe in meinem 6er Schlafraum auch augenscheinlich noch einen Mitbewohner, aber dafür ist die Anlage ziemlich nett. WLan gibts in dem Lannden allerdings nicht. Also noch mal zurück in das Café vom Anfang und Tagebuch updaten. Allerdings habe ich die Kamera vergessen und daher gibts die Bilder zu diesem Eintrag erst morgen!
Ich werde jetzt noch ein bischen durch die Gegend wandern und den Sonnenuntergang am Krater bewundern!
Tüss!
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Youth hostel close to Ramon Crater
The hostel is two minutes walk from the Ramon Crater and the visitors center. Spectacular view on the Crater. Friendly staff, good breakfast, clean and modern facilities.
Great base for hiking tours in and around the crater. 130 Shekel per night in a dormitory including breakfast. Good value for money.
Great base for hiking tours in and around the crater. 130 Shekel per night in a dormitory including breakfast. Good value for money.









