Sentosa Island

Singapore Travel Blog

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Vormittags hat es heftig geregnet, deswegen bin ich erst einmal im Hostel geblieben und habe abgewartet. Gegen 11 hat es zu regnen aufgehört und ich bin zunächst mit der MRT nach Burgis gefahren und dann zum Sim Lim Square gegangen - einem riesigen Einkaufszentrum nur für Elektronik, war natürlich recht interessant. Dort bin ich auch gleich in ein Internetcafe gegangen und habe ein Schiff von Auckland nach Vancouver gebucht. Anschließend bin ich zurück zur Burgis MRT-Station, gleich daneben habe ich noch etwas gegessen, bevor ich wieder in die Orchard Road gefahren bin, um nach einer neuen Sonnenbrille zu suchen, meine ist leider der Schwerkraft zum Opfer gefallen. Bisher habe ich aber leider keine gefunden, denn es gibt nur extrem hässliche Modelle. Außerdem wollte ich US-Dollar beheben, denn das ist die am Schiff gültige Währung. Doch bereits um halb 5 waren auch hier alle Banken bereits geschlossen, also muß ich das wohl morgen machen.

Anschließend bin ich nach HarbourFront gefahren, um von dort mit einer Seilbahn nach Sentosa Island zu fahren. Das ist eine Art Freizeitinsel im Süden Singapurs und die Seilbahn ist eigentlich genau so eine Kabinenbahn wie sie in den allermeisten Schigebieten zu finden ist. Allerdings ist so eine Seilbahn im Stadtgebiet schon etwas ungewöhnlich. Die Bahn hat drei Stationen, eine auf der Insel, eine in HarbourFront und eine am Mount Faber. Ich habe also ein Ticket für einmal rundherumfahren erstanden und bin in Harbourfront Richtung Sentosa eingestiegen. Das ungewöhnliche daran ist, daß die Station im 15. Stockwerk eines Gebäudes liegt.

Während der Fahrt nach Sentosa Island, die nur wenige Minuten dauert, habe ich den Frachthafen von Singapur gesehen, von dem ich wohl in den nächsten Tagen abfahren werde - sieht von oben wirklich unglaublich groß aus. Auf der Insel schließlich gibt es unzählige Attraktionen, die man natürlich einzeln teuer bezahlen muß. Auch hier gibt es einen Jungle Walk, den man allerdings nicht annähernd mit dem in Taman Negara vergleichen kann. Schließlich bin ich am Strand spazieren gegangen und habe dort auf den Sonnenuntergang gewartet. Das war natürlich eine tolle Gelegenheit, meine neue Kamera auszuprobieren.

Als es dann dunkel war, bin ich zurück zur Seilbahnstation gegangen, um zum anderen Ende nach Mount Faber zu fahren. Bei der Rückfahrt hatte ich natürlich tolle Aussicht auf das nächtliche Singapur. Als ich durch die Mittelstation in HarbourFront durchgefahren bin, war es sehr ungewohnt, zwischen zwei Hochhäusern durchzufahren und im 15. Stockwerk durch die Fenster hineinschauen zu können.

Die Endstation am Mount Faber besteht im wesentlichen aus sehr teuren Restaurants. Der Anblick, der sich mir bei meiner Ankunft geboten hat, war allerdings etwas ungewöhnlich: Weihnachtsbäume, Weihnachtsmusik, Schneefall und Weihnachtsmann. Der Schnee bestand zwar nur aus Schaum (der in gewisser Weise auch "geschmolzen" ist), hat aber gereicht, um für Aufregung zu sorgen. Ich habe den Ort des Grauens ehestmöglich verlassen und bin noch etwa hundert Meter zum Gipfel dieses Hügels gegangen, das war ein schöner Ort mit toller Aussicht, allerdings bin ich bald wieder zurück zur Seilbahnstation. Beim Einsteigen habe ich eine Seilbahnkabine mit wunderschön gedecktem Tisch gesehen. Auf meine Frage hin wurde mir erklärt, daß man in der Seilbahn auch dinieren kann - drei Gänge zu jeweils 30 Minuten, denn solange dauert es, um einmal im Kreis zu fahren. Ich bin allerdings nur bis HarbourFront gefahren und von dort wieder ins Hostel zurück, allerdings habe ich die Fahrt wieder in Burgis für ein Abendessen unterbrochen - Huhn undefinierbar, aber gut, interessant war aber die Beilage: Winzig kleine Fische, zwischen 1 und 2 cm lang und ziemlich dürr. Das besondere daran: Diese Fische waren aus unerklärlichem Grunde gezuckert. Interessante Erfahrung, aber es war gottseidank nur ganz wenig davon auf meinem Teller.
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