Zweitaegiger Trekking Trip im Khao Sok National Park

Surat Thani Travel Blog

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Ready for the trip
Eigentlich wollten wir nur einen Tag im 646 km2 grossen Khao Sok National Park verbringen, doch begeisterte Traveller ueberzeugten uns, die 2 Tagesdschungeltrekkingtour mit Zeltuebernachtung zu buchen. Zusammen mit Thomas + Christina (Deutschland), Rachel + Nik (England) und unserem Fuehrer Kiam fuhren wir zunaechst zu dem riesigen Stausee (Ausdehnung bis zu 165 km), der eine Stunde von unserem Resort entfernt lag.
Kiam nahm seinen kleinen 15jaehrigen Cousin Bia mit auf die Tour. Er ist gerade mit der Schule fertig und soll nun vielleicht auch Tourguide werden. Kiam selber erzaehlte uns, dass er mit 15 zunaechst als illegaler Fischer in Malaysia arbeiten musste und dort fast im Gefaengnis gelandet waere. Trotz der besseren Jobaussichten war Bia aber genauso aufgeregt wie wir.

Bei der ca 45 minuetigen Ueberquerung des Stausees, bei dessen Erbauung 1980 ca. 900 Menschen zwangsumgesiedelt wurden, konnten wir bereits Flughunde und Warane bestaunen. Umsaeumt wurde der See von bewaldeten Kalksteinformationen, die teilweise bis zu 960 m hoch sind.
Die Aussicht war derart beeindruckend, dass es schon fast unwirklich war. Wir fuehlten uns wie in einem Film...die Dinosaurier von Jurassic Park haetten perfekt in diese grandiose Kulisse gepasst.
Unser Mittagessen nahmen wir auf einer schwimmenden Bungalowanlage ein, die weniger Hartgesottenen als Nachtlager dient. Wir hatten uns jedoch fuer die Zeltalternative entschieden. So hatten wir zwar ein Zelt und unsere duennen Schlafsaecke, aber weder Iso noch Luftmatratze. Ein wenig skeptisch waren wir schon, aber letztlich haben wir auf dem harten Boden bis dato am besten schlafen koennen.
Our Camp

Das Camp errichteten wir neben einem kleinen Fluss. Um dorthin zu gelangen, mussten wir bereits mit allem Gepaeck durch huefthohes Wasser waten...und auf den schlammigen Wegen warteten auch bereits die ersten Blutegel. Mich haben an beiden Tagen vier Stueck erwischt. Zwei hatten noch nicht angebissen und liessen sich schnell entfernen. Die anderen beiden hatten aber bereits angedockt (mit Vorliebe direkt an kleinen Wunden), so dass die Stellen nach dem Abziehen noch recht lange nachbluteten. Aber auch das war weniger schlimm als befuerchtet. Den Ekel vor Insekten und Co legt man erstaunlicherweise sehr schnell ab.
Nachdem die Zelte aufgebaut waren, relaxten wir Maedels, waehrend die Maenner auszogen, um Bambus zu faellen. Der alte Bambus fuer das Lagerfeuer, junger Bambus zum Herstellen der Kochutensilien, Becher und Teller.
Dinner
Kiam zauberte ein richtiges Festmahl mit Huehnchen in allen Variationen...gebraten, mit gruenem Curry, mit suess sauer Sosse und gegrillt. Der Reis wurde in grosse Blaetter gewickelt und in den Bambusroehren gegart. Gegessen wurde ebenfalls aus halbierten Bambusroehren. Besser als jedes Einweggeschirr und v.a biologisch abbaubar.
Gestaerkt ging es dann auf Nachtsafari...ab durch Schlamm, Baeche und tiefere Fluesse..immer mit Kontrollblick auf die blossen Beine und Fuesse wegen moeglicher Blutegelattacken. Sehen konnten wir v.a kleinere Tiere wie Geckos, Flugeidechsen, Kaefer, Spinnen und Gluehwuermchen. Aber auch eine Python keruzte unseren Weg.
Ganz besonders war der Geruch des Regenwaldes (der aus einem 160 Mio Jahre alten Oekosystem stammt): Wuerzig und ein wenig modrig, aber dennoch frisch.
Die Gerausche klangen teilweise so schrill und metallisch, als kaemen sie von einer Maschiene. Es ist schon erstaunlich, dass die Natur selbst derart kuenstliche Klaenge produzieren kann.
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Ready for the trip
Ready for the trip
Our Camp
Our Camp
Dinner
Dinner
Yummi!
Yummi!
Surat Thani
photo by: newtampo