Thompson Valley

Vancouver Travel Blog

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Der Tag hat wieder einmal bewölkt begonnen. Für die Rückkehr nach Vancouver standen von hier aus drei etwa gleich lange Routen zur Verfügung. Ich habe mich für den "Cariboo Highway" entschieden, der durch das gleichnamige Gebiet führt. Bald habe ich das Thompson Valley erreicht, gleichzeitig hat sich die Sonne endlich wieder blicken lassen. Das Thompson Valley ist ein sehr enges Tal, trotzdem führen gleich zwei Eisenbahnlinien hier durch, eine links und eine rechts des Thompson River, darüber schlängelt sich die Straße an spektakulären Abhängen entlang. Natürlich gibt es mehrere Aussichtspunkte, doch besonders schön ist der Thompson Canyon Park, ein sehr kleiner Park auf einem Felsvorsprung, von dem aus man in beide Richtungen in das Tal sieht.

Von dort aus habe ich auch den "Rocky Mountaineer" erblickt, einen Zug, dessen Waggons mit Glaskuppeln bedeckt sind. Derselbe verkehrt zwischen Vancouver und Calgary, natürlich durch die Rocky Mountains. Kurz danach habe ich Lytton erreicht, hier trifft der klare Thompson River auf den schlammigen Fraser River. Ein hübscher kleiner Ort, hier hat für mich der Frühling begonnen, denn zum ersten Mal in Kanada waren wirklich saftig grünes Gras und blühende Bäume zu sehen. Durch das Fraser Valley geht es weiter nach Süden. Auf meiner Fahrt durch Kanada und Alaska habe ich bisher keinen einzigen Tunnel gesehen, hier gibt es auf wenigen Kilometern gleich fünf davon, alle zusammen zwar nicht lang, aber Verkehrsschilder weisen darauf hin, man solle gegebenfalls die Sonnenbrille abnehmen.

Hier hatte ich eine Art Dejavu: An der Straße kam ich zu einem Punkt namens "Hell's Gate". An einem gleichnamigen Ort war ich bereits in Neuseeland, die Schwefelfelder dort haben aber eher dem Namen entsprechend ausgesehen als die Schlucht hier. Eine (sehr kurze) Seilbahn namens "Hell's Gate Airtram" fährt ganz ins Tal hinunter auf die andere Seite des Flusses. Außer einem Souvenir-Shop und einem Restaurant gibt es dort nicht viel und die 16 Dollar wären die Fahrt damit nicht wert gewesen, also hab ich es sein lassen. Einige Zeit später endet der Cariboo Highway kurz vor der Grenze zwischen Kanada und USA, hier führt die erste "richtige" mehrspurige Autobahn nach Vancouver.

Kurz vor meinem Ziel habe ich auf einem Autobahnparkplatz angehalten und habe meine Sachen zusammengepackt. Auch hier hat anstatt des erwarteten Autobahngestanks intensiver Frühlingsduft mir entgegengeschlagen. Von hier waren es noch gut 50 Kilometer bis Vancouver, unterwegs habe ich noch das Auto gewaschen und schließlich gegen acht Uhr abends bin ich wieder in Vancouver eingetroffen - abermals bei Tracy und Kevin, die mich schon vor einem Monat beherbergt haben.
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Vancouver
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