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Halong Bay

Hanoi Travel Blog

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Heute in der Früh um acht Uhr war also Abfahrt nach Halong Bay. Die Fahrt mit dem Bus hat etwa dreieinhalb Stunden gedauert und war interessant, weil die Fahrt durch vietnamesische Landschaft ging - unzählige Reisfelder zu beiden Seiten der Straße. Ein kurzes Stück der Fahrt haben wir auf einer Art Autobahn zurückgelegt. Der Pannen- sowie Grünstreifen wurde von Einheimischen für Pausen, Jause und Gespräche genutzt. Unterwegs haben wir zwar eine kurze Pause gemacht, trotzdem war die Fahrt in dem Minibus (etwa 15 Personen) lang. Schließlich sind wir in Hong Gai angekommen. Dieser Ort liegt direkt an der Bucht und dort sind wir auch gleich auf ein Boot umgestiegen, auf dem wir eine Nacht verbringen sollten. Das Boot war sehr sauber und eigentlich luxuriös, wir wurden in Doppelkabinen mit Bad und Toilette untergebracht. Das Boot war vollständig aus Holz gebaut und eigentlich hübsch anzuschauen.

Danach sind wir zu unsere Fahrt durch die Bucht aufgebrochen, die angeblich die größte der Welt ist - aber es liegt wohl daran, wie man eine Bucht definiert. Das ist aber nicht das besondere daran, das eigentlich Interessante sind die tausenden winzig kleinen steil aufragenden Inseln, die eine bizarre Landschaft formen. Während wir also an diesen steilen Inseln vorbeigefahren sind, wurde das Mittagessen serviert. Und das war im Prinzip gleich wie das Essen jeden Tag: Frühlingsrollen, Shrimps, Fisch, Hühnerstücke, Gemüse, Rindfleisch, Tofu, Früchte, unterschiedliches Undefinierbares und natürlich Reis. Zu jedem Essen gibts auch Drachenfrucht, die angeblich nur in Vietnam wächst. Sieht aus wie Kiwi, nur weiß, und schmeckt auch so ähnlich. Nur bei diesem Mittagessen allerdings gab es als Vorspeise Krabbe. Obwohl bereits tot, war es ein ziemlicher Kampf, an das Fleisch zu kommen, Körper und Beine haben wir mit einem Nußknacker geöffnet, das wenige Fleisch war zwar gut, aber die Kostennutzenrechnung geht beim Verzehr einer Krabbe nicht ganz auf.

Das Wetter war leider etwas wolkig, aber trotzdem sehr warm. Wir sind dann noch etwa 1 Stunde weitergefahren und sind bei einer der Inseln an Land gegangen. Dort gab es eine Tropfsteinhöhle zu sehen, die zwar sicher ganz nett war, aber angesichts der Höhlen in Österreich hat sie mich nicht wirklich beeindruckt. Offenbar hat sie aber dazu beigetragen, daß die ganze Bucht von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden ist. Spannend wurde es nach dieser Höhlentour. Wir durften vom Boot aus Kajak fahren, immer zu zweit. Also habe ich mit dem Kanadier, mit dem ich auch die Kabine geteilt habe, Schwimmwesten und Kajak geschnappt und wir sind in der Gruppe losgepaddelt. Wir haben das beide zuvor noch nie gemacht und irgendwie ist es uns nicht wirklich gelungen, geradeaus zu fahren. Schließlich sind wir durch eine Art Tunnel oder Höhle durchgepaddelt und waren plötzlich in einem von Felsen eingeschlossenen Gewässer, der einzige Weg hinein und hinaus war durch diese Höhle (die war etwa 30m lang und nicht besonders hoch). Das war ziemlich beeindruckend, aber leider habe ich meine Kamera am Boot gelassen, denn zum Kajakfahren ist sie ganz bestimmt nicht geeignet.

Wieder zurück am Boot war noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen und so sind wir vom Boot ins Wasser gesprungen. Das Wasser war sehr warm, also nicht besonders erfrischend, dafür extrem salzig. Danach gabs bald Abendessen - wie schon erwähnt, war es dem Mittagessen recht ähnlich - allerdings ohne Krabbe, was niemanden wirklich gestört hat. Das Abendprogramm bestand in erster Linie aus gemütlichem Zusammensitzen mit den anderen 15 Leuten auf dem Boot. Einige haben Karaoke probiert, zuschauen war lustig. Gegen Mitternacht haben sich dann alle in ihre Kabinen zurückgezogen.
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Hanoi
photo by: mario26