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Peking

Beijing Travel Blog

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Heute war also der letzte Tag der Reise mit der transsibirischen Eisenbahn, der Tag meiner Ankunft in Peking. Gestern haben die Chinesen Gutscheine für Frühstück und Mittagessen verteilt. Nachdem mir und einigen anderen die Mongolen gesagt haben, zu China sei eine Stunde Zeitunterschied, haben wir natürlich an der Grenze die Uhren umgestellt. Das hat sich allerdings als falsch herausgestellt, die Chinesen haben die gleiche Zeit wie die Mongolen. Gottseidank ist sich das mit dem Frühstück trotzdem ausgegangen. Frühstück auf chinesisch, das heißt offenbar zwei Scheiben Weißbrot mit Marmelade und zwei Eier dazu. Kurz danach gabs ohnehin Mittagessen - im chinesischen Speisewagen natürlich mit Stäbchen, aber das hab ich wohl seit Japan wieder ein wenig verlernt und dazu noch das Wackeln des Zuges, das meiste ist von den Stäbchen wieder runtergefallen.

Bald ist dann die chinesische Mauer aufgetaucht, aber viel besser war die Fahrt durch ein Gebirge mit unzähligen Tunnels kurz vor Peking. Schließlich hat der Zug pünktlich um 14:06 Peking Hauptbahnhof erreicht. Ich bin zwar erst gestern eingestiegen, aber es waren viele Leute drin die 6 Tage zuvor in Moskau eingestiegen sind und sich gefreut haben, endlich aussteigen zu können.

Das Hostel, das ich bereits in Ulan Bator gebucht habe, ist gleich gegenüber vom Bahnhof (Beijing City Center International Youth Hostel). Unglaublich groß, aber sehr sauber und freundlich, leider ein wenig unpersönlich, weil dadurch, daß es so groß ist, lernt man kaum wen kennen, ist beinahe so strukturiert wie ein Hotel. Bevor ich allerdings einchecken konnte, habe ich Geld gebraucht - chinesisches natürlich. Und natürlich mußte ich es wieder mit Kreditkarte beheben. Im Gebäude gegenüber befindet sich die "Bank of China", dort mußte ich mich erstmal 1 Stunde anstellen und dann hats nochmal eine halbe Stunde gedauert, bis ich mein Geld bekommen habe.

Schließlich habe ich mein Zimmer bekommen, samt eigenem Schließfach - allerdings ohne Schloß, das muß man selbst mitbringen. Zufälligerweise befindet sich ein solches in meinem Gepäck, wenigstens wars nicht umsonst. Nachmittags bin ich dann noch in die Stadt spaziert. In China ist man ja als Europäer leicht zu erkennen und einige Leute sprechen Europäer einfach an, um ihr Englisch auszuprobieren. Zwei Chinesinnen haben mir dann eine Verkaufsaustellung ihrer Kunstuni gezeigt, war nett, aber ich hatte Hunger und unweit gabs eine Gegend, wo unterschiedlichste Dinge auf der Straße zubereitet wurden. Unterschiedlich heißt, daß von Seepferdchen über komische Käfer bis zu unidentifizierbaren Lebewesen alles dabei war. Ich hab mich allerdings an Bekanntes gehalten, dürfte wohl Schaf und Rind gewesen sein. Das Fleisch war auf Holzstangen aufgesteckt und hat pro Stange 1 Yuan gekostet, etwa 10 Cent. Bin dann noch ein wenig durch die Gegend gelaufen, war schon dunkel und nachdem ich müde war, zurück ins Hostel. Trotz anderslautender Auskunft gibts hier WLAN im Zimmer, das ich mit anderen teile. Darunter einer, der offenbar taubstumm ist, jedenfalls scheint er mich nicht zu hören und gesagt hat er bisher auch nix, nur gedeutet daß er gerne das Licht ausmachen würde. Das hab ich jetzt gemacht und ich werd mich jetzt duschen und dann schlafen gehen.
babybelly says:
hab endlich deine reisebericht gefunden.hat jetzt etwas gedauert, bis ich alle gelesen hab. deine reise hört sich wirklich unglaublich spannend und toll an.an manchen orten wär ich auch gern, nur von deinen erzählungen inspiriert.bussi
Posted on: Sep 25, 2007
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Beijing
photo by: Deats