Festival de Quito, farbenfroher Markt in Otavalo und Aequator-huepfen in Mitad del Mundo

Quito Travel Blog

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Schuhputzer

die 440km lange und ueber 10h dauernde fahrt von cuenca in die hauptstadt ist zwar lang aber schoen und abwechslungsreich. zu unserem erstaunen fuehrt sie uns durch sehr schweiz-aehnliche landschaften: gruene huegel, unten graslandschaft mit weidenden, s/w kuehen, oben wald. die haeuser sind nun weniger strohhuetten, sondern vielmehr qualitativ gut gebaute backsteinhaeuser. zudem ist es immer wieder interessant, wer alles so fuer kurze zeit zum bus zusteigt: da werden einem CDs (natuerlich raubkopien), wundermitteli gegen rheuma sowie jegliche esswaren (heute um 7uhr papas mit pollo (huehnchen und kartoffeln), dann empanadas (gefuellte teigtaschen), eis und bananencake) zum kauf angeboten.

von quito aus machen wir waehrend den ersten paar tagen einige ausfluege: am freitag mittag fahren wir ins 2h entfernt otavalo.

Frau auf Obstmarkt
dort findet jeweils am samstag einer der groessten vieh-, obst- und insbesondere handwerkartikel-maerkte von suedamerika statt. der viehmarkt beginnt bereits um 6 uhr, das fruehaufstehen lohnt sich allerdings: auf einer grossen wiese etwas ausserhalb der stadt bieten gross und klein grosse und kleine schweinchen, lamas, schafe, ziegen, rinder, stiere und kuehe zu spottpreisen an (z.b. 25 dollar fuer ein ausgewachsenes schwein oder 250 dollar fuer eine ausgewachsene kuh). auch die kauefergruppe ist heterogen: so koennen wir sowohl einfache bauern als auch leute, die man sich gut in einem normalen appartment in der stadt wohnend vorstellen kann, beobachten, wie sie ihr schnaeppchen an der leine nach hause fuehren.

spaeter sehen wir uns den obst- und gemuesemarkt an, wo die verkauefer lauthals ihre mangos (20 kleine mangos fuer einen dollar), erdbeeren und salatkoepfe anbieten.

Maedchen mit Brot
der traditionelle handwerksmarkt ist weniger interessant, allerdings mischen sich einige haendler mit kuriosen artikeln drunter: einige verkaufen als snack kaefer, tot oder lebendig (wahrscheinlich eine wahre delikatesse...), andere mischen ihren kunden je nach beduerfnis (hoher cholesterinspiegel, rheuma, schlaflosigkeit oder liebeskummer?) den richtigen, unappetitlich dickfluessigen trunk, wieder andere verkaufen stuecke von einem ganz (mit ohren, zaehnen und schwaenzchen) gekochten schwein. die meisten haendler und kauefer sind traditionell gekleidet: die frauen und maedchen mit weisser rueschen-spitzen-bluse, schwarzem langem rock, goldener plastik-perlen-halskette und schwarzem tuch oder hut mit pfauenfeder auf dem kopf, waehrend die maenner weisse, drei-viertel hose sowie pocho und filzhut tragen.
Parade
sowohl frauen als auch maenner tragen lange haare - die der maenner sind zu einem pferdeschwanz zusammengeflochten.

am sonntag besuchen wir von quito aus den mitad del mundo, ein 22km (oder 1.5h busfahrt im agglomerationsverkehr) entfernter, insbesondere bei lokalen beliebter "erlebnispark" mit fiktionaler aequator-linie. nachdem wir einige photos geschossen und von einer seite der linie auf die andere gehuepft sind ("it is quite exhilarating to jump between the two hemispheres", wie es lonely planet beschreibt) und ein kleines schlechtes touristen-mittagessen gegessen haben kehren wir schon wenig spaeter wieder zurueck nach quito.

schliesslich widmen wir uns auch den sehenswuerdigkeiten in der hauptstadt: das monasterio del san francisco mit schoener plaza, einer kirche mit begehbarem turm und aussicht ueber die ganze stadt, einer voellig mit gold ausgekleideten, barocken kirche, sowie der eindruecklichen plaza grande mit praesidentenpalast.

Gebrannte-Erdnuesschen-Produktion
neben den vielen kolonialbauten und kirchen (die innenstadt von quito gehoert ebenfalls zum unesco weltkulturerbe, und dies einige male verdienter als cuenca) ist das eigentliche highlight hier allerdings die zur zeit stattfindende fiesta de quito: jaehrlich am 6. dezember wird die gruendung von quito begangen, und die hauptstadt nutzt diesen anlass um bereits die ganze woche davor zu feiern. es gibt taeglich stierkaempfe (wofuer die torreros aus mexico und sogar spanien eingeflogen werden) und diverse festivals auf den vielen plaetzen der stadt, sowie farbenfrohe und laute paraden auf den strassen (meistens von schuelern - es ist erstaunlich wie bereits die kleinen erstklaessler auf ihren tragbaren xylophonen die richtigen toene treffen, und wie die kleinen knirpse auf die pauke hauen).
Monasterio de San Francisco
zudem koennen wir dem presidente de la republica zuwinken (er zeigt sich fuer kurze zeit mit einem staatsgast auf dem balkon) sowie eine ausgedehnte wachabloesung beobachten.

entsprechend gefaellt es uns hier sehr gut - insbesondere seit sich nun nach einigen tagen stroemendem regen (zumindest morgens) die sonne zeigt. allerdings werden wir hier auch vor einige schwierigkeiten gestellt: wir wohnen in der altstadt, die schoener und sicherer als andere stadtteile ist. allerdings findet das touristenleben hauptsaechlich im gringo-ghetto mariscal sucre statt. deshalb gibt es im alten stadtteil kaum internetcafes, keine waescherei, keine wechselstube (die brauchen wir um unsere mitgebrachten 50 dollar-scheine loszuwerden, die in allen cafes und shops freundlich als zu gross abgewiesen werden) und insbesondere keine restaurants die abends etwas laenger (nach 18 uhr) offen sind.

Mitad del Mundo
mittlerweile haben wir aber gelernt damit umzugehen. die naechsten tage muessen wir nun einige administrative dinge erledigen, sowie endlich ein teil unseres gepaecks zurueck in die schweiz senden. unseren winterkleider werden wir in den naechsten monaten hoffentlich nicht mehr gebrauchen, schliesslich geht es nun ab in die karibik!

lik2travel says:
I was in Quito for Christmas and New Years in 2004. I have a great time. New Years was the best.
Posted on: Dec 24, 2007
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Schuhputzer
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Frau auf Obstmarkt
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Maedchen mit Brot
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Parade
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Gebrannte-Erdnuesschen-Produktion
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Monasterio de San Francisco
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Mitad del Mundo
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Mitad del Mundo
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The last supper auf ecuadorianisch
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Polizeihundeshow fuer Schueler
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Schul-Schoenheitskoeniginnen
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Parade
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Parade
Parade
Parade
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Strassenverkaeufer unterwegs
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Familie auf Tiermarkt
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Frau auf Tiermarkt
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Kinder auf Tiermarkt
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Kalb auf Tiermarkt
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Frau mit Beute
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Frau auf Tiermarkt
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Mann mit Mais
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Frau in traditionellen Kleidern
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Frau auf Gemuesemarkt
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Frau auf Markt
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Mann in traditionellen Kleidern
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Streetsnack
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Frau in traditionellen Kleidern
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Streetsnack
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Mangos
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Bananen
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Quito
photo by: Bluetraveler