Thermal Wonderland

Rotorua Travel Blog

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Eigentlich wollten wir in der Fr├╝h von einem Aussichtspunkt an der Uferstra├če auf den Sonnenaufgang warten - daraus wurde aber dank wolkenverhangenem Himmel nichts. Also sind wir zur├╝ck zum Blue Lake gefahren und haben dort gefr├╝hst├╝ckt und unsere Wasservorr├Ąte (nur 18 Liter an Trink- und Nutzwasser) aufgefrischt. Unser erstes Ziel heute war das "Thermal Wonderland" in Waiotapu - wieder ein sehr aktives Vulkangebiet - wie sich herausgestellt hat, das beste bisher. Zum einen war es recht gro├č und zum anderen gibt es sehr viele unterschiedliche Steinformationen und Gew├Ąsser zu bewundern. Neben den Mud Pools, die wir nun schon kennen, gibt es hier Sinterterassen, die sich ├╝ber lange Zeit durch das dar├╝berflie├čende und dabei abk├╝hlende Wasser gebildet haben. Gelbe und gr├╝ne Schwefelsen mit roten Felsen darunter haben uns auch tief beeindruckt. Einzig der Geysir, dem um halb elf Uhr vormittags mit einem St├╝ck Seife auf die Spr├╝nge geholfen wurde, war etwas entt├Ąuschend - nicht zu vergleichen mit Geysiren, die wir schon gesehen haben. Um zum Geysir zu gelangen, mu├čten wir das Thermal Wonderland verlassen - danach sind wir wieder dorthin zur├╝ckgekehrt und haben den ganzen Vormittag dort verbracht.

Unser n├Ąchster Programmpunkt waren die "Craters of the Moon" bei Wairakei. Der Name ist allerdings irref├╝hrend - die Mondlandschaft, die ich erwartet habe, gab es nicht zu sehen, stattdessen eine bewachsene Ebene mit mehreren eingest├╝rzten und nat├╝rlich rauchenden Kratern unterschiedlicher Gr├Â├če und Tiefe. Das war zwar nett, konnte uns aber nicht so recht beeindrucken. Ganz anders aber die "Aratiatia Rapids" - nahegelegene Wasserf├Ąlle, die viermal t├Ąglich f├╝r jeweils eine halbe Stunde "eingeschaltet" werden. Den Einschaltvorgang, der darin besteht, da├č die Schleusen an einem Staudamm ge├Âffnet werden, haben wir leider nicht mitbekommen, aber wir haben gewartet, bis die Schleusen wieder geschlossen wurden. Die durch enge Schluchten rauschenden Wassermengen haben wir von drei unterschiedlichen Aussichtspunkten beobachtet. Schlie├člich wurde das Wasser immer weniger und der Wasserspiegel ist um gut vier Meter abgesunken. Steine und Felsen sind zum Vorschein gekommen, die unter den Wassermassen nichteinmal zu erahnen waren.

Anschlie├čend haben wir noch einen Blick auf das Geothermalkraftwerk in Wairakei geworfen - von Dampfaustritten in der Umgebung f├╝hren dicke, gut isolierte Rohre zum Kraftwerk. Von dort haben wir uns auf den Weg Richtung Taupo gemacht. Unterwegs haben wir noch an den "Huka Falls" am Wakato vorbeigeschaut - oberhalb der Aratiatia Rapids, im nicht aufgestauten Bereich. Auch die waren recht spannend. Nicht viel sp├Ąter haben wir bereits auf Taupo hinuntergesehen. Dort haben wir uns allerdings nicht aufgehalten sondern sind am Ostufer des Lake Taupo entlanggefahren. An einer einsamen Stelle am Ufer haben wir beschlossen, zu Abend zu essen und anschlie├čend im See zu baden. Nachdem die Sonne untergegangen ist, sind wir noch ein St├╝ck weitergefahren und haben schlie├člich im Yachthafen von Motuoapa unser Nachtlager aufgeschlagen.
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Rotorua
photo by: Vanessa_Mun_Yee