Frischer Kaffe, hausgemachter Honig, Petroglyphen und kuehle Vulkanluft auf Isla de Ometepe
nach einem tag erholen am strand sind wir wieder reisefaehig und nehmen morgens um 4.45 uhr den ersten bus richtung grenze. der grenzuebergang (sowieso schon chaotisch organisiert und mit 1.5km-spaziergang durchs niemandsland) ist bei unserem dritten besuch anstrengender als je zuvor, mit nochmehr nicaraguanischen gastarbeitern die nach dem weihnachtsurlaub zurueck nach costa rica kehren. doch in alter ski-fahrer manier manoeverieren wir uns skrupellos aber unauffaellig an den mehrere hundert meter langen schlangen vor den drei (!) ein-/ausreiseschalter vorbei und kommen so mit nur ca. einer halben stunde warten davon. gottseidank, denn die gesamte reise an diesem tag dauert auch so 11 stunden.
zurueck in nicaragua fahren wir mit bus und taxi zum lago de nicaragua.
dessen wasser ist leicht salzhaltig da er frueher mit dem meer verbunden war, das seebecken allerdings durch einige vulkanausbrueche und erdbeben abgetrennt wurde. darin schwimmen noch immer salzwasserfische sowie bullsharks die ziemlich gefaehrlich sein koennen, allerdings bis auf einige wenige exemplare ausgerottet wurden. mit einer faehre fahren wir auf die isla ometepe, die weltweit groesste insel auf einem see. sie wurde durch zwei vulkane (einer davon nach wie vor aktiv) gebildet und ist eieruhr-foermig. auf der insel leben die leute noch ziemlich urspruenglich und nahezu selbstversorgend von all dem was auf der fruchtbaren vulkanerde so waechst. es gibt kaum strassen, und die wenigen die existieren sind meistenens ungeteert und in einem sehr holprigen zustand. auch sind kaum autos zu sehen, hoechstens mal ein truck voll bananen oder ein alter amerikanischer schulbus.
dafuer laufen umso mehr pferde rum. ueberall wachsen diverse pflanzen (mais, korn, bananen, kaffee, ...) und kaum eines der farbigen haeuser auf der insel ist nicht von tropischen blumen ueberwuchert.
in einer zweistuendigen busfahrt (obwohl die insel maximal 20km lang ist) fahren wir zur finca magdalena, einer non-profit farm mit (wahrscheinlich sehr profitablem) restaurant- und hotelbetrieb und blick auf vulkan und see. ist das essen ziemlich enttaeuschend (immer dasselbe gemuese (v.a. gemuesezwiebeln und einige peperonis) an immer derselben sauce (ketchup wie wir mit der zeit feststellten) zu abwechselnd kartoffeln, reis, aufgewaermten spaghetti oder in einer suppe), steht unser zimmerchen mitten in einem riesigen, schoenen garten mit bunten blumen und unzaehligen voegel.
wir machen einen kleinen walk zu petroglyphen - uralte steine, in welche kleine grafitis eingeritzt sind. der spaziergang sollte eigentlich nur max 20 minuten dauern, doch die steine sind schlecht gekennzeichnet und wir verpassen sie. zum glueck treffen wir nach einer stunde wandern auf einen bauern, welcher fuer seinen kranken esel gras sammelt und uns die steine schliesslich zeigen kann. spaeter sehen wir uns die farmeigene kaffeproduktion an (die kaffeebohnen sind leider schon alle geerntet) und essen french toast mit auf der farm produziertem honig. mhm.
abends versuchen wir dem ketchup-gemuese auszuweichen und laufen den 1.5km langen, steilen pfad runter ins 30-seelen-dorf. doch dort ist gerade ein riesen volksfest im gange, mit vielen bauern in cowboy-montur auf ihren pferden, einigen stieren die wohl nachmittags fuer stierkaempfe herhalten mussten und lauter musik (eigentlich haetten wir dem volksfest gerne beigewohnt, doch haben wir auf der abgelegenen farm ueberhaupt nichts davon mitbekommen). die wenigen restaurants im dorf sind deshalb alle geschlossen, so dass uns nichts anderes uebrig bleibt als wieder auf unserer farm zu essen.










