Mt. Morgan

Rockhampton Travel Blog

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Nach dem Frühstück habe ich mich zur Bushaltestelle bringen lassen, von wo aus der Bus nach Mount Morgan fährt, wohin ich einen Tagesausflug machen wollte. Der Bus war pünktlich und ist nach nicht ganz einer Stunde gegen 11 Uhr in Mount Morgan angekommen. Allein schon die Fahrt dorthin war sehr schön. Der Ort liegt auf einem Berg und ist winzig klein, allerdings ist bis vor einigen Jahren hier Gold abgebaut worden.

Als erstes habe ich mir einen Stadtplan besorgt, also eigentlich nur eine Skizze der wenigen Straßen, die es in dem Ort gibt, und bin zu einem Aussichtspunkt hinaufgegangen, von wo es einen übersichtlichen Blick auf das Gelände der Mine gab. Ich bin noch ein wenig durch den Ort gegangen bevor ich mir im Supermarkt etwas zu essen gekauft und mich auf den Weg zum "Big Dam" gemacht habe, wo es einen Picknickplatz gab. Keine Menschenseele war dort und die Aussicht einfach herrlich. Der Staudamm ist eigentlich nicht groß, sondern ziemlich klein. Derzeit ist der Stausee ziemlich leer und mit üppigem Grün bewachsen. Nachdem ich also erst einmal etwas gegessen habe, wollte ich die Umgebung fotographisch festhalten. Als ich nach nur wenigen Minuten wieder zurückgekehrt bin, haben sich doch tatsächlich einige Raben an meinem Essen bedient, das ich allerdings vorher wieder verpackt habe. Trotzdem haben sie es irgendwie geschafft, eine leider noch fast volle Dose mit Aufstrich auszupacken und zu öffnen.

Das Minengelände selber konnte man leider nicht oder nur mit (heute ausgebuchter) Führung betreten, dennoch habe ich mich dorthin auf den Weg gemacht. Zwischen Mine und Stadt gibt es eine sehr kurze Bahnlinie. Die Information im Lonely Planet, ein Dampfzug würde auf dieser Strecke täglich verkehren, hat sich bereits vor einigen Tagen bei meiner Internet-Recherche als falsch herausgestellt. Diese hat ergeben, daß der Zug nur Freitags bis Montags verkehrt und heute ist Mittwoch. Gestern wurde mir gesagt, der Zug würde überhaupt nicht mehr verkehren und heute habe ich den Grund dafür erfahren: Die Schienen sind in einem zu schlechten Zustand und es fehlt das Geld, sie wieder herzurichten - obwohl es nur wenige Kilometer sind.

Ich bin also auf die andere Seite des Minengeländes gegangen, über den auf der anderen Seite des Ortes aufgestauten Fluß gibt es hier eine Hängebrücke aus Holz, die eigentlich auch sehr schön ist. Die sieht nicht nur einsturzgefährdet aus, sie ist es auch - und obwohl es angeblich die längste oder zweitlängste derartige Brücke in Australien ist, fehlt auch hier das Geld, um die Brücke wieder begehbar zu machen. Sehr eigentümlich, denn Australien ist sicher kein armes Land.

Weil es heute extrem heiß war, später habe ich erfahren, daß es etwa 39°C gewesen sein sollen (ich hätte 35 geraten), bin ich kurz nach vier mit einem gottseidank klimatisierten Bus wieder nach Rockhampton zurückgefahren. Während ich auf den Bus gewartet habe, durfte ich Weihnachtsliedern wie White Christmas, Jingle Bells oder Last Christmas lauschen, was sich in meinem Kopf noch immer nicht mit der Hitze verträgt. In Rockhampton an der Bushaltestelle wurde ich wieder abgeholt, zurück in meiner Unterkunft gabs auch gleich Spaghetti für mich.
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Rockhampton
photo by: SarahBus