Pelorus Mail Run

Havelock Travel Blog

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Heute war ein entspannender Tag angesagt, denn wir haben eine Fahrt mit dem "Pelorus Mail Boat" gebucht, das um 9:30 von Havelock abgefahren ist. Die Nacht haben wir nahe Nelson verbracht, bis Havelock waren es noch etwas mehr als 70 Kilometer zu fahren. Um halb sieben sind wir jedoch schon aufgebrochen, wie nicht anders zu erwarten, waren wir auch sehr früh in Havelock und haben das Mail Boat auch schon bald gefunden. In Havelock haben wir unsere Rundfahrt durch die Südinsel beendet und den Kreis geschlössen. Vor der Abfahrt des Bootes haben wir noch gefrühstückt und Proviant eingepackt, denn die Rundfahrt durch den Pelorus Sound sollte den ganzen Tag dauern.

Das kleine Schiff ist schließlich pünktlich mit relativ vielen Passagieren abgefahren. Das Pelorus Mail Boat verkehrt dreimal wöchentlich auf unterschiedlichen Routen durch den Pelorus Sound und die angrenzenden Fjorde und Inseln, um sehr entlegene Orte mit Post und anderen Gütern zu versorgen. Bei den meisten Zielen handelt es sich um Muschelfarmen, derer es im Pelorus Sound eine ganze Menge gibt - Havelock bezeichnet sich selbst auch als "Mussel capital of the world". Unterwegs auf dem Boot, das während der siebenstündigen Fahrt an etwa acht derartigen Punkten angelegt hat, wurde uns erklärt, daß an einer einzigen Leine einer Muschelzucht innerhalb von zwei Jahren 60 Tonnen Muscheln heranwachsen. Diese Leinen sind natürlich relativ lang und jede Muschelfarm besitzt zwischen 10 und 20 solcher Leinen.

Der Pelorus-Sound selbst ist ein sehr verzweigter Fjord mit vielen Inseln und Buchten. Am Rückweg haben wir an einer dieser Buchten angehalten und Mittagspause gemacht. Bei der Rückfahrt nach Havelock war bereits Ebbe und einige Seitenarme des Fjords waren ohne Wasser. Es war ein schönes und entspannendes Erlebnis. Erschöpft waren wir nachher trotzdem, denn es war ziemlich warm - deutlich haben wir den klimatischen Unterschied zwischen Süden und Norden gespürt. Um uns etwas Abkühlung zu verschaffen, sind wir ein paar Kilometer zurück zur Pelorus Bridge gefahren, wo der Fluß nahe der Brücke vereinzelte natürliche Pools gebildet hat, deren klares Wasser sehr zum Baden einläd - was wir auch getan haben.

Nachdem sich Havelock als Muschelhauptstadt bezeichnet, sind wir abends natürlich Muscheln essen gegangen. Bei den hier gezüchteten Muscheln handelt es sich um grüne Miesmuscheln - mit Knoblauch und Zitrone waren sie wirklich ausgezeichnet. Während die Sonne untergegangen ist, haben wir uns auf den Weg Richtung Picton gemacht, wo wir morgen mittags die Überfahrt zurück nach Wellington gebucht haben. Wir sind also dem Queen Charlotte Drive gefolgt und haben bei einem Aussichtspunkt ganz in der Nähe von Picton eine geeignete Stelle zur Übernachtung gefunden.
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