Mekong, Tag 1

Vinh Long Travel Blog

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Um 08:00 Uhr wurden zwei Deutsche und ich vom Hotel abgeholt. Im Bus waren dann insgesamt etwa 20 Leute und wir sind Richtung Süden, ins Mekong-Delta, aufgebrochen. Unser Begleiter vom Reisebüro hat uns eine ganze Menge interessante Dinge erklärt, etwa daß es in Vietnam deswegen so wenige Autos gibt, weil sie so teuer sind (weit teurer als bei uns) und so viele Motorräder, weil sie so billig sind (deutlich billiger als bei uns). Die Fahrt hat etwa zwei Stunden gedauert und wir sind in Can Tho in ein Boot umgestiegen, das uns zu einer Insel im Mekong gebracht hat. Dort gab es in einer großen Bambushütte tropische Früchte zu essen. Wir sind gerade rechtzeitig dort angekommen, denn es hat ordentlich zu regnen begonnen. Eine einheimische Familie hat ihre musikalischen Künste dargeboten - die waren allerdings nicht besonders überwältigend.

Überwältigend war aber, was danach kam. Wir sind in einige der kleinen langen Boote umgestiegen, die von zwei Personen, eine vorne, eine hinten, gerudert werden. Das mußten wir nicht selber machen, das haben auch Vietnamesen für uns übernommen. Diese Bootsfahrt war spannend, weil links und rechts der Wasserwege Kokosnusspalmen und anderes tropisches Gewächs beinahe wie eine Mauer gestanden sind. Leider hat es auch während der Fahrt weitergeregnet. Dann sind wir wieder auf ein größeres Boot umgestiegen, das uns auf eine andere der zahlreichen Inseln gebracht hat - zum Mittagessen, das vielleicht einen kleinen vietnamesischen Magen füllen konnte, nicht aber meinen.

Nach dem Mittagessen war das Wetter wieder schön und wir sind wieder mit dem Boot nach Coconut Island weitergefahren. Wie der Name schon sagt, wuchern dort Kokosnusspalmen und die Kokosnüsse werden dort, natürlich in Bambushütten, vollständig zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet, besonders zu Süßigkeiten - und dabei haben wir zugesehen und natürlich gekostet. Damit war das Tagesprogramm auch schon vorbei und es hieß nur noch zwei Stunden Busfahrt bis zum Hotel in Vinh Long.

Unterwegs sind wir an jener Brücke vorbeigekommen, die vor wenigen Wochen eingestürzt ist. Ich habe aber erfahren, daß die Brücke noch gar nicht fertig war. Eingestürzt ist der Teil der Brücke, der von Japanern gebaut wurde, weil der Boden in der Umgebung sehr, sehr weich ist und Japaner das nicht gewohnt sind. Wir haben den Mekong jedenfalls mit der Fähre überquert, das heißt alle aus dem Bus aussteigen, zu Fuß auf die Fähre und am anderen Ufer in umgekehrter Reihenfolge.   

Im Hotel angekommen, bin ich mit den beiden Deutschen und einer Australierin auf Nahrungssuche gegangen. Dieser Ort ist für seine unterschiedlichen Fleischgerichte bekannt und auf der Speisekarte standen auch gegrillte Maus und unterschiedliche Variationen von Schlange - das wollte ich eigentlich probieren. Doch ich hätte eine ganze Schlange bestellen müssen und das wäre etwas teuer gekommen, also habe ich Feldmaus gegrillt bestellt und weil ich angenommen habe, daß diese recht klein ist, auch noch Tintenfisch. Letzteren habe ich bekommen, die Maus, die mich mehr interessiert hätte, aber leider nicht. Erst beim dritten Mal nachfragen habe ich die Auskunft bekommen, daß es heute leider keine Maus gäbe. Wahrscheinlich hatte die Katze heute ihren freien Tag oder sie wurde beim letzten Vollmondfest verzehrt.
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Vinh Long
photo by: kevt76