Kakadu National Park

Darwin Travel Blog

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Nachdem ich bereits um sechs Uhr aufgestanden bin, war ich bereits um sieben bereit, um zu einer zweitägigen Tour in den Kakadu National Park abgeholt zu werden. Gedauert hat es schließlich bis halb acht, dann jedoch wurde ich abgeholt und zunächst zun Reisebüro gebracht, wo noch einige Leute eingestiegen sind. Schließlich waren wir zu neunt plus Fahrer und sind Richtung Südosten aufgebrochen.

Der erste Stop war am Adelaide River, wo wir nach einem Frühstück mit dem Boot auf den Fluß gefahren sind, um wild lebende Salzwasserkrokodile zu finden und zu füttern. Tatsächlich sind auch einige der Riesenechsen aufgetaucht und haben nach den großen Fleischstücken geschnappt, die mit einem Bambusstab und einer Schnur über das Wasser gehalten wurde. Einige sind richtig hoch aus dem Wasser gesprungen, andere haben es sich im Schlamm am Ufer gemütlich gemacht.

Nachdem wir noch bei einem kleinen Laden vor dem Nationalpark angehalten haben, um Bier und Wein einzukaufen, ging die Fahrt weiter zu einem Picknickplatz, wo wir zu mittag Sandwiches verspeist haben. Das Klima war natürlich wieder tropisch, dh. sehr heiß und ziemlich feucht, weswegen wir zuerst einmal ins Besuchszentrum des Nationalparks gegangen sind, das im wesentlichen über die Tier- und Pflanzenwelt im Kakadu Nationalpark informiert. Das war tatsächlich nicht ganz uninteressant und vor allem waren einige Räume klimatisiert.

Nachmittags sind wir dann weiter Richtung Osten gefahren, zur East Alligator River Crossing, der Grenze zu Arnhem Land. Dieses Gebiet kann nur über zwei Straßen erreicht werden, die je nach Gezeiten mehr oder weniger unter Wasser sind. Außerdem schwimmen im Alligator River natürlich auch Krokodile. Sowohl ein Auto als auch ein Krokodil haben wir beim Durchqueren des Flußes beobachtet, leider nicht zur gleichen Zeit, wäre sicher eine interessante Begegnung gewesen.

Der Höhepunkt des heutigen Tages war anschließend der Besuch in Ubirr, wo es an den überhängenden Felswänden Malereien der Aborigines zu sehen gibt, zwischen wenigen Hundert und mehreren Tausend Jahren alt. Gleich daneben gab es einen Aussichtspunkt, den wir auch noch erklettert haben. Aufgrund der Wetterlage habe ich einen Regenbogen über Arnhem Land vorausgesagt, der dann auch tatsächlich aufgetaucht ist, war ein sehr schöner Anblick. Am Weg zurück zum Auto haben wir noch ein Rock Wallabie gesehen, das zwischen den Malereien herumgehüpft ist.

Dem Regen sind wir gottseidank entwischt (Trotz Regenzeit war heute eigentlich immer wunderbares Wetter) und wir sind zum Yellow Water Lake gefahren, um dem Sonnenuntergang über demselben beizuwohnen - war auch sehr nett, der Sonnenuntergang wurde von einer Flasche Wein und Knabbergebäck begleitet, bevor wir unser nächtliches Quartier aufgesucht haben. Dort gab es dann auch Abendessen, das schnell zubereitet war, Känguruhgeschnetzeltes mit Reis und Gemüse. Das Quartier bestand aus einem riesigen Zelt aus grobmaschigem Fliegengitter und wasserdichtem Dach. In diesem großen Zelt waren mehrere kleinere Zelte zum Schlafen aufgebaut, dazwischen Bänke und Stühle. Nach dem Essen sind wir nochmals zum nur fünf Minuten entfernten Yellow Water Lake gefahren und auf einem Steg am Ufer entlang gegangen. Dabei haben wir rot leuchtende Augen einiger Krokodile sowie zwei Schlangen und einiges anderes nachtaktives Getier gesehen. 
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Darwin
photo by: Sunflower300