Mt. Egmont

Opunake Travel Blog

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Zunächst wollten wir heute noch ein paar Kilometer zurückfahren, denn die hügelige Gegend, durch die wir gestern noch in der Dämmerung gefahren sind, hat sehr ansprechend ausgesehen. Bei Tageslicht war sie dann zwar auch recht nett, aber doch nicht so spannend wie wir uns erhofft haben. Wir haben uns also recht bald auf den Weg zu unserem heutigen Ziel, dem Mt. Taranaki (auch als Mt. Egmont bekannt) gemacht, dabei handelt es sich um einen sehr markanten und mehr als 2600m hohen Vulkankegel im Südwesten der Nordinsel.

Nach einer sonnigen Frühstückspause haben wir Hawera im Südosten des Mt. Taranaki erreicht und beschlossen, den Berg mit der Sonne gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Unser erstes Ziel auf der Umrundung war New Plymouth, wo wir, weil wir Zeit hatten und müde waren, eine Pause im Brooklands Park gemacht und uns dort den kleinen Zoo angeschaut. Im Hafenbereich haben wir uns dann auf die Suche nach dem "Wind Wand" gemacht, einem hohen Glasfaserstab am Coastal Walkway, der sich im Wind bewegt - ein Kunstwerk eines gewissen Len Lye.

Nur ein kleines Stück weiter im Süden, schon in Sichtweite, liegen die "Sugar Loaf Islands" - schroffe Felsen als Reste von Vulkanschloten. Nachdem der Mt. Taranaki recht schwierig zu besteigen ist und wir Steigeisen und Eispickel nicht dabei hatten, haben wir uns damit begnügt, auf einen dieser Felsen, den Paritutu Rock, zu klettern. Obwohl nur 60 Meter hoch, ist der Felsen oben sehr steil und mit Drahtseilen gesichert. Dafür haben wir von oben erstmals den Gipfel des Mt. Taranaki erblickt, der sich den ganzen Tag hinter Wolken versteckt hat.

Nach dem Abstieg sind wir den "Surf Highway", der den Berg auf der Westseite umrundet, entlanggefahren. Die Straße liegt allerdings einige Kilometer vom Meer entfernt, nach einiger Zeit sind wir eine der vielen Stichstraßen zum Meer gefahren. Am Ende der Straße haben wir einen breiten Strand erreicht - bei Ebbe. Aus einem Fluß am oberen Ende des Strandes ist Wasser durch den Sand gesickert und in unzähligen kleinen Rinnsalen Richtung Meer geflossen, dabei haben sich sehr vielfältige und sich ständig verändernde Muster im Sand gebildet. Keine Frage, daß wir dort ausgiebig verweilt und fotographiert haben.

Wir sind dem Surf Highway weiter gefolgt, aber als sich die Sonne dem Horizont genähert hat, wollten wir doch wieder zum Strand - doch nach wenigen Kilometern, aber nicht mehr allzuweit vom Strand, war die Straße abgesperrt - wir mußten also umdisponieren und sind an einem Leuchtturm vorbei wieder zum Surf Highway zurückgekehrt. Wir sind noch bis Opunake weitergefahren - ein sehr kleines Nest, aber glücklicherweise gab es die schon dringend benötigte Tankstelle. An einem Aussichtspunkt am Meer haben wir schließlich übernachtet.
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