Big in Berlin

Berlin Travel Blog

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Was soll man dazu noch sagen?

Liebe Leute,

nun stand Berlin auf dem Programm. Zwar konnte ich der Abschusshölle von Magdeburg entkommen, war jedoch viel zu mitgenommen um weitertrampen zu können. Deshalb ging es nach einem kurzen Zwischenstopp in der Heimat am Samstagabend mit dem Zug in die Bundeshauptstadt. Dabei machte ich die hochinteressante Feststellung, dass man für schlappe 1,15 € mehr entspannt und komfortabel mit dem InterCity von Wittenberg nach Berlin durchfahren kann, anstatt mit dem Kleckerexpress in jedem Kuhdorf anzuhalten. So war ich im Handumdrehen am Hauptbahnhof, wo mich Falk und Preußi freundlicherweise aufsammelten, bevor es nach Neukölln zu Sarah ging. Ich freute mich so, dass sich (fast) alle, die mir lieb und teuer sind, dort eingefunden hatten, um mit mir Abschied zu feiern.

Alexander als Preuß-Man
Auch mein Kater war verflogen.

Gott sei Dank kann ich da nur sagen, denn schon warteten zwei Flaschen Hochprozentiges und ein Kasten Bier darauf, mit Luft gefüllt zu werden. Wir machten uns also schleunigst ans Werk und die Stimmung entwickelte sich prächtig, was die Bilder zweifelsfrei belegen. Als dann alle genug Treibstoff getankt hatten, um den Partymotor den Abend über am laufen zu halten, ging es ab in den King Kong Klub. Ab dann habe ich leider nicht mehr viel zu berichten... Nicht, dass ich alles vergessen hätte, aber irgendwie muss ich Diesel getankt haben, obwohl ich eigentlich Super brauchte, und meine Maschine geriet ins Stocken. Kurz gesagt: Ich schlief ein. Ich meine, nicht jeder kann von sich behaupten, schon einmal im King Kong Klub geschnarcht zu haben, doch war es eigentlich nicht das, weshalb ich dort war.

Sophie, Sarah und Hannes im King Kong Klub
Ich wollte mich nicht damit abfinden, dass ich den letzten Abend mit meinen Freunden schlichtweg verschlafen sollte und suchte krampfhaft nach Streichhölzern, die ich mir zwischen die Augenlider klemmen könnte. Doch es half nichts und ich entschwebte in süßen Träumen.

Doch plötzlich wurde ich geweckt, denn man hatte beschlossen, in den Magnet Club weiterzuziehen. "Gott sei Dank!", dachte ich, "Die Sofas hier sind eh unbequem." Ich rappelte mich auf und war plötzlich wieder hellwach. Doch dummerweise hielt dieser unwahrscheinliche Energieschub nur an, bis wir das Magnet betreten hatten. Dort dauerte es nicht lange und ich saß wieder in der Ecke. Es sollte einfach nicht sein... Ich war schockiert, kurz darauf (nach meinem schläfrigen Zeitempfinden) erfahren zu müssen, dass der Rest noch ins Golden Gate gehen wollte.

Meine liebe beste Freundin Sarah
Zum Glück, hatenn Sophie und Peer keine Lust mehr und nahmen mich mit nach Hause. Was dann kam, war der blanke Horror: Weil ein richtiger Indianer ja keinen Schmerz kennt, hatte ich, schon gut alkoholisiert, den Rat meiner Freunde ignoriert und war im T-Shirt losgezogen. Nun hatte ich den Salat musste ich mich eine schier endlose Stunde lang durch das arktisch kalte Berlin bis zu Sarahs Wohnung kämpfen. Ein Wunder, dass ich das überlebt habe. Aber ein ordentlicher Deutscher friert ja nicht. Er zittert nur vor Wut, dass es nicht noch kälter ist.

Am Sonntagabend besuchte ich dann noch Marcus, Sarahs Bruder, in seiner neuen Wohnung und aß die schärfsten Kohlrouladen meines Lebens. Wir führten eines dieser grandiosen Gespräche, die unsere Freundschaft schon immer besonders gemacht hatten und tranken Bier.

Pascha-Falk mit dicken Eiern
Es bleibt mir nicht mehr zu sagen, als dass ein großartiger Abend war, an den ich sicherlich noch oft zurückdenken werde, wenn der liebe Marcus in spätestens zwei Jahren in den berühmtesten Clubs der ganzen Welt auflegt. Dessen bin ich mir sicher!

Dann wurde es melancholisch. Denn zum Glück hatten sich fast alle, die am Samstag schon dabei waren, (und auch einige Fremdgänger ;-)) entschlossen, mir mein Rumgepenne nicht durchgehen zu lassen und noch einmal zu Sarah zu kommen, was mir die Möglichkeit gab, alle mit wachen Augen verabschieden zu können. Wir kochten lecker und sorgten dafür, dass die noch verbliebenen Alkoholflaschen keine nutzlose Existenz im Kühlschrank fristeten, sondern bald in unseren Mägen und Gehirnen endeten. Am Ende waren nur noch Hannes und ich übrig und wir redeten noch bis in den Morgen, während ich förmlich über mich hinaus wuchs und schon total betrunken noch eine Flasche Weißwein leerte.

Katja bringt sich mit einer Tasse Kaffee wieder hoch. Vielleicht hätte ich das auch tun sollen...
Es war ein großartiges Gespräch, das ich gerade mit meinem lieben Hannes seit langer Zeit führen wollte und ich glaube, dass es ihm ähnlich viel Spaß gemacht hat wie mir. Ich war so glücklich, diesen Abend erleben zu dürfen und mich beschlich ein seltsames Gefühl. Es war eine Mischung aus einem beduseltem Glücksgefühl darüber, all diese wichtigen Menschen bei mir zu haben, Traurigkeit, sie alle zum vorerst letzten Mal zu sehen, und Freude auf das was vor mir liegt. Ich werde den ganzen Haufen vermissen, soviel ist sicher. Aber ich freue mich auch mindestens genauso darauf, sie alle irgendwann wiederzusehen und eine meiner altbekannten Exzess-Partys mit ihnen zu feiern, wenn ich zurück bin. Bis bald Leute!

Erkenntnis der Tage: Auf wahre Freunde kann man zählen.

Held der Tage: Hannes Hannemann

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