Waipoua Kauri Forest

Port Albert Travel Blog

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Auch am zweiten Morgen, an dem wir am Flagstaff Hill erwacht sind, war keine Sonne in Sicht, im Gegenteil: Ein weiterer Tag hat mit Regen begonnen. Wir sind also, wie schon vor zwei Tagen, nach Russell gefahren und haben dort gefrühstückt. Einige lichte Flecken am Himmel ließen Hoffnung auf besseres Wetter aufkommen und so haben wir die Halbinsel nicht per Fähre, sondern auf der Schotterstraße verlassen, die wir ebenfalls bereits zuvor benutzt haben. Wir wollten heute schon möglichst nahe an Auckland herankommen, denn morgen ist bereits der letzte Tag unserer gemeinsamen Reise.

Nach Süden wollten wir allerdings von hier weg eine Route entlang der Westküste nehmen, wir sind bei Kawakawa, wo wir vor einigen Tagen die Hundertwasser-Toilette bestaunt und benutzt haben, Richtung Waipoua-Forest abgezweigt. Auf dem Weg dorthin haben wir bei einem schönen Aussichtspunkt nahe Omapere Mittagspause und einen kurzen Spaziergang gemacht. Zwischendurch hat sogar ein paar Mal tatsächlich die Sonne zwischen den Wolken hervorgelugt - aber nie länger als ein paar Sekunden.

Erst im "Waipoua Kauri Forest" an der Westküste haben wir uns ein wenig länger aufgehalten. In diesem Wald stehen Neuseelands älteste und größte Kauri-Bäume, darunter auch "Tane Mahuta" - der mit 51 Metern Höhe und 17 Metern Stammumfang größte von Ihnen, der auf ein Alter von 2000 Jahren geschätzt wird. Der Wald besteht natürlich nicht nur aus Kauri-Bäumen, im Gegenteil, rundum ist dichtester Urwald, dagegen war der Regenwald in Taman Negara (Malaysia) richtig hell. Die großen Kauri-Bäume sind aber nicht zu übersehen und sehr beeindruckend - einerseits wegen ihrer Größe (wir kamen uns daneben richtig klein vor), andererseits wegen des hohen Alters. Der größte jemals gefundene Baum hatte einen Stammumfang von mehr als 30 Metern, fiel aber wirtschaftlichen Interessen und in Folge einer Säge zum Opfer.

An einer anderen Stelle im gleichen Wald stehen vier Kauri-Bäume in markanter Formation, die "Four Sisters" genannt werden. Diese haben wir auch noch aufgesucht, bevor wir unseren Weg nach Süden fortgesetzt haben. Etwa 120 Kilometer vor Auckland sind wir nach Port Albert abgebogen, einen winzigen Ort. Dort am Hafen (der nur aus einem Steg und ein paar Segelbooten mitten im Nichts besteht) haben wir unseren letzten Proviant verzehrt und schließlich die Nacht verbracht - bei Regen natürlich.
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