Strathcona Provincial Park

Campbell River Travel Blog

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Auch heute bin ich wieder zu Sonnenaufgang aufgestanden - der hat sich aber wegen einiger Wolken etwas verspätet. War trotzdem ein netter Morgen am Strand. Erst heute in der Früh bin ich draufgekommen, daß mein Übernachtungsplatz sogar mit Internet ausgestattet ist - jedenfalls konnte ich mit meinem Notebook ein Signal empfangen, das vermutlich von einem nahen Campingplatz kam. Diese Gelegenheit habe ich am Vormittag ein wenig ausgenutzt bevor ich den Weg Richtung Nordwesten fortgesetzt habe - bis Campbell River. Dort bei der Touristeninformation habe ich die Fähre zurück aufs Festland gebucht - ursprünglich wollte ich nach Bella Coola, aber die erste Fähre dorthin fährt im Juni. Stattdessen habe ich einen Platz auf der Fähre nach Prince Rupert bekommen - das ist zwar weiter und nördlicher als Bella Coola, aber erstens geht die nächste Fähre in zwei Tagen und, kurioserweise ist sie außerdem billiger - aber immer noch sehr teuer.

Dafür war, sehr zu meiner Überraschung, für den Strathcona Provincial Park - mein heutiges Ziel - keine Parkgebühr zu entrichten. Der Park beginnt etwa eine Stunde von Campbell River entfernt und liegt um einen großen Stausee, den Buttle Lake, herum. Zuerst bin ich zum Staudamm im Norden des Sees gefahren, dort habe ich Mittagspause gemacht, dann habe ich meinen Weg ans Südende des etwa 50km langen Sees fortgesetzt. Die Straße führt immer zwischen See und Berg entlang, mit wunderbarer Aussicht auf die schneebedeckten Berge am anderen Ufer. Die Tatsache, daß heute offenbar der Frühling auch in Kanada Einzug gehalten hat, war diesem Ausflug außerdem zuträglich. Die Straße führt durch eindrucksvolle Landschaft und hat mich an diverse Computerspiele erinnert - vielleicht nicht ganz zufällig, denn EA Games, der Hersteller dieser Spiele, ist nicht weit entfernt, mitten in Vancouver, zuhause.

Unterwegs gibt es immer wieder Punkte, von denen kurze Wege in den Wald oder zum See führen, an den meisten bin ich stehengeblieben, Highlight waren die "Lupin Falls" - Wasserfälle mitten in einem moosgrünen Wald, in dem gerade die letzten Schneereste am schmelzen waren. Am Südende des Sees habe ich nach kurzer Pause umgekehrt und bin wieder zurück Richtung Campbell River gefahren. Ich wollte aber nicht bis in die Stadt hineinfahren, außerdem wollte ich meine Chancen, endlich Bären zu sehen, etwas erhöhen und so bin ich eine abends natürlich verlassene Forststraße am anderen Ufer des Sees entlanggefahren - außer viel Wald gibt es hier gar nichts. Lange vor Sonnenuntergang habe ich mir etwas abseits der Straße einen zur Übernachtung geeigneten Platz gesucht. Bären oder andere Vertreter der Tierwelt haben sich jedoch auch an diesem Abend nicht blicken lassen.
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Campbell River
photo by: silan