Schifahren am Whistler Mountain

Vancouver Travel Blog

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Gestern haben mich meine Gastgeber, ein junges Ehepaar, gefragt, ob ich heute mitkommen würde zum Schifahren. Nachdem ich ganz ungewollt in den Genuß winterlicher Umgebung kommen konnte, habe ich dieses Angebot angenommen. Wir sind schon kurz nach sieben Uhr morgens abgefahren - mitten durch das Stadtzentrum von Vancouver und Stanley Park, eine große Parkanlage, durch. Die Fahrt ins Schigebiet Whistler Blackcomb hat gute zweieinhalb Stunden gedauert - die Straße wird wegen der olympischen Spiele 2010 verbreitert, dadurch kamen wir stellenweise nur langsam voran. Unterwegs haben wir an einer Tankstelle angehalten und ich habe den Schipass dort gekauft, weil um 14 Dollar billiger als vor Ort, außerdem muß man sich nicht anstellen.

Vom Parkplatz in Whistler hat uns ein Shuttlebus zu den Liften gebracht - dort habe ich mir noch Schi und Schuhe ausgeborgt, dann ging es bergwärts. Das Wetter war gut, der Schnee noch besser, denn über Nacht hat es geschneit. Lediglich am Gipfel des Whistler Mountain war es mit -11 Grad ein wenig kühl. Ich war noch nie außerhalb Österreichs schifahren, im Grunde sieht es aber recht ähnlich aus. Einige Pisten sind nicht präpariert, die Lifte sind nicht ganz so modern aber die Idee, an jeder Liftstation Taschentuchspender aufzustellen, habe ich richtig gut gefunden. Die Liftkarten sind im Prinzip ein Aufkleber mit einem Barcode - neben dem Taschentuchspender steht dann jemand und überprüft mit dem Barcodescanner, ob das Ticket gültig ist. Vorsintflutlich, aber schafft Arbeitsplätze.

Zwischendurch haben wir mitgebrachte Sandwiches verzehrt - denn während die Liftkarten etwa gleich teuer wie zuhause sind, ist Essen beinahe noch teurer. Weil aber die Saison eigentlich schon zuende ist, mußten wir an keinem Lift länger als fünf Minuten warten. Erst als wir uns schon auf den Heimweg machen wollten, hat es zu schneien begonnen. War ein schönes Erlebnis, wenn auch etwas anstrengend - wohl weil sich meine körperliche Ertüchtigung in den vergangenen Wochen auf planschen im Schiffseigenen Pool beschränkt hat.

Die Heimfahrt hat etwas länger gedauert, offenbar weil es auf einer stark befahrenen Brücke kurz vor Vancouver ein Unfall passiert ist. Meine Gastgeber hatten aber abends noch einen Termin - sie mußten zum Tanzkurs. Ist sich dann aber alles ausgegangen, ich habe noch ein wenig über Reiseliteratur gebrütet bevor ich etwas früher als sonst und reichlich erschöpft schlafen gegangen bin.
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