Mornington Peninsula

Melbourne Travel Blog

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Nachdem es heute zun├Ąchst auch nicht allzu hei├č war, bin ich mit meiner Tante am Vormittag Richtung Mornington Peninsula aufgebrochen. Vorher wollte ich noch im Postamt f├╝r mein US-Visum bezahlen und ein 5x5cm Pa├čfoto f├╝r den Visumsantrag anfertigen lassen. Angesichts der Tatsache, da├č der Fotograph aber gerade nicht zugegen war, haben wir das auf nach unserem Ausflug verschoben, was sich schlie├člich aber nicht mehr ausgegangen ist.

Zun├Ąchst sind wir ├╝ber Arthur's Seat gefahren, einem Aussichtspunkt, von dem man einen sch├Ânen Blick ├╝ber Port Philipp Bay hat. Dort steht einer der wenigen Sessellifte Australiens, der Besucher vom Aussichtspunkt zum Strand und umgekehrt bringen sollte, aber nach einigen technischen Defekten wurde der offenbar aufgegeben. Wir wollten aber ohnehin weiterfahren und so sind wir gegen Mittag in Portsea angekommen. Dort haben wir das Auto geparkt und sind mit einem "Transporter" (ein Traktor mit f├╝nf Anh├Ąngern f├╝r Fahrg├Ąste) in den Point Nepean National Park gefahren, der am Ende der Mornington Peninsula liegt.

Ganz am Ende sind wir ausgestiegen, dort waren ├ťberreste jener Verteidigungsanlagen zu bewundern, mit der im ersten und zweiten Weltkrieg die Einfahrt zu Port Philipp Bay, der gro├čen Bucht um Melbourne, bewacht wurde. Im Prinzip Betonbunker unterschiedlicher Funktion. Im Inneren war die Geschichte der Bauwerke erl├Ąutert, etwa da├č von hier aus nur zweimal ein Schu├č abgefeuert wurde - jeweils Australiens erster Schu├č im ersten und zweiten Weltkrieg. Beide Male waren es aber Warnsch├╝sse vor den Bug von Schiffen, zu Schaden ist niemand gekommen.

Das Ende der Halbinsel ist ziemlich schmal, so haben wir auf der einen Seite das ruhige Wasser in der Bucht und auf der anderen Seite die hohen Wellen au├čerhalb derselben gesehen, denen vor einigen Jahren der australische Premierminister beim Schwimmen zum Opfer gefallen ist, woran ein Denkmal dort erinnert. Wir sind also gem├╝tlich zum Eingang des Nationalparks, etwa 7km, zur├╝ckspaziert. Die Aussicht war toll und der gr├Â├čte Teil des Weges hat durch den Busch gef├╝hrt, nur den letzten Teil zur├╝ck zum Auto mu├čten wir auf der Stra├če zur├╝cklegen.

Zur├╝ck zuhause habe ich begonnen, meine Unterlagen f├╝r den US-Visumsantrag zu sortieren. Unglaublich, was die alles wissen wollen, gerade da├č sie nicht nach der Farbe meiner Unterw├Ąsche fragen. Nett ist auch die Frage nach dem Namen meines Stammes gewesen.
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Melbourne
photo by: jendara