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Macao

Macau Travel Blog

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Heute hie├č es fr├╝h aufstehen, weil ich wollte mit dem Schnellboot nach Macao fahren. Also um halb acht aufgestanden und gegen acht Richtung Hafen aufgebrochen. Unterwegs hab ich mir noch ein Fr├╝hst├╝ck besorgt. Der Passagierhafen ist relativ gro├č und sieht wirklich aus wie ein Flughafen: Check-In Schalter, Gates, Gep├Ąckausgabe und Ein- bzw. Ausreiseb├╝rokratie. Das Boot f├Ąhrt zu jeder halben Stunde, ich habe ein Ticket f├╝r 09:00 Uhr bekommen. Durfte dann auch gleich aufs Schiff, das auch im Inneren an ein Flugzeug erinnert, nur da├č die Fenster gr├Â├čer und die Sitzreihen breiter sind - 13 Personen pro Reihe finden Platz.

Das Boot ist mit 75 km/h oder 40 Knoten tats├Ąchlich schnell und braucht bis Macao ziemlich genau eine Stunde. Beim Aussteigen gabs nat├╝rlich Gedr├Ąnge, denn jeder will der erste bei der Einwanderungsbeh├Ârde sein. Die sind aber gottseidank relativ flott und es arbeiten recht viele gleichzeitig, soda├č die Warteschlangen nur kurz sind. Vor dem Hafengeb├Ąude warten Gratisbusse verschiedenster Casinos, denn Macao ist das Las Vegas von Hong Kong und China - in letzteren beiden ist im Gegensatz zu Macao Gl├╝cksspiel n├Ąmlich verboten. Dennoch, ich habe mir einen Stadtplan besorgt und bin zu Fu├č aufgebrochen. Unterwegs habe ich einen Chinesen aus Peking getroffen, der das gleiche Ziel hatte wie ich: Den Lou Lim Ieoc Park und den Kun Iam Tempel, also sind wir dorthin gemeinsam gegangen.

Der Duft unz├Ąhliger R├Ąucherst├Ąbchen und Rauchspiralen hat uns schon den Weg zum Tempel gezeigt, also immer der Nase nach. Der Tempel war von au├čen zwar recht unscheinbar, aber doch relativ gro├č (eigentlich waren es mehrere Tempel). Der Park, den wir danach besucht haben, war ziemlich klein, aber trotzdem sehr sch├Ân, mit einem Teich in der Mitte, in dem Wasserschildkr├Âten geschwommen sind. Am Ufer haben einige Chinesinnen auf mir unbekannten Instrumenten musiziert. Dort habe ich mich dann von dem Chinesen wieder verabschiedet, denn auf dem Stadtplan war eine Route vorbei an den wichtigsten Sehensw├╝rdigkeiten eingezeichnet, die wollte ich gehen.

Der erste Punkt auf dieser Route war der Camoes-Park, ein etwas gr├Â├čerer Park, in dem ich zuvor erworbene Sandwiches als Mittagessen verzehrt habe. Dann bin ich weiter zum Wahrzeichen Macaos, der Ruine der St. Paul's Cathedral, von der seit einem Taifun nur noch eine Mauer, n├Ąmlich die vordere Fassade, steht. Gleich daneben habe ich den besser erhaltenen ├ťberresten einer Burganlage einen Besuch abgestattet. Die Route hat weitergef├╝hrt an diversen Kirchen und Tempeln vorbei und hat so ein beeindruckendes Bild von Macao hinterlassen: Eine interessante Mischung aus Buddhismus und Christentum. Am gleichen Berg steht oben eine Kirche und am Fu├č dieses Berges ein gut besuchter Tempel. Und nahe des Ufers steht eine gro├če moderne Statue, eine goldene Madonna. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird diese von Christen wie Buddhisten gleicherma├čen verehrt.

Ich war zwar noch nicht in Portugal, aber viele Stra├čen in Macao sehen etwa so aus, wie ich sie mir in Portugal vorstellen w├╝rde. Es ist auch alles zweisprachig angeschrieben (portugiesisch und chinesisch). Obwohl nur 70km von Hong Kong entfernt, sieht Macao v├Âllig anders aus und macht nicht den Eindruck einer Gro├čstadt. Mit gerade einmal doppelt so vielen Einwohnern wie Graz und einer Fl├Ąche von nicht einmal 30 Quadratkilometern ist es das auch nicht.

Ich bin dann am Ufer entlang zur├╝ck Richtung Zentrum spaziert. Dort befindet sich die zuvor erw├Ąhnte Statue, die ich Nachts fotographieren wollte. Auf Ansichtskarten war sie beleuchtet abgebildet, allerdings gabs leider keine Beleuchtung. Also bin ich vorbei an den zahlreichen bunt beleuchteten Casinos zur├╝ck zum Hafen gegangen. Zur├╝ck in Hong Kong habe ich auf dem R├╝ckweg noch frischgepresste S├Ąfte und Kokosmilch besorgt, die sind hier nicht allzu teuer und schmecken hervorragend.
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