Kootenay National Park

Banff Travel Blog

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Zun├Ąchst mu├čten wir heute den Kootenay Lake per F├Ąhre ├╝berqueren. Die F├Ąhre f├Ąhrt etwa 30km s├╝dlich von Kaslo, wo wir ├╝bernachtet haben, ab. Auf dem Weg dorthin mu├čten wir nochmals durch Ainsworth Hot Springs, wo wir gestern in der H├Âhle gebadet haben. Auf die F├Ąhre mu├čten wir nicht lange warten, die F├Ąhre war etwas gr├Â├čer als jene ├╝ber den Columbia River gestern. Am anderen Ufer sind wir dem See in richtig fr├╝hlingshafter Stimmung nach S├╝den gefolgt. Unser erstes Ziel war das "Glass House", das eigentlich mehr an eine Burg als an ein Haus erinnert. Das besondere daran ist, da├č es aus 600.000 leeren Glasflaschen gebaut ist.

Die Geschichte dahinter ist eher makaber, der Besitzer war Direktor eines Bestattungsunternehmens. In den Flaschen, aus denen er schlie├člich sein Haus gebaut hat, wurde die Fl├╝ssigkeit zum Einbalsamieren von Leichen geliefert. Das Haus liegt unmittelbar am Kootenay Lake, auch im Garten finden sich Bauwerke aus Glasflaschen, darunter ein runder "Burgturm" und eine Br├╝cke, die man nat├╝rlich beide begehen kann. Winters ist das Haus immer noch bewohnt.

Von dort war es nicht mehr weit nach Creston, wo wir uns im Informationsb├╝ro ├╝ber die unterschiedlichen Routen nach Calgary informieren wollten, sehr hilfreich war dieser Besuch allerdings nicht. In Cranbrook haben wir uns dann entschieden, zur├╝ck nach Banff und von dort dann nach Calgary zu fahren. Zun├Ąchst wieder einem See entlang, n├Ąmlich dem Lake Koocanusa, wo wir an den "Canal Flats" eine Pause eingelegt haben. Von dort aus konnten wir die Schneespitzen der Rocky Mountains sich in der Nachmittagssonne im See spiegeln sehen.

Bei Radium Hot Springs sind wir wieder ins Gebiet der Nationalparks gekommen. Hier ist die wahrscheinlich bekannteste Therme der ganzen Region, wir waren uns allerdings einig, da├č das gestrige Thermenerlebnis nur schwer zu ├╝bertreffen ist und haben von einem Thermenbesuch Abstand genommen. Schon kurz nach dem Ort sind wir durch eine enge, spektakul├Ąre Schlucht gefahren: Dutch Creek. Beiderseits der Stra├če ragt der Felsen bizarr in die H├Âhe, der Abstand zwischen den beiden Felsw├Ąnden betr├Ągt nur wenige Meter. Auf der Fahrt durch den Nationalpark hat sich die Sonne schon hinter den Bergen versteckt, die gegen├╝berliegenden Bergspitzen waren noch immer beleuchtet.

Hier war beinahe gar kein Verkehr um diese Zeit, daf├╝r haben hunderte Rehe an den Gr├╝nstreifen links und rechts der Stra├če gegrast. Nat├╝rlich mu├čten wir hier besonders vorsichtig fahren, aber die Tiere scheinen hier an Stra├čenverkehr gew├Âhnt zu sein. Lediglich ein Eichh├Ârnchen, das allzu unvorsichtig die Stra├če ├╝berquert hat, mu├čte schon heute vormittag daran glauben. Abermals und wohl zum letzten Mal habe ich die Grenze zwischen British Columbia und Alberta ├╝berquert. Bis Calgary haben wir es heute nicht geschafft, aber das war auch nicht unbedingt unser Ziel. Stattdessen sind wir wieder in Banff gelandet, wo wir schon vor einigen Tagen gen├Ąchtigt haben. Hier haben wir das gleiche Hotel wieder aufgesucht.
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Banff
photo by: jeffy