Elefant & Friends

Kanchanaburi Travel Blog

 › entry 16 of 20 › view all entries

Einer der letzten Hoehepunkte unserer Reise durch Thailand ist sicherlich der Besuch des Elefantencamps <Elefant & Friends> in der Provinz Kanchanaburi. Gegruendet wurde das Camp von einer jungen Belgierin, Dominique, und ihrem thailaendischen Mann Poth. Zuvor hatten beide als Mahouts (Elefantenfuehrer) in Nordthailand gearbeitet und miterlebt, wie dort viele Elefanten fuer die Tourismusindustrie ausgebeutet wurden. Viele Mahouts ziehen mit ihren Elefanten auch nach BKK, wo sie ab und an von Touristen eine Banane bekommen. Doch benoetigt ein Elefant pro Tag ca. 200 l Wasser und bis zu 200 kg Futter. Es ist offensichtlich, dass dies in einer Metropole wie BKK nicht zu verwirklichen ist.

Die Idee des Camps ist es, solche alten, kranken und oftmals halb verhungerten Elefanten auszuloesen und ihnen hier die wohlverdienten <Golden Days> zu ermoeglichen.

Zunaechst gab es hier nur drei Elefanten, doch gestern gab es einen Neuzugang aus drei weiteren Elefanten. Faszinierend ist, dass sie sich ohne Probleme in die bestehende Gemeinschaft einfuegen. Sidoh, der einzige Mann, freut sich jedenfalls sehr, nun einen Harem von fuenf Damen um sich zu haben.

Neben uns sind hier noch ein Schwede, ein Schotte und eine Kanadierin.Wir verbringen den ganzen Tag mit der thailaendischen Familie und den Mahouts, die hier arbeiten. Besonders ins Herz geschlossen haben wir die kleine Airee, die Tochter der Belgierin, die dieses Fruehjahr ganz ploetzlich an einer Leberkrankheit verstorben ist.

Als wir gestern zum ersten Mal die Elefanten gesehen haben, erschraken wir ziemlich vor ihrer Groesse. Irgendwie hatten wir sie uns etwas kompakter vorgestellt.

Man freundet sich schnell damit an, behaelt aber doch Respekt vor diesen grossen Tieren.Als heute morgen beim Zaehneputzen der erste Elefant neben mir stand, war es schon fast normal.

Der Tagesablauf sieht hier wie folgend aus: 7 Uhr aufstehen und fruehstuecken, dann werden die Elefanten von ihrer Schlafstaette aus dem Dschungel zum Kwai Fluss gebracht, in dem sie gebadet werden. Anschliessend ab zureuck ins Camp. Gegen Mittag geht es mit dem Pick Up in die naechste Bananenplantage, in der Unmengen an Futter zu schlagen sind. Abends gibt es noch eine kleine Planschrunde und einen kurzen Ausritt.  Alles sehr ruhig und gemaechlich.

Nachdem wir die Badesession einmal angesehen hatten, durften wir selber aufsteigen. Man sitzt quasi auf dem Nacken der Elefanten.

Zum Festhalten gibt es nichts, man kann sich allerdings mit den Haenden auf den Kopf abstuetzen. Es macht riesigen Spass so durch die Gegend zu ziehen. Ich durfte die 80 Jahre alte Boomnie reiten ...und das auch direkt ganz alleine! Am schoensten ist das gemeinsame Baden im Fluss. Der Elefant hat maechtig Spass unterzutauchen und man versucht ihn dabei so sauber wie moeglich zu bekommen. Runtergefallen bin ich noch nicht...es ist, als ob man noch nie etwas anderes gemacht hat. Lustig, wenn man bedenkt, dass ich noch nie wirklich auf einem Pferd geritten bin.

Die uberigen Tiere sind auch sehr zutraulich und alle wohlgenaehrt und gepflegt. In Thailand eine grosse Ausnahme. Momentan ist es allerdings ein wenig unruhig hier. Lilly, einer der Wasserbueffel wurde scheinbar von einem Auto angefahren und keiner weiss, wie schlimm es wirklich ist.

Join TravBuddy to leave comments, meet new friends and share travel tips!
Kanchanaburi
photo by: wbboy29