Mekong, Tag 2

Can Tho Travel Blog

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Heute mußte ich sehr frĂŒh aufstehen, denn um 07:00 Uhr war Abfahrt zum "Floating Market". Das heißt, wir sind mit dem Bus zum Hafen gefahren und sind dort in ein Boot umgestiegen. Eigentlich waren es zwei solcher MĂ€rkte, der erste war in Cai Rang. Dieser Markt besteht im wesentlichen aus Booten, auf denen Einheimische ihre Waren, meist Lebensmittel oder Kleidung, anbieten. Auf jedem Boot findet sich ein Mast, an dem jene GegenstĂ€nde, die auf dem jeweiligen Boot verkauft werden, aufgehĂ€ngt sind. Der Grund, warum der Markt auf dem Wasser und nicht auf dem Festland ist, liegt darin, daß die VerkĂ€ufer weniger Steuern zahlen mĂŒssen, wenn sie ihre Waren am Wasser verkaufen - warum auch immer.

Am Weg zu einem zweiten solchen Markt in Phong Dien sind haben wir noch einen Abstecher zu einer Reisnudelmanufaktur gemacht und zugeschaut, wie aus Reis Reisnudeln gemacht werden. Nicht, daß es sonderlich schmutzig gewesen wĂ€re, aber sauber war es auch nicht gerade - im Grunde Erdboden mit Strohdach darĂŒber. Schließlich sind wir zum zweiten Markt weitergefahren - mit dem Boot, versteht sich. An den Ufern hat man immer wieder Leute WĂ€sche oder sich selbst waschen gesehen, obwohl das Wasser trĂŒb und nicht besonders sauber ist. Dort habe ich mir schließlich etwas zu essen gekauft, darunter etwas Undefinierbares. Ein in BlĂ€tter gewickeltes PĂ€ckchen Reis. In dem Reis war eine Art Bohnen drin und in der Mitte eine Banane. War sĂŒĂŸ und ziemlich klebrig, aber sehr gut.

Anschließend sind wir mit Boot und Bus wieder zurĂŒck zum Hotel gefahren, wo es Mittagessen gab. Auf der Speisekarte habe ich Schlange entdeckt. War fĂŒr vietnamesische VerhĂ€ltnisse mit umgerechnet EUR 2.- reichlich teuer, aber ich habe mir gedacht, um diesen Preis finde ich Schlange wohl sonst nirgendwo und habe also Schlange nach vietnamesischer Art bestellt - also in Currysauce mit ErdnĂŒssen, Zwiebeln und GemĂŒse. War zwar ein wenig zĂ€h, aber sehr gut - und natĂŒrlich mit Knochen, aber die waren eher wie FischgrĂ€ten.

Nachmittags haben wir zunĂ€chst eine Krokodilfarm angeschaut, wo 13000 Krokodile unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe leben. Fleisch wird gegessen, aus der Haut Schuhe, Handtaschen und Ă€hnliches gemacht. Schließlich sind wir noch zu einem buddhistischen Tempel gefahren, das auf einem Berg lag. Wunderbare Aussicht, aber Tempel dieser Art habe ich nun wirklich schon genug gesehen.

Dann ging es - endlich, weil ich schon ziemlich mĂŒde war - zum Hotel in My Tho, wo wir die heutige Nacht verbringen werden. Morgen werde ich Vietnam auf dem Wasserweg nach Kambodscha verlassen. Nachdem wir heute und gestern schon so viel schönen Fluß aus nĂ€chster NĂ€he gesehen haben, habe ich mich bemĂŒht, vom "Slow Boat", das 7 Stunden unterwegs ist, auf ein "Fast Boat" (4 Stunden) umzubuchen, denn ich habe mehrfach gehört, die Fahrt im Slow Boat sei ziemlich langweilig.

Im Hotel habe ich heute mangels Klimaanlage (wie gestern auch) mein Mosiktonetz aufgehĂ€ngt. Ich dachte schon, ich wĂŒrde es umsonst mitschleppen, denn bisher habe ich es noch nie gebraucht. In einigen Hotels hĂ€ngt eines zusammengeknotet von der Decke. Bevor ich Vietnam verlasse, wollte ich eigentlich noch eine DVD mit Fotos heimschicken. Ich habe also im Hotel gefragt, wie lange denn das Postamt offen hat. Die Antwort war 21:00 Uhr. Das hat sich auch als richtig herausgestellt, allerdings kann man abends keine Post mehr aufgeben. Warum ein Postamt so lange offen hat aber keine Post entgegennimmt, habe ich nicht ganz verstanden.
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Can Tho
photo by: alanmica