MS Hansa Flensburg (01)

Auckland Travel Blog

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Der Tag meiner Abfahrt aus Neuseeland hat gemütlich begonnen. Nachdem meine Gastgeber sonntags lange schlafen, habe ich versucht, mich dem Hausbrauch anzuschließen und ebenfalls länger im Bett zu bleiben. Ganz gelungen ist es mir aber nicht, irgendwann bin ich doch aufgestanden und habe angefangen, meine Sachen einzupacken. Schließlich gab es ein Sonntagsfrühstück - Palatschinken. Ich habe den Vormittag damit verbracht, möglichst alle meine neu erworbenen Bücher in meinen Rucksäcken unterzubringen - auch das war gegen Mittag geschafft.

Das Angebot, mich zum Hafen zu bringen, habe ich natürlich dankend angenommen. Ich hatte mehr als genug Zeit und so sind wir einen kleinen Umweg gefahren, damit ich unterwegs noch ein paar schöne Eindrücke von der Stadt bekomme. In der Tat hätte es natürlich noch einige Dinge zu sehen gegeben, darunter das Nationalmuseum, das eindrucksvoll auf einem Hügel thront, oder den kleinen Hafen in Birkenhead.

Um ein Uhr war ich, deutlich zu früh, bereits am Hafen. An der Einfahrt zum Hafen habe ich mich von meinen Gastgebern verabschiedet und bin in den Hafenbus umgestiegen, der mich zur "Hansa Flensburg" gebracht hat - dem Schiff, mit dem ich nach Kanada fahren werde. Das mittlerweile vertraute Prozedere beim Einsteigen war unkompliziert, einer der Matrosen hat mich zur Kabine gebracht, diesmal wieder eine Zwei-Zimmer-Kabine mit Wohnraum, Schlafraum und Badezimmer - schön geräumig also, wenn auch nicht ganz so groß wie auf der "Northern Fortune", dem ersten Schiff, mit dem ich unterwegs war. Dem (neuseeländischen) Kapitän, der das Schiff gerade erst übernommen hat, habe ich meinen Paß und das Auswanderungsformular überlassen. Der Zoll hatte sich eigentlich für drei Uhr nachmittags angesagt, aufgetaucht ist aber niemand. Um sechs Uhr gab es Abendessen - die in Neuseeland so beliebten grünen Miesmuscheln mit Kartoffeln. Nachdem essen hat der Kapitän mich in sein Büro gerufen, der Zollbeamte wollte mich sehen. Das war auch genau alles, was er wollte: Sehen ob ich auch so aussehe wie auf dem Foto in meinem Paß.

Die Verladearbeiten vor meinem Fenster haben sich bis spät in die Nacht fortgesetzt. Ich habe den Abend damit verbracht, mir Filme anzusehen, darunter "Feed The World" - Gegen die seltsamen Blüten der Globalisierung, die in dem Film zu sehen sind, ist die Sache mit den italienischen Kiwis in Neuseeland ja direkt harmlos. Eigentlich wollte ich bis zur Abfahrt warten und dann auf die Brücke gehen, aber das habe ich angesichts der fortgeschrittenen Stunde verworfen und bin gegen halb eins zu Bett gegangen. Allerdings war ich noch kaum eingeschlafen, als mich nur eine halbe Stunde später die Vibrationen des Motors wieder aufgeweckt haben. Durch mein Fenster habe ich noch einen letzten Blick auf das nächtliche Auckland, Devonport und Rangitoto Island geworfen, bevor ich mich wieder ins Bett begeben habe.

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Auckland
photo by: Fulla