Waschtag

Christchurch Travel Blog

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Eigentlich wollten wir heute die etwa 14km lange Summit Road durch die Port Hills fahren - leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem der Wecker um sechs Uhr geklingelt und gleichzeitig der Regen auf das Dach getrommelt hat, haben wir uns umgedreht und weitergeschlafen. Trotzdem sind wir nach acht Uhr Richtung Christchurch aufgebrochen. Heute war Sonntag und es war noch recht früh, deswegen ging die Fahrt ins Zentrum ziemlich flott - verglichen mit Vorgestern, wo wir in den dichten Abendverkehr geraten sind.

Wir haben den heutigen Tag zum Waschtag erklärt und haben uns im Informationsbüro einerseits eine Liste mit Waschsalons geben sowie uns öffentliche Duschen zeigen lassen. Wir waren noch zu früh dran, es war erst kurz nach neun und die Wäschereien öffnen Sonntags erst um zehn Uhr, wir haben die Zeit für einen Rundgang durch Christchurch genutzt. Im Wesentlichen sind wir dabei der Tramway-Route gefolgt. Wie die Eisenbahn spielt auch die Straßenbahn in Christchurch als Transportmittel keine Rolle sondern fährt ausschließlich Touristen im Kreis - zu exorbitanten Preisen, versteht sich. Straßenbahnen sind uns allerdings recht vertraut, daher haben wir uns darauf beschränkt, einfach zu Fuß den Schienen entlang zu gehen, die an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeiführen - die halten sich aber auch in Grenzen. Die wirklich interessanten Bauwerke haben wir also gesehen bevor um zehn Uhr unser Parkschein abgelaufen ist.

Zurück beim Auto haben wir unsere Wäsche sortiert, um sie in die Wäscherei zu bringen. Die erste und billigste auf unserer Liste war aber, wie sich vor Ort herausgestellt hat, Sonntags geschlossen obwohl uns gesagt wurde, sie sei geöffnet. Bei der zweiten schließlich hatten wir Glück: Um ein Uhr nachmittags sollte alles fertig sein. Bis dahin haben wir, mangels Strandduschen (die es in Neuseeland fast überall gibt) eine öffentliche Dusche im Stadtzentrum benutzt. In einer Buchhandlung habe ich anschließend Reiseliteratur für Kanada und Alaska besorgt. Nach einem Mittagessen war es dann schon Zeit, unsere Wäsche wieder abzuholen.

Am Nachmittag haben wir dann endlich Christchurch verlassen und uns auf den Weg nach Westen, ins Landesinnere, gemacht - konkret in die Gegend um Mt. Somers gemacht. Unser Ziel war das Rangitata Valley, das laut Informationsbüro nur mit 4WD oder einer teuren Tour erreichbar ist. Wir haben beschlossen, es trotzdem zu versuchen. Wir sind auf immer kleinere Straßen gelangt, bis wir uns schließlich auf einer Schotterstraße (derer es in Neuseeland viele gibt) wiedergefunden haben. Wir sind zwar nur langsam, aber ohne gröbere Schwierigkeiten vorangekommen und es hat sich gelohnt: Das Rangitata Valley und der kleine Mt. Somer (der in "Herr der Ringe" "Edoras" darstellt) waren ein beeindruckender Anblick - leider war es stark bewölkt und es hat immer wieder geregnet. Nachdem wir einige verhältnismäßig trockene Flußläufe durchquert haben, haben wir wieder umgedreht, um nicht Gefahr zu laufen, nach starken Regenfällen nicht mehr durch dieselben zurückfahren zu können.

Doch wir haben unser Nachtlager nahe eines Aussichtspunktes aufgeschlagen und haben dort noch auf Wetterbesserung gewartet - wir haben Zeit, noch bis morgen früh, wo das Wetter dann hoffentlich besser ist. Die Gegend ist allerdings wunderbar einsam, auf den Bergen ríngsum wächst kein Baum, nur Gras und niedriges Gebüsch, im ganzen Tal gibt es nur einige Rinderfarmen und sonst keine Gebäude.
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Christchurch
photo by: Fulla