Mackenzie Country

Otematata Travel Blog

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Die Hoffnungen auf einen regen- und wolkenlosen Morgenspaziergang zum Kea Point, von wo aus man den Mueller-Gletscher mitsamt Gletschersee und Mt. Cook sieht, haben sich leider nicht erfüllt: Beim ersten Blick aus dem Fenster war wieder umdrehen und weiterschlafen angesagt. Wir wollten noch bis 10 Uhr auf Wetterbesserung warten, aber um halb 10 waren einige blaue Flecken am Himmel zu erkennen und wir sind zu einem - laut Auskunft zwei Stunden langen - Ausflug aufgebrochen. Der Weg war relativ eben und kaum ansteigend, sodaß wir das Ziel schon nach weniger als einer halben Stunde erreicht haben. Der Gletscher liegt allerdings in einem Seitental, in dem die Wolken offenbar deutlich länger hängenbleiben, also blieb uns zunächst die Aussicht auf den Mt. Cook wieder verwehrt.

Um 11 waren wir wieder zurück in Mt. Cook Village, von wo aus der unlängst verstorbene Neuseeländer Sir Edmund Hillary am Mt. Cook für seine Erstbesteigung des Mt. Everest trainiert hat - einige Einrichtungen erinnern an ihn. Unter anderem eine riesige Hotelanlage, in einem Internetcafe nebenan haben wir noch fast zwei weitere Stunden darauf gewartet, daß das Wetter besser wird und schließlich haben wir das Tal, an dessen Ende Mt. Cook Village liegt, bei Sonnenschein wieder verlassen.

Wir wollten heute nocheinmal bei Schönwetter durch das Mackenzie Country fahren, wo wir gestern schon unterwegs waren. Zunächst sind wir bis Lake Tekapo zurückgefahren - wie gestern auf dem Damm entlang, hinter dem der Tekapo Channel zu einem Kraftwerk geführt wird. Dort haben wir nochmals die "Church of the good Shepherd" aufgesucht - diesmal bei Sonnenschein. Unser weiterer Weg hat uns nun wieder zurück zum Lake Pukaki geführt, allerdings auf einer Schotterstraße, auf der es unzählige Fotomotive und als Krönung endlich einen halbwegs wolkenfreien Blick auf den Mt. Cook gab.

Bevor wir wieder auf die Hauptstraße zurückgekommen sind, hat eine Schafherde den Weg versperrt. Die Schafe sind allerdings dann recht flott zur Seite gesprungen - ganz im Gegensatz zu einem Igel, der unseren Weg gekreuzt hat. Dieser wollte sich offenbar nicht der unmittelbaren Gefahr, überfahren zu werden, entziehen. Schließlich haben wir ihn von der Straße getragen, was sich als ziemlich stachelige Angelegenheit erwiesen hat.

Wir wollten heute so weit wie nur möglich vor Einbruch der Dunkelheit fahren - Richtung Moeraki, wo wir morgen Früh zu Sonnenaufgang sein wollen. Etwa 130km von diesem Ziel entfernt haben wir uns nahe dem Örtchen Otematata einen Schlafplatz gesucht und sind nach einem raschen Abendessen gleich zu Bett gegangen - denn morgen wollten wir noch vor Sonnenaufgang Moeraki erreichen.
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