Von Omodos nach Polis (Tag 8)

Polis Travel Blog

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Um 8h30, noch vor dem Frühstück, fahren wir mit Stavros, dem Besitzer unserer aktuellen Unterkunft "Stou kir Yannis", auf einen seiner Weinberge. Er hat vor kurzem ein Feld neu bepflanzt und die Sprösslinge scheinen ganz gut zu gedeihen. Zurück in der Unterkunft frühstücken wir (relativ wenig, nach der ausgiebigen Meze gestern...), packen, zahlen und verlassen mit etwas schwerem Herzen Omodos; nach der ersten, etwas unglücklichen Nacht hat es uns am Ende sehr gut in diesem kleinen Dorf gefallen!
Nach kurzer Fahrt halten wir schon wieder in Pano Platres, um am Straßenrand Schnaps, Glyko (eingelegte Früchte, in unserem Fall Kirschen) und frischen Kirschen zu kaufen. Der Sohn der alten Dame, die uns die Sachen verkauft, ist zwar auch schon Rentner, er war aber für kurze Zeit in Deutschland und erzählt uns ein paar interessante Dinge über die gekauften Lebensmittel.
Das erste Ziel unserer Fahrt soll das Kloster Kykko sein: von Pano Platres aus geht es nun bis fast zur Küste immer durch, Kiefern-, Zedern- und sonstigen Wald. Kykko ist nicht extrem groß, hat aber beeindruckende Fresken und Mosaike, so wie eine reichlich verzierte Kirche; da das anschlossene Museum 5,-€ Eintritt kostet, sparen wir uns die Besichtigung. Nach einem kurzen Mittagessen kaufen wir noch eine lokale Spezialität: von weichem Traubensaft umhüllte und auf Fäden aufgespannte Mandeln (wieder einmal: lecker!).
Etwa 20km vom Kloster Kykko entfernt liegt das sogenannte Cedar Valley, das "Tal der Zedern": laut Baedecker-Reiseführer soll es über Schotterpisten gehen, tatsächlich fahren wir die meiste Zeit über zwar schmale, aber bestenes geteerte Strassen.
Das Gebiet wäre sehr schön zum Wandern, ist (größtenteils) menschenleer und dicht bewaldet und bergig. Wir haben nur einen kurzen Zwischenstopp (zum Vogel fotografieren und einem Gespräch mit einem englischen Päärchen).
Unser nächstes Ziel ist die Forst-/Feuerwach-Station "Stavros tis Psokas" an der wir uns in einem Gehege gehaltene Urschafe - "Mufflons" - ansehen. Von hier aus geht es nun immer bergab, relativ eintönig über kurvenreiche Straßen (35km) bis an die Küste nach Polis.
Nach etwas Suchen finden wir unser etwas ausserhalb gelegenes Hotel "Natura Beach". Es ist schon fast ein Kulturschock: ein "richtiges" Hotel gegenüber den vorherigen Privatunterkünften (die auch beide sehr schön waren!). Die 60 Zimmer verteilen sich auf drei Gebäude, von denen nur das Hauptgebäude dreistöckig ist. Wir packen aus, essen im Hotel zu Abend (haben schliesslich Halbpension ;-) und fallen nach einem wiederum lang Tag müde ins Bett.
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Polis
photo by: cvanzoen