Hong Kong Island

Hong Kong Travel Blog

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Vormittags habe ich meine Sachen gepackt und bin vom 6. in den 12. Stock übersiedelt. Das Hostel hier (Lucky Hotel) ist zwar ein wenig teurer, dafür habe ich aber ein Fenster nach draußen und einen besseren Eindruck. Mittags bin ich mit der Fähre nach Hong Kong Island gefahren - das kostet umgerechnet stolze 22 Cent - Die U-Bahn wäre mit 30 Cent sogar teurer gewesen. Die Fahrt mit der Fähre dauert 6 Minuten. Auf der anderen Seite angekommen habe ich mich auf die Suche nach der Peak Tramway gemacht. Ich weiß nicht, ob der Hügel auf der Insel einen Namen hat, überall steht nur "The Peak". Und auf diesen etwa 430 Meter hohen Hügel fährt ein Mittelding aus Schrägaufzug und Straßenbahn. Es sieht eigentlich wie eine gewöhnliche alte Straßenbahn aus, wird aber ähnlich der Grazer Schloßbergbahn hinaufgezogen.

Auf der Suche nach der Talstation bin ich zwischen unzähligen Wolkenkratzern durchgegangen. Keiner gleicht dem anderen und viele davon sind architektonisch kreativ gestaltet. Mitten zwischen den Wolkenkratzern steht eine neugotische Kirche, St. Pauls Cathedral. Sieht natürlich zwischen den modernen Gebäuden lustig aus - und unterscheidet sich innen von Kirchen auf unseren Breiten dadurch, daß statt Lustern unzählige Ventilatoren von der Decke baumeln. Nicht weit davon entfernt war auch die Talstation der Peak Tramway - eindeutig zu erkennen an der sehr langen Warteschlange davor. Also habe ich mir gedacht, ich gehe da eben zu Fuß hinauf, 400 Meter ist ja nicht so hoch. Allerdings sind 400 Meter bei subtropischen Temperaturen und 70% Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch und ich bin ordentlich ins Schwitzen gekommen. Der Weg ist zum Teil entlang der Bahntrasse gegangen, was natürlich interessant war, zum anderen Teil durch den Wald, der schon etwas tropisch anmutet. Oben steht der "Peak Tower" mit Aussichtsplattform. In dem Tower drin ist ein Einkaufszentrum, in dem arktische Temperaturen herrschen, sprich komplett verschwitzt vom Hinauflaufen kommt man in einen Kühlschrank und soll dann möglichst nicht krank werden. Jedenfalls hab ich dort mein Mittagessen eingenommen und dazu einen Liter frisch gepresste Fruchtsäfte getrunken, denn der Aufstieg hat ziemlich durstig gemacht. Ich glaube, außer mir ist kein Mensch zu Fuß gegangen. Trotzdem bin ich auch wieder zu Fuß hinunter, denn die Schlange oben war mindestens genauso lange wie die unten und ich wollte nicht warten. Hinunter wars wenigstens nicht ganz so anstrengend. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt bin ich jedenfalls mit der Fähre wieder zurückgefahren, habe den Sonnenuntergang vom Pier aus angeschaut und bin ins Hostel zurück.

Abends hab ich mir dann die Light Show, angeblich die größte der Welt, über der Skyline am anderen Ufer angesehen - war beeindruckend, die findet jeden Tag um acht Uhr abends statt und dauert nur ein paar Minuten. Anschließend habe ich noch etwas zu Essen gesucht und mir gedacht, ich werde lokale Speisen zu mir nehmen. Welch Fehler, denn ich bin in ein Lokal, in dem kein Wort Englisch gesprochen wurde - für Hong Kong eigentlich ungewöhnlich, denn hier sprechen die meisten Englisch. Ich hab mich für Hühnergeschnetzeltes in pikanter Sauce entschieden. War gut, nur daß die Knochen mitgeschnetzelt waren - und völlig zersplittert noch dazu. Wie man das essen soll, noch dazu mit Stäbchen, ist mir völlig schleierhaft. Ich habs schließlich europäisch mit den Fingern gegessen, ich kam mir irgendwie beobachtet vor, ich glaube, hierzulande funktioniert das wohl anders. Nach einem frisch gepressten Ananassaft bin ich dann wieder zurückgegangen.
TramperJoe says:
Als alter "Shenmue" Veteran hätt ich dir gleich sagen können, dass Kowloon überwiegend aus Wolkenkratzern besteht und dort jedes Stockwerk quasi ein Reich für sich ist. ;-)

Du könntest mir übrigens verraten wo man die vollmundig angekündigten Fotos bewundern kann. *g*
Posted on: Oct 04, 2007
TravelSteff says:
Servas Bruderherz!
Gratuliere zum Writers Award! Weiter so :-)
Posted on: Oct 04, 2007
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