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Letzter Tag in China

Nanning Travel Blog

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Natürlich wollte ich den Vormittag in meinem luxuriösen Zimmer ausnutzen. Dennoch bin ich in der Früh zum Bahnhof um mir die Abfahrtszeit des Zuges bestätigen zu lassen, denn gestern wurde mir gesagt, der Zug würde um 12:16 Uhr abfahren, am Ticket stand aber 21:16 - was sich als richtig herausgestellt hat, ich schätze da hat jemand beim Aufschreiben die 1 mit der 2 vertauscht.

Zurück im Hotel habe ich die gestern Abend noch gewaschenen Sachen mit NoBite imprägniert und nachdem mir gesagt wurde, es mache Sinn, auch Socken zu imprägnieren, besonders, wenn sie schwarz seien, habe ich meine Socken gewaschen und mit dem Fön im Badezimmer getrocknet, was ziemlich schnell gegangen ist.

Danach habe ich meine Sachen eingepackt und dann wars ohnehin schon 12 Uhr - Check out time. Also hab ich meinen Rucksack bei der Rezeption abgegeben und bin ein bisschen durch Nanning spaziert. Vorzugsweise durch Einkaufszentren, weil dort wars einerseits angenehm kühl und andererseits wars interessant zu sehen, was es so alles gibt. Eines dieser zahlreichen Einkaufszentren war offenbar nur für Frauen gemacht, ein Stockwerk nur Schuhgeschäfte mit Damenschuhen, eines mit Handtaschen, eines mit Accesoires und eines mit Makeup. Daß ich da drinnen irgendwie fehl am Platze bin, habe ich aber erst nach dem dritten Stockwerk bemerkt. Lustig ist, daß es hier von bekannten Herstellern wie Nivea, Vichy, L'Oreal etc. "Whiteners" gibt - also das Gegenteil von bei uns erhältlichen Bräuningscremes, denn Chinesen wollen nicht braun sein, im Gegenteil. Und diese Cremes scheinen sehr beliebt zu sein.

Nach den Einkaufszentren bin ich auf die andere Seite des Flusses in einen Park gegangen. Dort wars angenehm ruhig und ich habe mich ein wenig ausgeruht bevor ich wieder zum Hotel zurückgekehrt bin. Gegen 20:00 Uhr habe ich dann meine Sachen gepackt und mich auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Dort angekommen, wollte ich das Bahnhofsgebäude betreten - doch einer der Polizisten hat mein Ticket angesehen und mich weitergeschickt. Nachdem ich keine Ahnung hatte, wohin, bin ich zum Ausgang weitergegangen und habe dort mein Ticket hergezeigt. Auch dort wurde ich mit einer Handbewegung weitergeschickt. Nachdem aber chinesische Handbewegungen nicht besonders akkurat sind, habe ich keine Ahnung, wo ich hingehen sollte. Schließlich habe ich einer Polizistin vermittelt, sie möge mir doch bitte zeigen, wo ich mit diesem Ticket hingehen soll. Das hat sie mir auch gezeigt - und es war eine verschlossene Tür. Während ich mich noch wundere und darüber ärgere, daß keiner weiß, wo ich hin muß, hat eine andere Polizistin von innen die Türe geöffnet und nach meinem Ticket gefragt. Ich habs ihr gezeigt und sie hat mich in einen Warteraum geführt. Anstelle der Metallbänke in den anderen Warteräumen standen dort große gemütliche (wenn auch nicht ganz saubere) Fauteuils und ein Fernseher. Etwa 20 Leute haben schon auf den Zug gewartet. Offenbar fahren nicht besonders viele Leute von China nach Vietnam, denn verglichen mit den Menschenmassen, die sonst auf die Züge warten, ist das nichts.

Nach weiteren 15 Minuten konnten wir dann einsteigen. Ich war mit einem Holländer, einem Chinesen und einem Koreaner im Abteil und wir haben uns gut unterhalten, sind aber bald schlafen gegangen.
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Nanning
photo by: davidfeng