Nach Quebec

Quebec City Travel Blog

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Den Vormittag habe ich im Hostel haupts├Ąchlich damit verbracht, darauf zu warten, da├č die Zeit vergeht. Das Wetter war nicht allzu einladend und so habe ich mich erst gegen Mittag auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Hinter dem Eingang zum Bahnhof gab es eine ganze Menge Cafes, Restaurants und B├Ąckereien und zu meiner gro├čen Freude wurden europ├Ąische, in erste Linie nat├╝rlich franz├Âsische Speisen angeboten. Das war nat├╝rlich willkommene Abwechslung, denn in allen anderen kanadischen St├Ądten ist au├čer Pizza, Burger und vielleicht asiatischem Essen kaum etwas zu bekommen. Zun├Ąchst habe ich mein Ticket abgeholt, dann mein Gep├Ąck aufgegeben und den Rest der Wartezeit habe ich mir mit Mittagessen vertrieben.

Eine halbe Stunde vor Abfahrt sollte der Zug am Bahnsteig zum Einsteigen bereit sein. Auch hier darf man vorher nicht auf den Bahnsteig, vor dem Abgang dorthin mu├čte ich mich anstellen und warten, bis ein Schaffner die T├╝r ge├Âffnet hat. Im Zug war ich etwas ├╝berrascht, da├č ich eine Reservierung in der ersten Klasse hatte, den gebucht hatte ich nat├╝rlich die zweite. Allzuviel unterschied zwischen erster und zweiter Klasse besteht hier ohnedies nicht. Unabh├Ąngig davon gibt es in den Z├╝gen zwischen Montreal und Quebec durchgehend Internet, was die Zeit nat├╝rlich schneller vergehen lie├č.

Nach dreieinhalb kurzen Stunden habe ich Quebec erreicht, am Bahnhof hat mich mein hiesiger Gastgeber, Alain, abgeholt und nach Hause gebracht - mitten im Stadtzentrum. Schon bei der kurzen Fahrt dorthin ist mir aufgefallen, da├č sich diese Stadt deutlich von allen anderen kanadischen St├Ądten unterscheidet, die meisten H├Ąuser sind nicht h├Âher als drei Stockwerke und aus Ziegel oder Stein gemauert, Wolkenkratzer wie in anderen St├Ądten gibt es praktisch keine.

Abends wollten wir zu einem Couchsurfing-Treffen gehen, das zuf├Ąlligerweise heute stattgefunden hat. Nachdem das ganze als Picknick geplant war, haben wir noch ein wenig zu essen besorgt. Der vereinbarte Treffpunkt war eines der Stadttore, wir waren etwas zu fr├╝h und mu├čten eine ganze Weile warten, bis noch jemand aufgetaucht ist. Zum vereinbarten Zeitpunkt schlie├člich waren es gut 15 Leute und wir haben uns einen Platz im Gr├╝nen neben der Stadtmauer gesucht. Es war ein netter Abend, auch wenn sich die Kommunikation in Grenzen gehalten hat, denn viele sprechen nur Franz├Âsisch und ├╝berhaupt kein Englisch - und meine Franz├Âsischkenntnisse halten sich in Grenzen. Als es dann doch ein wenig kalt wurde und zu regnen begonnen hat, haben wir uns noch in ein Lokal zur├╝ckgezogen, bevor sich die Gruppe aufgel├Âst hat und auch wir wieder nach Hause gegangen sind.
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Quebec City
photo by: peppertm