Nationalpark

Ulaanbaatar Travel Blog

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Heute hatte ich die Gelegenheit, zu einem nahegelegenen Nationalpark mitfahren zu können. Abfahrt war um halb 10, deswegen wars in der Früh ein wenig stressig, das zu organisieren, aber es hat geklappt. Wir haben also Ulan Baatar verlassen, dabei sind wir durch die Vororte gefahren, die ziemlich schäbig sind. Tatsächlich wohnen viele Leute in Jurten. Unterwegs wurden wir, wie alle anderen Autos auch, von der Polizei angehalten und angewiesen, die Straße zu verlassen. 15 Minuten später hat ein Konvoi bestehend aus lauter teuren Autos mit schwarzen Scheiben die Straße passiert, keine Ahnung wer da drin war. Bald haben wir den Nationalpark erreicht. Dort verdienen sich Nomadenfamilien was dazu, indem sie Touristen bei sich schlafen lassen. Das wollten wir auch für eine Nacht tun und so habe ich mit einem Peruaner, einem Engländer und einem Schweden eine Jurte geteilt. Bald nach unserer Ankunft haben wir was zu essen bekommen - mongolische Kost, die bei weitem nicht so schlecht war, wie wir vielerorts gehört haben, im Gegenteil - hat richtig gut geschmeckt, war nur leider zu wenig. Am Nachmittag sind wir zu viert drei Stunden durch die Gegend spaziert, ständig bergauf, bis wir eine eindrucksvolle Aussicht auf die Umgebung hatten - sehr viel Landschaft und nichts drin, beinahe könnte man sich so den Mond vorstellen, denn Bäume gibt es auch nicht allzu viele. Leicht vorstellbar, daß diese Landschaft irgendwann in die Wüste Gobi übergeht. Den ganzen Weg haben uns die bizarren Felsformationen des Nationalparks begleitet. Nach unserer Rückkehr gab es bald Abendessen, das dem Mittagessen sehr ähnlich, aber sehr gut war.

Danach wurde unsere Jurte, eine von drei, die diesem einen Mongolen gehören, mit dem kleinen Holzofen beheizt. War schön warm drin nachher, allerdings hat unsere Gruppe, etwa 10 Personen, beschlossen, zu einem nahegelegenen Lokal zu gehen. Dort habe ich mich ausführlich mit zwei Südtirolern unterhalten, die mir wertvolle Tips für die Weiterreise gegeben haben. Wir sind bis zur Sperrstunde um 11 Uhr geblieben. Danach hat uns draußen ein eindrucksvoller Sternenhimmel überrascht. Es war zwar ziemlich kalt, aber sehr klare Luft und so viele Sterne habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Danach sind wir schlafen gegangen. In den Jurten gibt es kein elektrisches Licht, wir haben trotzdem ins Bett gefunden. Leider war der Ofen mittlerweile wieder abgekühlt. Wir haben uns mit ein wenig Wodka aufgewärmt, aber in der Nacht war uns trotzdem nicht gerade warm.

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Ulaanbaatar
photo by: Biedjee