Queenstown

Queenstown Travel Blog

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Heute morgen war doch tatsächlich endlich wieder einmal schönes Wetter. Trotzdem, von Sonnenschein kaum eine Spur, denn die Berge ringsum waren sehr hoch. Also mußten wir ein bisschen warten, bis die ersten Sonnenstrahlen in den Milford Sound vorgedrungen sind. Lange haben wir nicht gewartet und der markante Mitre Peak war in morgentliches Sonnenlicht getaucht und hat sich im Wasser gespiegelt. Nach einem ausgiebigen fotographischen Spaziergang haben wir uns auf den Rückweg nach Te Anau gemacht.

Der Rückweg nach Te Anau war 120km lang, während uns gestern abend Busse begegnet sind, die Touristen aus dem Tal hinausgebracht haben, sind uns heute noch viel mehr davon begegnet, die Touristen zum Milford Sound geschaufelt haben, der eine der Hauptattraktionen Neuseelands ist. Wir waren froh, abends und morgens dortgewesen zu sein und nicht tagsüber. Unterwegs haben wir noch an ein paar besonders schönen Stellen Pause gemacht, in Te Anau haben wir nur zu Mittag gegessen (Britische Küche, also Fish & Chips) und haben unsere Fahrt nach Queenstown fortgesetzt.

Unterwegs gab es nicht allzuviel zu sehen, das Wetter war schlecht, aber je näher wir zu Queenstown gekommen sind, umso besser ist es geworden. Kurz nach fünf Uhr nachmittags haben wir am Ende des Lake Wakatipu Queenstown erreicht - eine überraschend kleine Stadt, die hauptsächlich vom Tourismus zu leben scheint - und das besonders während der Schisaison. Das wirklich schöne ist eigentlich nicht die Stadt selber sondern die Umgebung in der sie liegt - der Lake Wakatipu auf der einen, Berge auf der anderen Seite und gleich daneben die Kelvin Peninsula im See.

Auf dieser Halbinsel liegen die Deer Park Heights - wie der Name schon vermuten läßt, besteht die Halbinsel im wesentlichen aus einem Hügel mit einem Wildpark darauf. Weniger wegen der Tiere als wegen der guten Aussicht sind wir dort hinaufgefahren. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, die natürlich alle sehr schön sind, aber als wir am obersten angekommen sind, wurden wir beim Aussteigen aus dem Auto beinahe vom Wind weggeblasen - vermutlich war das der stärkste Wind, den wir jemals erlebt haben, leider war er auch reichlich kalt.

Die malerische Umgebung hat mehrfach als Filmkulisse gedient - natürlich auch wieder für "Herr der Ringe". Für einen anderen Film mit dem Titel "The Rescue" wurde dort ein koreanisches Gefängnis errichtet, das mittlerweile schon ziemlich ramponiert ist, als Kulisse ist es natürlich auch eine sehr billige Bauweise. Nachdem die Sonne untergegangen ist, war es noch kälter und der starke Wind hat uns von diesem schönen, aber ungemütlichen Ort schnell vertrieben.

Die Nacht wollten wir in den "Remarkables" verbringen, einem Schigebiet, das im Sommer ziemlich ausgestorben ist. Die steile Schotterstraße führt über 20km von 300 auf über 1600 Meter und als wir oben angekommen sind, war es schon dunkel. Im hellen Mondlicht haben wir aber die Konturen der umgebenden Bergspitzen sehen können während wir auf der anderen Seite das Tal und die gegenüberliegende Bergkette erkennen konnten. Am großen aber völlig verlassenen Parkplatz vor den Schiliften haben wir schließlich die Nacht verbracht.
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Queenstown
photo by: genetravelling