Moskau erreicht

Moscow Travel Blog

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Geschlafen hab ich nicht so toll, wurde nachts zweimal aufgeweckt, einmal von den Ukrainern an der Grenze und auf der anderen Seite von den Russen. Die waren gottseidank unkompliziert. Vier Leute hatten im Abteil Platz, Ich hab links oben geschlafen, die anderen Plätze hat eine Familie belegt, die von Kiew nach Hause nach Moskau gefahren ist. An der Grenze wieder Uhr nachstellen, jetzt sinds +2h nach Hause.

Der Zug ist um 06:39 in Moskau angekommen, ich habe am Vorabend noch zu jemandem Kontakt aufgenommen, der mir Unterkunft angeboten hat. Nachdem ich am Sonntag so früh niemanden stören wollte,  hab ich mich in ein Cafe gesetzt und mir einen Kakao geordert. Gekommen ist natürlich ein Kaffee - igitt, hab ich dann stehenlassen, hab im Grunde ja nur was gekauft, damit ich mich da reinsetzen kann. Eine Stude später bin ich vor dem Bahnhof ein wenig rumspaziert und hab mich dann auf die Suche nach der Elektrischka gemacht, so eine Art S-Bahn. Damit sollte ich zu einer bestimmten Station fahren, an der nicht jeder Zug hält. Tatsächlich konnte mir lange niemand sagen, welcher Zug dort hält - einige meinten ja, einige meinten Nein wenn ich auf Fahrkarte mit Fahrziel und Zug gedeutet habe. Bin zweimal aus dem gleichen Zug ein- und wieder ausgestiegen, wegen unterschiedlicher Angaben.

Egal, schließlich hatte ich bei einem Zug dreimal die gleiche Auskunft erhalten, er würde an der Station Peredelkino anhalten. Hat er dann auch, bin ausgestiegen und wurde bald wie zuvor vereinbart abgeholt. Bin jetzt in einem irrsinnig netten Holzhäuschen in einem schönen Garten, Bäume drumrum. Mein Gastgeber ist sehr nett, hab Tee bekommen und mich endlich mal geduscht und Wäsche gewechselt, dazu war bisher keine Gelegenheit. Hier hab ich auch WLAN und damit Internet so viel und lang ich will.

Mit dem Zug sinds etwa 20 Minuten ins Stadtzentrum, kostet umgerechnet etwa 50 Cent. Bin durch Moskau gelaufen, hab den Kreml gesucht und nach kurzer Suche entdeckt. Hab ein Ticket gekauft, um reinzukommen, aber nicht damit gerechnet, dass die mich zweimal durchsuchen wuerden wie am Flughafen. Bei der ersten Station haben sie nichts gefunden, bei der zweiten am Eingang zum Kreml hat ihnen mein Pfefferspray gar nicht gefallen also musste ich den bei der Gepaeckaufbewahrung abgeben. Drinnen wars dann nett, schoen, aber ueberall laufen Polizisten rum und passen auf, dass man ja nicht das falsche Gebaeude fotographiert, dann fangen sie wie die irren zu pfeifen an. Danach bin ich rausgegangen, hab mir ein Russenkebab gegoennt, das is nur ein zusammengerolltes Wuerstchen. Bin dann ueber den roten Platz gelaufen, um den Kreml herum, am Fluss entlang und dann wieder zurueck zum Bahnhof, das ganze hat gute 8 Studen gedauert. Dann wieder mit dem Zug retour und bald schlafen gegangen.

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Moscow
photo by: eefab