Wellington

Wanganui Travel Blog

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Gerade rechtzeitig zu Sonnenaufgang haben wir es auf den Mt. Victoria geschafft - oben angekommen, konnten wir ein paar Minuten morgentlichen Sonnenschein genießen, bevor die Sonne wieder hinter den Wolken verschwunden und im wesentlichen den ganzen Tag auch dort geblieben ist. Zuvor allerdings sind wir noch zum Supermarkt von gestern gegangen, wir wollten zwei der italienischen Kiwis besorgen, um einen Kiwi-Test durchzuführen. Den haben wir auch gleich zum Frühstück als Blindtest durchgeführt: Die neuseeländischen Kiwis sind süßer, saftiger und reifer als die italienischen - letzere sind allerdings ein wenig größer und fester.

Am Weg ins Stadtzentrum haben wir uns Zeit gelassen, die Stadt war völlig ausgestorben - an einem Sonntagmorgen haben wir auch nichts Anderes erwartet. Wir haben an der Hafenpromenade geparkt und sind dann am Wasser entlang zum Te Papa Museum spaziert. Viel zu früh waren wir dort, das Museum hat erst um zehn Uhr geöffnet, aber das Cafe war bereits eine Stunde früher offen also haben wir dort unser Frühstück fortgesetzt.

Im Museum schließlich wollten wir uns jene Bereiche ansehen, die wir gestern nicht mehr geschafft haben, das waren in erster Linie diejenigen, die sich mit der Geschichte der Maori auseinandergesetzt haben. Es gab das Teremoe, ein geschnitztes und verziertes Kriegskanu der Maori zu sehen sowie mit Flachs gedeckte Versammlungshäuser und jede Menge kleinerer Exponate. Ein anderer Bereich hat sich mit der Unterwerfung durch die Briten und diversen Verträgen (die sie nicht eingehalten haben) auseinandergesetzt, wieder ein anderer mit der Geschichte der Einwanderer.

Gegen Mittag haben wir zwar noch immer nicht alles Interessante gesehen, aber wir wollten heute auch noch ein Stück weiterfahren und so sind wir nach einem Mittagsimbiss im Cafe zum Auto zurückgekehrt und Richtung Norden aufgebrochen. Unser erstes Ziel war das Hutt Valley, wo wir schon bei unserer Fahrt Richtung Süden angehalten haben - damals es allerdings schon beinahe dunkel. Der Hutt River (der dort in "Herr der Ringe" als River Anduin zu sehen war) fließt im Grunde zwischen pazifischer und australischer Platte. Bei einem Erdbeben Ende des 19. Jahrhunderts hat sich die australische Platte dort spontan um gut fünf Meter gehoben und den Lauf des Flusses geändert - im Harcourt Park (in dem wir zuvor auch schon waren) haben wir dieses geologische Phänomen auch deutlich erkennen können.

Eigentlich wollten wir aber nicht durchs Landesinnere, sondern entlang der Westküste nach Norden fahren. Um von Upper Hut dorthin zu gelangen, mußten wir wieder einmal eine lange, sehr schmale und kurvenreiche Straße fahren. Unser erster Halt schließlich war in Foxton, wo eine Windmühle nach holländischem Vorbild steht. Leider hat es ein wenig geregnet und außerdem war sie auch schon geschlossen und so haben wir unsere Fahrt bald fortgesetzt. Wir wollten heute noch Wanganui erreichen, nach einigen Umwegen durch schöne, aber verregnete Landschaften haben wir unser Ziel gegen neun Uhr abends erreicht.
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Wanganui
photo by: pinkpeardrops