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Taman Negara National Park

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Um nach Abschluß meines Telematikstudiums ein bisschen mehr von unserem Globus zu sehen, habe ich beschlossen, denselben einmal in östlicher Richtung zu umrunden - wenn möglich, ohne Flugzeug. Ob mir das gelingt, weiß ich nicht, aber ihr könnt meine Erfahrungen und Erlebnisse jedenfalls hier mitverfolgen. Viel Spaß!

Taman Negara National Park

Heute habe ich mich also zum größten Nationalpark Malaysias auf den Weg gemacht. Wie in Asien scheinbar üblich, nämlich mit Verspätung, wurde ich vom Hostel abgeholt und zu einem anderen Hotel gebracht, von wo aus ich schließlich mit dem Bus Richtung Taman Negara National Park gefahren ist. Nach etwa 4 Stunden Fahrzeit ist der Bus in Jerantut angekommen, dort gabs dann eine zweistündige Mittagspause. Nachdem mir mehrfach berichtet wurde, daß es dort von Blutegeln nur so wimmelt, habe ich mir dort im Supermarkt für einen Euro Kleiderimprägnierung besorgt. Zwar sind Blutegel harmlos und wenn man den Einheimischen Glauben schenken darf so übertragen sie keine Krankheiten und sind sogar gesund, aber ich finde diese Tierchen einfach eklig und wenn ich Kontakt vermeiden kann, dann will ich es zumindest versuchen.

Um zwei Uhr hat uns ein weiterer Bus zum nahegelegenen Tembeling River gebracht, wo wir schließlich in Boote umgestiegen sind. Das waren schlanke, wohl selbstgebastelte Holzboote, in die jeweils etwa 12 Personen gepaßt haben, gesessen sind wir am Boden. Von hier aus ging es nun drei Stunden nach Kuala Tahan mitten im Nationalpark. Die Fahrt war interessant, links und rechts des Flusses hat der Dschungel eine Mauer aus Pflanzen gebildet, die zum Teil aufeinander gewachsen sind - ein toller Anblick. Während der drei Stunden ändert sich aber nicht wirklich viel und gemütlich sind die Boote eigentlich auch nicht, und so war ich froh, als ich nach drei Stunden in Kuala Tahan endlich wieder aussteigen konnte. Der Ort besteht aus zwei Teilen, ein Teil am linken und ein Teil am rechten Ufer des Tembeling River. Brücke gibt es allerdings keine, wer von der einen auf die andere Seite möchte, muß mit einem der schmalen Holzboote fahren und dafür 1 Ringgit (etwa 20 Cent) zahlen.

Nachdem wir unsere Zimmer (Dormitory mit Bad) bezogen haben und ich Hose und Socken mit Imprägnierungssspray behandelt habe, gab es bald Abendessen auf einem schwimmenden Restaurant und anschließend ein Video über den Park, von dem ich aber kaum etwas verstanden habe, den der Ton war grauenhaft verzerrt. Für 21:00 Uhr war dann ein Nachtspaziergang durch den Dschungel anberaumt. Gesehen haben wir zwar nicht viel, weil es natürlich schon dunkel war, aber allein die Geräusche im Wald waren sehr interessant. Im Licht der Taschenlampen haben wir schließlich einige interessante Insekten gesehen, darunter solche, die wie Blätter oder Äste aussehen, aber auch bunte Vögel, Spinnen, Skorpione und Blutegel. Auch "Magic Mushrooms", die im dunkeln phosphoriszierend leuchten, waren zu sehen. Morgen geht es mit dem Programm hier weiter, aber ich hoffe, wenigstens ein klein wenig länger schlafen zu können.
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