Winkend durchs zentrale Hochland

Da Lat Travel Blog

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Motorrad und ich
Bin eigentlich in Lak Lake ein Stueck noerdlich von Da Lat, aber da wird von Google-Maps die Markierung falsch gesetzt...

Nach dem Fruehstueck vor dem Hotel mit Hinh (28, verheiratet) getroffen. Haben meine Sachen auf seinem nagelneuen Motorrad verstaut und uns auf den Weg zur Seilbahn gemacht, zu der ich eigentlich gestern schon wollte. Hatte etwas spektakulaereres erwartet, was die Hoehe angeht, da alle Reisefuehrer das so eindrucksvoll beschreiben. Aber wie gesagt...die Gegend hat was von Schwarzwald. Den Sommerpalast von Bao Dai hab ich mir gespart, nachdem ich ihn von aussen gesehen hab. Anschliessend sind wir mit kurzen Zwischenstops bei einer Blumenzucht zu einem Cafe bei dem man bewundern konnte, wie die Leute hier Reiswein machen (hab ich schon erwaehnt, das zu allem was kein Bier ist, aber Alkohol, Wein gesagt wird.
Seidenraupenmama bei der Nachzucht
..auch wenns ein Schnaps ist?) und Pilze zuechten. Da haben wir den Kaffee probiert, der hier in Huelle und Fuelle angebaut wird (Vietnam ist in diesem Jahr Kaffeeexporteur Nummer 1 in der Welt, weil in Suedamerika die Ernte schlecht war.), und eine Passionsfrucht gegessen. Dieses Cafe sowie die naechsten Stops, eine Seidenfabrik, in der man den Prozess von der Raupe bis zum Stoff verfolgen konnte, und der Elefantenwasserfall gehoerten offensichtlich zum Standardprogramm aller Ausfluegler aus Dalat. Auf jeden Fall war das halbe Hotel da und die Haelfte aller anderen Hotels. War troztedem sehr schoen und interessant.

Nach dem Wasserfall wars Zeit fuers Mittagessen. Da Hinhs Familie auf dem Weg Richtung Lak Lake wohnt, hat er uns da zum Mittagessen eingeladen.
Elefanten Wasserfaelle
War sehr lecker und auf jeden Fall authentischer als in den Strassenrestaurants fuer die Tagesausfluegler. Haben nach dem Essen ein bisschen Gitarre gespielt und sind dann weiter nach Norden. Gegen 14 Uhr hat es angefangen zu regnen, ca 14:05 Uhr war ich trotz Regenjacke nass bis auf die Knochen. Dummerweise war eine ganze Weile keine Moeglichkeit sich unterzustellen. Eine halbe Stunde spaeter waren wir dann in dem Dorf in dem Hinhs Frau als Lehrerin arbeitet. Die haben wir auf einen kurzen Kaffee getroffen und sind dann pitschnass weiter, als der Regen nachgelassen hat. Ca eine Stunde spaeter war ich wieder halbwegs trocken. Bis auf meine Schuhe...die hab ich spaeter ausgezogen, hinten ans Motorrad gebunden und die Nacht ueber vor einem Ventilator trocknen lassen.
Mittags bei Hinhs Familie


Wenn man durchs zentrale Hochland faehrt kommt man hauptsaechlich an Kaffeeplantagen vorbei und ab und zu durch ein Dorf, wo einem von den Einwohnern zugewunken wird. Habe fleissig zurueckgewunken. Haette auch gern mal angehalten, aber wir waren spaet dran und wenn man nur kurz auf einen Tee bleiben moechte kann gut ein Nachmittag draus werden. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir das Jun Village am Lak Lake erreicht. Ein Dorf, das von der Minoritaet der Mnong bewohnt wird, die beruehmt sind fuer die Zucht von Elefanten und ihre Langhaeuser. Das Dorf liegt direkt am See der traditionell mit Elefanten durchquert wird. Ein Sonnenuntergang mit einem Elefant, der direkt vor einem aus dem See steigt ist mal was anderes. Leider hab ich mich mit einer deutschen Touristengruppe verquatscht, so dass ich nicht zum fotografieren gekommen bin.
Bambusbruecke


Wir haben unsere Sachen in eines dieser Langhaueser geschafft, in dem wir uebernachten wollten. Ein Langhaus steht auf Stelzen, um die Tiere (Hunde, Schweine, Huehner, Enten, Elefanten...und alle rennen durcheinander unter den Haeusern durch) fern zu halten, und besteht aus genau einem Raum. Der Teil zu der Familie, die eigentlich da wohnte, war durch einen Vorhang abgetrennt. Hinh und ich hatten den groesseren Teil. Vor dem Schlafen gabs in der Kneipe am Dorfanfang etwas zu essen. Ich war zwar noch satt vom Mittag, aber der Fisch und die Fruehingsroellchen waren sehr lecker. Waehrend ich so am essen war kam Hinhs bester Freund Diem mit seinem Tourist Marc aus Australien. Wir haben die beiden vormittags schon oft getroffen. Diem hat sich als erstes zwei Huehnchen ausgesucht, diese vor Marcs Kamera geschlachtet und lecker mariniert. Dann kam das Fleisch in kleinen Stueckchen auf dem Tischgrill und der Rest (Koepfe, Fuesse und Innereien) in eine Suppe, die es nach dem Fleisch zu essen gab. Insgesamt hab ich an dem Abend 4 Stunden am Stueck gegessen.

Hab dann seelig geschlafen, nachdem Oropax mich von Hundegebell und Hinhs schnarchen befreit hat.
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Motorrad und ich
Motorrad und ich
Seidenraupenmama bei der Nachzucht
Seidenraupenmama bei der Nachzucht
Elefanten Wasserfaelle
Elefanten Wasserfaelle
Mittags bei Hinhs Familie
Mittags bei Hinhs Familie
Bambusbruecke
Bambusbruecke
Elefanten aus dem See
Elefanten aus dem See
Da Lat
photo by: Biedjee