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Hoi An Travel Blog

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Den Vormittag habe ich heute zuerst mit lange schlafen verbracht, dann habe ich mich dar├╝ber ge├Ąrgert, da├č mein Server zuhause nicht ganz so will wie ich, weswegen meine Bilder momentan nur schwer zu erreichen sind. Erst nach eins habe ich das Hotel verlassen um zun├Ąchst meine R├╝ckfahrt nach Hue best├Ątigen zu lassen. Ich habe zwar ein Ticket, aber das war noch ohne Datum - jetzt hab ich eins, morgen um zwei Uhr gehts zur├╝ck nach Hue. Die Sache mit dem Best├Ątigen war aber nicht so leicht, weil es unz├Ąhlige Reiseb├╝ros gibt, deren Busse zwischen Hue und Hoi An verkehren - nat├╝rlich war ich zun├Ąchst beim falschen und bin einige Male herumgeschickt worden, aber schlie├člich hat es geklappt.

Dann war ich kurz beim Postamt - das war innen ziemlich alt, aber sehr h├╝bsch, alles aus Holz, einschlie├člich der Briefk├Ąsten. Um zwei Uhr schlie├člich hatte ich meinen Termin in der Schneiderei zur Anprobe - hat auch alles gepa├čt. Lustig war ja folgendes, Robert, der Kanadier, hat mir diese Schneiderei empfohlen. Ich war in ein paar anderen und habe die auch am sympathischsten gefunden. Als ich gestern da war, war auch ein Paar aus Australien dort, die sich nicht sicher waren, wo sie ihre Sachen anfertigen lassen sollten, also habe ich mir gedacht, ich sage ihnen, da├č ich schon in einigen Schneidereien war und diese hier bisher am besten finde. All das hat der Chefschneider nat├╝rlich mitbekommen und ich glaube, der hat mit uns das Gesch├Ąft seines Lebens gemacht, er war jedenfalls sehr dankbar. Und wie es der Zufall so wollte, als ich heute in der Schneiderei war, sind nachdem ich meine Sachen probiert habe, der Kanadier und das australische Paar gekommen. Ich hab dann noch ein bisschen verhandelt und einen Seidenpyjama bestellt, ganz was einfaches - hat etwa 15 EUR gekostet und sollte Abends fertig sein. Insgesamt habe ich etwa 400 USD dort ausgegeben, was dank des g├╝nstigen Dollarkurses weniger als 300 EUR ist. Dar├╝ber hat sich der Oberschneider so gefreut, da├č er uns alle um 17:00 Uhr zum Essen eingeladen hat.

Bis dahin war allerdings noch ein wenig Zeit, also bin ich mit dem Kanadier noch ein bisschen durch den Ort spaziert. Heute war es schon wieder deutlich w├Ąrmer und schw├╝ler. Die Stra├čen, die gestern Abend noch ├╝berflutet waren, waren heute schon wieder staubtrocken. Zwischendurch ist auch die Sonne herausgekommen, geregnet hat es heute gar nicht. Um 17:00 Uhr schlie├člich sind wir zur Schneiderei zur├╝ckgegangen. Wir vier wurden an einen Tisch, eigentlich mitten im Verkaufsraum, gebeten und uns wurde - nat├╝rlich wieder vietnamesisches - Essen serviert. Sehr viel und sehr ausgiebig, zum ersten Mal in Vietnam war etwas dabei, was ich nicht wirklich mochte - gef├╝llte Tomaten n├Ąmlich. Aber es gab sonst noch eine ganze Menge guter Sachen. Anschlie├čend hat sich der Kanadier verabschiedet, dessen Bus ging n├Ąmlich um 18:00 Uhr, auch die Australier sind aufgebrochen. Ich auch, allerdings sollte ich um 19:30 Uhr wieder da sein, meinen Pyjama anprobieren.

In der Zwischenzeit bin ich auf die andere Seite des Flusses gegangen. Die Br├╝cken konnte ich heute trockenen Fu├čes erreichen. Auch der Teil hinter der japanischen Br├╝cke (die ├╝brigens nicht auf die andere Seite aber ├╝ber einen Seitenarm f├╝hrt) war heute begehbar. Ich habe noch ein paar Souvenirs besorgt, die wollte ich zusammen mit meinem neuen Gewand nach Hause schicken. Schlie├člich bin ich also zum vereinbarten Zeitpunkt abermals in die Schneiderei gegangen. Auch der Pyjama hat gepa├čt, also habe ich alles zusammen heimschicken lassen - per Sea Mail, weil deutlich billiger, hat aber immer noch fast 50 USD inkl. Versicherung gekostet - so viel wie zwei ma├čgeschneiderte Pyjamas.
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