Nelson

Nelson Travel Blog

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Unseren ├ťbernachtungsort haben wir gestern nicht besonders mit Bedacht ausgesucht - denn Nachts sind nur den kleinen Spa├Ât offenen Fensters unz├Ąhlige M├╝cken, Gelsen und Sandflies eingedrungen und haben uns einerseits mit ihren Flugger├Ąuschen und andererseits mit ihren Stichen vor einem erholsamen Schlaf bewahrt, soda├č wir mitten in der Nacht beschlossen haben, den Wecker morgens eine Stunde sp├Ąter l├Ąuten zu lassen. Statt um sechs Uhr sind wir also erst um sieben Uhr aufgestanden und sind gleich losgefahren.

F├╝r morgen haben wir eine Fahrt mit dem Pelorus-Postschiff gebucht - bis nach Havelock, wo das Schiff wegf├Ąhrt, sind es noch gute 600 Kilometer. Ob dieser Distanz haben wir den ganzen Tag ins Zeichen der Fortbewegung gestellt. Dennoch haben wir recht bald in Hokitika angehalten, einerseits um uns mit Lebensmitteln einzudecken und andererseits, um uns die Marienkirche anzusehen, die - obwohl katholisch - v├Âllig anders aussieht als jede Kirche zuhause.

In Greymouth, jener Stadt, wo der TraNZalpine (der Zug mit dem wir vor einigen Tagen von Christchurch nach Arthur's Pass gefahren sind) seine Endstation hat, haben wir uns nur kurz aufgehalten. Wir sind gleich weitergefahren zu den Pancake Rocks. Was wir dort gesehen haben, hat unsere Erwartungen ├╝bertroffen: Hier gibt es Felsen am Meer, die aussehen wie aufeinander gestapelte Palatschinken - daher der Name. Auch das Blowhole, durch das Gischt immer wieder nach obenn spritzt, war beeindruckend.

Erst viele Kilometer sp├Ąter haben wir erneut angehalten, als wir die "Buller Swingbridge", eine H├Ąngebr├╝cke ├╝ber die "Buller Gorge" von der Stra├če aus erblickt haben. W├Ąhrend wir die Pancake Rocks kostenlos bewundern durften, war uns der Spaziergang ├╝ber die sehr lange Br├╝cke jeweils f├╝nf Dollar wert. Wir sind dem Rundweg um die Halbinsel in der Buller Gorge gefolgt, was insofern spannend war, als da├č hier anno 1929 ein Erdbeben einen Teil der Landschaft abript um 4,5 Meter angehoben hat.

Von hier aus waren es noch etwa zweieinhalb Stunden Fahrzeit bis Nelson, unserem Tagesziel. Hier galt unser Hauptinteresse dem Auffinden eines Internetcafes, denn Stephan wollte seinen R├╝ckflug um eine Woche verschieben (Neuseeland ist zu sch├Ân, wir haben noch nicht alles gesehen), was schlie├člich nach einigen Telefonaten und Internetrecherche auch gelungen ist. Bereits im Dunkeln haben wir uns auf die Suche nach einem geeigneten ├ťbernachtungsplatz gemacht - wir sind bald nahe der st├Ądtischen Kl├Ąranlage f├╝ndig geworden - allerdings in geruchlich sicherer Distanz.
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Nelson
photo by: wendybodenmann