Winter

Williams Lake Travel Blog

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Der Regen von gestern hat sich heute noch fortgesetzt. Das zarte Grün, das ich auf den noch braunen Wiesen erahnen konnte, ließ mich glauben, der Frühling sei nahe, doch weit gefehlt: Kurz vor Prince George hat mich tiefster Winter und heftiger Schneefall überrascht. Regen und Schnee haben mich auch heute von längeren Aufenthalten abgehalten. Mittlerweile ist die Einsamkeit des Nordens der Zivilisation gewichen. Die nun schon kürzeren Strecken zwischen den einzelnen Orten sind geprägt von Bauernhöfen, Feldern und Weiden. Schon gestern, südlich von Dawson Creek, war mehr Verkehr auf den Straßen als zuvor. Während im Norden nur Pickup-Trucks (aus denen vorne ein Blockheater-Kabel baumelt) oder zumindest 4WDs unterwegs sind, waren gestern schon vereinzelt "normale" Autos zu sehen, heute waren es noch mehr. Südlich von Williams Lake habe ich wieder versucht, einen halbwegs einsamen Platz zur Übernachtung zu finden, kurz vor Einbruch der Dunkelheit habe ich eine große Fläche vor einer undefinierbaren, aber offenbar gerade nicht verwendetenlandwirtschaftlichen Einrichtung im "Williams Lake Indian Reserve" entdeckt. Das hört sich spannend an, aber von "Indian Reserves" gibt es unzählige und im Grunde sind das nur jene Gebiete, in denen Aborigines wohnen - oder zumindest jene, die sich für solche halten. (Prozentuell hat übrigens nur Neuseeland mehr Ureinwohner als Kanada.) Von hier sind es noch etwa 500 Kilometer bis Vancouver, wo ich morgen eintreffen sollte.
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Williams Lake