Hoi An

Hoi An Travel Blog

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Heute morgen wollte ich gemeinsam mit dem Kanadier (der ├╝brigens Robert hei├čt) mit dem Bus nach Hoi An fahren. Der Bus sollte um acht Uhr abfahren, also schnell vorher Sachen gepackt und noch gefr├╝hst├╝ckt. Die Nacht ├╝ber hat es heftig geregnet und als wir schlie├člich abgeholt wurden, der Bus war etwa 100m entfernt geparkt, habe ich erst bemerkt, da├č die Stra├čen noch mehr ├╝berflutet waren als gestern. Meine Schuhe haben sich zwar als recht wasserdicht herausgestellt, aber als das Wasser dann an vielen Stellen tiefer wurde, ist mir nichts anderes ├╝brig geblieben als die Schuhe auszuziehen und barfu├č durch das Wasser zu waten. Ich h├Ątte lieber meine Badeschlapfen angezogen, aber die waren nat├╝rlich gut im Rucksack verstaut und ich den konnte ich jetzt nicht gut auspacken - erstens hat es geregnet, zweitens war ├╝berall Wasser, h├Ątte ihn also nicht abstellen k├Ânnen und drittens mu├čte ich zum Bus. Dort habe ich also meinen Rucksack im Gep├Ąckraum verstaut und hab mir die Schuhe wieder angezogen.

Aus unerfindlichem Grund wurden wir auf unterschiedliche Busse (unterschiedliche Reiseb├╝ros) aufgeteilt, soda├č wir nicht zusammen fahren konnten. Die Fahrt von Hue nach Hoi An hat es fast immer geregnet. Die beiden Orte sind etwas mehr als 100 Kilometer voneinander entfernt, aber die Fahrt hat insgesamt gute f├╝nfeinhalb Stunden gedauert. Davon sind wir eineinhalb Stunden in Hue von Hotel zu Hotel gefahren und haben Mitfahrer eingesammelt.

Schlu├čendlich also in Hoi An angekommen, gottseidank hat es aufgeh├Ârt zu regnen. Ich habe mir vorher schon ein Hotel empfehlen lassen, zu dem hat mich der Bus auch hingebracht. Allerdings beim Gep├Ąckausladen die gro├če ├ťberraschung: Mein Rucksack war klatschna├č, denn offenbar war das Wasser stellenweise so hoch, da├č es in den Gep├Ąckraum eingedrungen ist. Im Hotel habe ich dann alles ausgepackt und es hat sich herausgestellt, da├č gottseidank nur der Rucksack na├č ist, den Inhalt habe ich gottseidank nocheinmal in Plastiks├Ącken eingepackt, soda├č beinahe alles trocken geblieben ist, einschlie├člich aller Reiseelektronik.

Der Kanadier hat beschlossen, in einem anderen Hotel abzusteigen, dennoch haben wir uns am Nachmittag getroffen und sind durch die Stadt spaziert. Die ist eigentlich sehr klein, allerdings bisher die sch├Ânste Stadt in Vietnam. Enge Gassen und auf beiden Seiten alte H├Ąuser. Auffallend sind die unz├Ąhligen Schneidereien, die unglaublich g├╝nstig sind. Einen Anzug ├╝ber 200 USD findet man kaum, die Preise beginnen bei USD 40 f├╝r einen ganzen Anzug. Meinem ungeschulten Auge erscheint die Qualit├Ąt f├╝r diesen Preis sehr gut, man kann zwischen unterschiedlichen Materialien, haupts├Ąchlich unterschiedlichen Mischungen aus Kaschmir, Wolle und Seide, w├Ąhlen und die Verarbeitung wirkt auch professionell. Am Nachmittag waren wir also in einigen Schneidereien und haben Preise und Qualit├Ąt verglichen. In der Regel kann man mit den Schneidern recht gut handeln - je mehr, desto billiger, das funktioniert recht gut.

Auch in der Nacht sieht in Hoi An alles sehr nett aus, obwohl die Stadt sehr touristisch ist. Abends haben wir uns wieder zum Essen getroffen, eigentlich wollten wir in ein Lokal jenseits des Flusses gehen. Derselbe ist aber ob der schweren Regenf├Ąlle (gottseidank nicht mehr hier) ├╝ber die Ufer getreten und ich h├Ątte mir wieder die Schuhe ausziehen m├╝ssen, um bis zur Br├╝cke zu waten, das wollte ich dann doch nicht und wir haben uns ein anderes Lokal gesucht - war sehr gut, aber langsam brauch ich wieder was Westliches zu essen, denn das vietnamesische Essen ist nicht sehr abwechslungsreich - Nudeln, Reis, Gem├╝se, Fleisch, immer auf ├Ąhnliche Art zubereitet, wird nach einiger Zeit langweilig, auch wenns sehr gut ist. 
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