Potosi - ehemals reichste und groesste Stadt von Amerika
nach 6h busfahrt erreichen wir potosi. die fahrt von uyuni nach potosi war anstrengender als erwartet, weil alles ueber holperweg und nur ein stop. dafuer haben wir erneut interessante dinge gesehen: ein wechsel aus roten und braunen felsen, kakteen, einige kleine staubige pueblos am ende der welt, viele lamas, schafe und esel, sowie familien die teppiche und kleider am fluss waschen und auf den felsen an der strasse trocknen lassen. zudem sieht man auf den strassen sehr viele noch sehr traditionell gekleidete frauen: mit knielangem faltenrock, struempfen bis zu den knien, einem tuch um die schultern, schwarzen langen zoepfen und einem traditionellem stroh- oder melonen-hut anziehen. zudem oft ein kind in einem bunten tuch auf dem ruecken angeknotet.
die maenner hingegen sind meist westlich angezogen.hier angekommen mussten wir als allererstes unseren regenschirm und unsere warmen kleider, muetze und handschuhe wieder auspacken - es regnete naemlich und ist super kalt, eigentlich nicht erstaunlich liegt Potosi doch auf 4060m.ue.m. wir werden wohl noch oefters froh sein ueber unseren mammut-schlafsack, sind hier doch die hostals alle ungeheizt.
Potosi, war einst dank des grossen silbervorkommens im hausberg cerro torre sehr reich und wichtig. Die spanier liessen die eingeborenen sowie extra angeschiffte sklaven aus afrika zu wiedrigsten bedingungen in den minen arbeiten und haben alles was irgendwie wertvoll ist nach europa geschifft. entsprechend gibt es viele alte kolobnialbauten.
seit der silberpreis abgesackt ist, und da die minen mehr oder weniger leer gepluendert sind, ist die Stadt heute ingesamt ziemlich heruntergekommen und die armut sehr gross. die minen sind heute teils immer noch in betrieb - immer in der hoffnung auf den grossen coup - und koennen auch besichtigt werden. wir haben uns die giftigen gase (die minenarbeiter sterben in der regel bereits 10-15 jahre nach arbeitsbeginn) und die mangelhaften sicherheitsbedingungen nach bolivianischen standards erspart. wir haben stattdessen ein kloster besichtigt (gefuellt mit kirchenheiligtuemer welche die reichen toechter als mitgift mit ins kloster brachten), sind die (um den wind abzuhalten) verwinkelt angelegten gaesschen abgeschritten und haben uns die stadt von einem glockenturm aus von oben angesehen.








