Worst Road Ever

Bangkok Travel Blog

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Ich habe also gestern ein Busticket nach Bangkok erstanden. Um 07:25 sollte ich also abgeholt und zum Bus gebracht werden. Ein Taxi hat mich auch abgeholt und noch 3 weitere Mitfahrer bei einem anderen Hotel eingesammelt. Darunter war auch eine Wienerin, von der ich erfahren habe, daß es gar keinen Bus bis zur Grenze gibt, das Taxi würde uns bis zur thailändischen Grenze bringen und danach würden wir mit einem Minibus weiterfahren. War mir auch recht.

Die Fahrt bis zur Grenze hat gute dreieinhalb Stunden gedauert und war ein Erlebnis: Der Zustand der Straße war etwa so, wie er mir schon von vielen beschrieben worden ist. Großteils nicht asphaltiert und die Oberfläche bestand überwiegend aus tiefen Schlaglöchern. Kein vernünftiger Europäer würde mit einem gewöhnlichen Stadtauto auf so einer Straße fahren. Die Armut Kambodschas hat sich zu beiden Seiten der Straße wieder sehr deutlich gezeigt, ärmliche Familien und Unterkünfte, die man eigentlich kaum noch als Haus bezeichnen kann, säumen die Straße. Trotz der schlechten Straße herrscht ziemlicher Verkehr. Zahlreiche Pickups transportieren 20 Menschen und mehr auf der Ladefläche oder sind anderweitig überladen. Ich habe versucht, ein paar Fotos zu machen, was aber wegen der unebenen Straße kaum möglich war.

Gut durchgeschüttelt sind wir also gegen 12:00 Uhr mittags an der Grenze angekommen. Die drei anderen im Taxi durften dann essen gehen, ich sollte gleich zu Fuß die Grenze überqueren. (Die anderen haben dafür das fünffache von meinem Fahrpreis bezahlt, dafür besorge ich mir das Essen gerne selber!) Zwischen Kambodscha und Thailand gibt es dabei massig Duty-Free Shops und Casinos. Das besondere an diesem Grenzübergang ist, daß hier zwischen Rechtsverkehr in Kambodscha und Linksverkehr in Thailand gewechselt wird - was desorganisiert wirkt. (Irgendwo hab ich mal eine sehr durchdachte Brückenkonstruktion gesehen, die über einem Fluß einfach die beiden Fahrspuren vertauscht - sowas gabs hier allerdings nicht.) Zuerst habe ich mir also auf der kambodianischen Seite den Ausreisestempel geben lassen, dann 100 Meter gegangen und dann auf der thailändischen Seite die Einreiseformulare ausgefüllt. Meine Paßnummer kann ich mittlerweile auswendig. Daraufhin wurde ich von drei Lotsen zur Busstation geführt, einer hat mich zum nächsten geschickt. Dort mußte ich allerdings gute drei Stunden auf den nächsten Bus warten. Zwar sind inzwischen schon einige nach Bangkok gefahren, die nicht voll waren, da durften ein paar andere und ich aber nicht einsteigen. Warum, weiß ich nicht. Ich habe also die Zeit genutzt, um mich mit Nahrung und Baht (thailändischem Bargeld) zu versorgen.

Der Bus war natürlich wieder sehr klein und die Fahrt nach Bangkok etwa dreieinhalb Stunden lang. Angekommen ist der Bus schließlich in Khaosan Road. Hier gibt es zahlreiche Unterkünfte, weil es aber schon spät und vor allem dunkel war, hatte ich keine Lust, Preise und Qualität zu vergleichen und habe mich einfach ein paar anderen Reisenden angeschlossen. Ich habe dann auch gleich das erste Hotel genommen, soweit in Ordnung, aber das Personal im Hotel sowie im zugehörigen Reisebüro und Restaurant ist extrem unfreundlich und von jener Freundlichkeit, die man im Allgemeinen mit Thailand verbindet, ist hier genau gar nichts zu spüren. Deswegen wird morgen mein erster Weg wohl zu einer anderen Herberge führen.
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Bangkok
photo by: Deats