Die Stadt, von der ich nichts sah...

Brussels Travel Blog

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Leider das einzige, was ich von Brüssel sah: Die U-Bahn

Es war wieder spät und schon dunkel geworden als ich mich von Gwen und Sven verabschiedete, um mich auf den Weg nach Brüssel zu machen. Es dauerte deshalb auch einige Zeit bis jemand anhielt und mich zur nächsten Tankstelle an der Autobahn brachte. Dort ging es dann aber glücklicherweise recht schnell und ich traf einen jungen Mann, der mich nach Brüssel mitnahm. Gegen 11 Uhr war ich am Ziel des Tages, dem Haus, in dem Aurélie mit sieben anderen Leuten wohnte.

Ich würde gerne etwas mehr über meine Gastgeberin erzählen, doch leider ist das unmöglich, da ich dem Titel dieses Blog-Eintrages alle Ehre machte und nicht einmal sie zu Gesicht bekam. Als ich nämlich meine Herberge für die folgenden zwei Tage erreicht hatte, war sie bereits in tiefen Träumen versunken und auch der nächste Tag war kein Stück ergiebiger. Irgendwann am Nachmittag wurde ich wach, um direkt weiterzudösen. Ich schlief auf einer Liege im Gemeinschaftsraum und genoss es, den Trubel der Leute um mich herum und ihre französische Sprache zu hören, die sanft von leiser Musik untermalt wurde, während ich ruhig schlummerte.

Als ich mir dann gegen sechs Uhr am Abend endlich einen Tritt in meinen schläfrigen Hintern versetzte, war Aurélie bereits zu einem Treffen des Hospitality Club aufgebrochen, wozu ich mich an diesem Tag allerdings nicht mobilisieren konnte. So nutzte ich diese faule Zeit, um ein wenig zu lesen und meinen Blog wieder auf Vordermann zu bringen, bis ich mich gegen Mitternacht wieder in mein gemütliches Nest kuschelte.

Ich wusste, dass ich Brüssel am nächsten Tag wieder verlassen würde ohne etwas davon gesehen zu haben und doch ägerte ich mich nicht darüber, denn ich war mir schon vorher bewusst gewesen dass zwei Tage ohnehin nicht gereicht hätten, um diese Stadt ausreichend zu erkunden. Zudem hatte ich mir das Hetzen und den Ärger über möglicherweise Verpasstes schon längst abgewöhnt und fühlte, dass ich trotzdem einen reizenden und lockenden Eindruck von dieser Stadt gewonnen hatte. Nicht nur die Tatsache, dass zwei Sprachen in einer Stadt gesprochen werden und sämtliche Schilder deshalb doppelt vorhanden sind, macht Brüssel besonders. Diese Stadt ist ein wahrer Schmelztigel der Kulturen, Menschen aus aller Welt leben hier zusammen und ich spürte die Energie, die davon ausging. Es war sicher, dass ich nicht das letzte Mal hier gewesen war und diese Stadt noch genauer kennen lernen würde.

Erkenntnis der Tage: Manchmal muss man die Augen schließen um klar zu sehen.

Held der Tage: Der Sandmann

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photo by: Vlindeke