Das Dülmener Wildpferd

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Das Dülmener Wildpferd ist eine Kleinpferdrasse, die hauptsächlich Im Merfelder Bruch in Dülmen, Westfalen beheimatet ist. Der Merfelder Bruch ist ein Naturschutzgebiet mit ca. 350 Hektar Land. Zu Zeit leben dort um die 300 Wildpferde. Eigentlich werden sie nicht als Wildpferde bezeichnet, sondern als Dülmener Brücher. Obwohl sie zu den ältesten deutschen Pferderassen gehören, zählen sie als stark gefährdet und werden auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen geführt.

Der Dülmener besitzt wie die meisten urspünglich aussehenden Pferde, den typischen Aalstrich von der Mähne bis zum Schweif und hat ein braunes oder graues Fell. An den Beinen finden sich oft dunkle Streifen, auch Wildzeichnungen genannt. Sein Stockmaß beträgt 125cm bis 135cm, er besitzt einen rechteckigen Körperbau mit schrägen Schultern und einen nicht sehr langen Hals. Auf dem mittelgroßen Kopf befinden sich kleine Ohren und eine üppige Mähne. Auch der Schweif und der Fesselbehang sind sehr ausgeprägt.

Die Pferde sind sehr widerstandsfähig und robust. Gelten als genügsam und gutmütig und bei richtiger Behandlung als ausgesprochen gelehrig. Früher wurden sie als Arbeitsponys unter Tage eingesetzt, heute als Familien- und Reitpferd. Dies gilt natürlich nur für die Pferde, die außerhalb der Merfelder Bruchs leben. Die anderen leben in Familienverbänden zusammen und werden allerhöchstens in strengen Wintern mit zusätzlichem Futter versorgt. Ansonsten leben sie, vom Menschen unbeeinflußt im Naturschutzgebiet.

Viele Grüße

Ron Täubert

DPM Presse- und Medienverlag GmbH

 

 

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photo by: nonna